Karlsruhe Badisches Landesmuseum: Das sind die Ausstellungs-Highlights 2018!

Es war kein einfaches Jahr fürs Badische Landesmuseum, Direktor Eckart Köhne nennt 2017 vielsagend "ambivalent".

Die Ereignisse um die  Diebstähle  drück(t)en natürlich auf die interne Stimmung. Es gebe momentan aber "nichts Neues" zu berichten, so Köhne, vergaß aber nicht zu erwähnen, sich bei der (versammelten) Presse für eine "sachliche und faire" Berichterstattung zu bedanken.

Direktor Eckart Köhne bei der Jahrespressekonferenz
Direktor Eckart Köhne bei der Jahrespressekonferenz | Bild: ka-news

Die Zahlen indes sind gut und höchst erfreulich: Insgesamt hatte das Badische Landesmuseum 289.394 Besucher in 2017 gegenüber dem eigentlich schon sehr erfolgreichen 2016 mit 246.759 Gästen. 2018 wird es auf jeden Fall wieder spannend, was neue Ausstellungen angeht - ka-news stellt die Highlights vor:

Revolution! Für Anfänger*innen

"It’s Time For Another Revolution", sagt Che Guevara im Werbespot eines bekannten Autoherstellers, in dem er mit anderen Alt-Revolutionären in einem abgelegenen Haus einen allzu ruhigen Lebensabend verbringt. "Revolution" hat Konjunktur, ob im Werbeslogan, im Namen für Bands, Fernsehserien oder Achterbahnen. Aber was ist eigentlich eine Revolution? Und ist es wirklich Zeit für eine neue Revolution? Diesen Fragen geht die Sonderausstellung "Revolution!" nach, die ab dem 21. April im Badischen Landesmuseum gezeigt wird.

Hundert Jahre, nachdem die Novemberrevolutionäre auf dem Dach des Karlsruher Schlosses eine rote Fahne hissten und die großherzogliche Familie fluchtartig ihre Residenz verlassen musste, kehrt die Revolution nun dorthin zurück. Doch nicht nur die revolutionären Ereignisse der Jahre 1918/19 werden in der Ausstellung wieder lebendig, sondern auch zahlreiche andere: Von 1848/49 bis zur 68er-Bewegung, von der Französischen Revolution bis zum Arabischen Frühling, erleben die Besucher, was zu Revolutionen führt, wie sie ausbrechen, wer sie trägt und wovon Erfolg oder Scheitern der revolutionären Bemühungen abhängen können.

Mykene - Die sagenhafte Welt der Agamemnon

Die mykenische Kultur kann als die erste Hochkultur auf dem Europäischen Festland bezeichnet werden. Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes und in Mittelgriechenland erlebte sie ihre Blüte zwischen 1.600 und 1.200 vor Christus. Als im November 1876 Heinrich Schliemann die berühmte Goldmaske des Agamemnon entdeckte und die zahlreichen Goldschätze aus den Gräbern barg, bekam die prähistorische Kultur ein Gesicht und einen Namen. Nach ihrem Fundort wurde sie "mykenisch" genannt und die Darstellungen mit den sagenhaften Königen aus Homers Epen gleichgesetzt.

Ab 1. Dezember zeigt das Badische Landesmuseum die große Sonderausstellung "Mykene". Hierfür kommen zahlreiche Objekte aus Griechenland ins Karlsruher Schloss, darunter die bekannten Schliemann-Funde aus Mykene und Tiryns.

Südwestdeutscher Keramikpreis

Der Südwestdeutsche Keramikpreis ist eine Initiative des Bundes der Kunsthandwerker Baden-Württemberg und der SV Sparkassen Versicherung, die im Jahr 2017 ins Leben gerufen wurde. Der Preis wird künftig alle drei Jahre in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ausgeschrieben. Er zeichnet zwei herausragende Künstler aus, die eine künstlerisch anspruchsvolle Umsetzung vorweisen. Mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro soll das keramische Schaffen im Südwesten der Bundesrepublik gefördert und ausgezeichnete keramische Positionen national und international positioniert werden.

Eine Jury bewertete 2017 erstmals die eingereichten Arbeiten. Die Preisträger werden im Rahmen einer Sonderausstellung der Öffentlichkeit präsentiert: zunächst im Keramikmuseum Westerwald in Hör-Grenzhausen und anschließend (ab 19. Mai) im Museum beim Markt in Karlsruhe. Die Vergabe der Preise mit den Urkunden erfolgt zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung in Karlsruhe.

Der mit 7.000 Euro datierte erste Preis wurde an Stephanie Marie Roos aus Achern (geboren 1971) vergeben. Die Künstlerin überzeugt mit ihrer kreativen Umsetzung von aktuellen gesellschaftlichen und politischen Themen. Die in besonderem Maße authentischen und unverwechselbaren Figuren sprengen die Eindeutigkeit der Interpretation auf.

Der zweite, mit 3.000 Euro honorierte Preis geht an Kiho Kang aus Bad Ems (geboren1980). Seine Installation geometrischer, akribisch per Hand gebauter Gefäßformen variiert wie ein Stillleben die unendliche Vielfalt von Kegelform, Zylinder.

www.landesmuseum.de

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