Karlsruhe-Neureut "De gnitze Griffel" 2017: Mundartabend in der Badnerlandhalle

Die Mundart hat ihren festen Platz in der Kulturlandschaft, dementsprechend stieß in diesem Jahr der Mundartwettbewerb "De gnitze Griffel" des Arbeitskreises Heimatpflege (AKH) im Regierungsbezirk Karlsruhe wieder auf sehr große Resonanz.

Aus rund 150 Einsendungen musste die Jury des Wettbewerbs um den "Gnitzen Griffel" auswählen. Nun sind die Entscheidungen gefallen: Die Hauptpreise der literarischen Dialektkonkurrenz gehen nach Wiesloch, Durmersheim/Edenkoben und Karlsruhe. Außerdem gehört eine Schulklasse aus Heidelberg zu den Siegern, die Geldprämien von bis zu 1.000 Euro erhalten. Regierungspräsidentin Nicolette Kressl, Vorsitzende des AKH, zeigte sich erfreut über den vielfältigen kreativen Umgang mit Dialekt.

Die zahlreichen Einsendungen seien auch wertvolle Dokumente des regionalen "Wort-Schatzes" zwischen Buchen und Bühl. Mitmachen beim alle zwei Jahre ausgeschriebenen "Gnitzen Griffel" dürfen alle, die im Regierungsbezirk Karlsruhe leben oder dort geboren sind und in einer der heimischen Mundartarten von Nord- und Mittelbaden schreiben. Den Wettbewerb für bislang unveröffentlichte Texte gibt es seit 1987. Alle Einsendungen werden anonymisiert bewertet.

Ausgezeichnetes bei Mundartabend zu hören

Die ausgezeichneten Lieder und Texte des "Gnitzen Griffel" sind bei einem großen Mundartabend am 19. Oktober in Karlsruhe-Neureut zu hören. Dann zeichnet Regierungspräsidentin Kressl neben den Preisträgern weitere Einsender aus, die von der Griffel-Fachjury mit einer "lobenden Erwähnung" bedacht wurden.

Das sind in der Sparte Prosa/Szene Brigitte Köck (Bruchsal), Else Gorenflo (Stutensee) und Dorothee Zirkel (Konstanz/Wiesloch). Bei den Gedichten werden die Einsendungen "Des do!" von Thomas Heitlinger (Stutensee) und "Die Mugg!" von Helmut Ullrich aus Karlsruhe mit undotiertem Lob bedacht. In die engere Auswahl der besonders anspruchsvollen Sparte Lied kamen die Kompositionen von Elisabeth Sandel aus Mudau  ("Alles muaß naus"), Heiko Maier aus Waghäusel ("Lawwärä") und Peter Heinath aus Bühlertal ("Schland").

(Kostenlose) Eintrittskarten gibt's an der Rathauspforte am Marktplatz, Karl-Friedrich-Straße 10, an der Tourist-Information Karlsruhe, Bahnhofplatz 6, und über die Geschäftsstelle des Arbeitskreises Heimatpflege Regierungsbezirk Karlsruhe e.V., Schlossplatz 1-3, Telefon Di - Do: 0721/926-2326.

Termin: Donnerstag, 19. Oktober, 19 Uhr (Beginn), Badnerlandhalle Karlsruhe-Neureut, Karlsruhe-Neureut

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