Karlsruhe 18. Europäische Kulturtage

"Moskau, Moskau, wirf die Gläser an die Wand, Russland ist ein schönes Land, ho, ho, ho, ho, ho!" wusste einst schon die Band Dschinghis Khan die Eigenschaften der Metropole zu würdigen. Nun nimmt sich Karlsruhe dieser faszinierenden Stadt an und gibt bei den "18. Europäischen Kulturtagen" in zahlreichen Veranstaltungen die Vorzüge der osteuropäischen Kultur preis.

Bereits seit 1983 findet das Festival im Zwei-Jahres-Rhythmus statt und bringt neben Städten und Ländern auch Epochen in kleinen Häppchen den Menschen näher. So knüpft sich das Festival auch heuer wieder alle Mosaiksteine aus den Bereichen Bildende Kunst, Theater, Musik und Literatur vor und fügt alles zu einem kulturell vielfältigen Programm zusammen. Mehr als 80 Veranstaltungen für die kommenden drei Wochen (bis Samstag, 13. Mai) haben die Organisatoren diesmal auf die Beine gestellt.

Genug geprobt: Bühne frei für "Anna Karenina" (Foto: pr)
Am heutigen Eröffnungsabend erwartet die Besucher mit der Opern-Premiere "Mazeppa" ab 18.30 Uhr ein Highlight im Badischen Staatstheater. Erzählt wird die Geschichte der verhängnisvoll endenden Liebe der jungen Maria zu dem 70-jährigen Volkshelden Mazeppa. Die Tschaikowski-Rarität erfreut sich derzeit weltweit größter Beliebtheit und findet mit gleich sechs Vorstellungen Platz im Programm der "Kulturtage".

Nicht minder spannend verspricht auch das Drama "Eugen Onegin" zu werden, das in russischer Sprache mit deutschen Übertiteln am Sonntag, 30. April, auf derselben Bühne aufgeführt wird. Weiterer Glanzpunkt im Programm ist das Herzschmerz-Ballettstück "Anna Karenina" des Badischen Staatstheaters. Die leidenschaftliche Beziehung zwischen einer verheirateten Frau und einem jungen Offizier nach dem Roman von Lew Nikolajewitsch Tolstoj im zaristischen Russland können sich interessierte Besucher am Samstag, 6. Mai, zum Gemüte führen.

Halsbrecherische Stunts bekommen die Zuschauer am kommenden Montag, 24. April, ab 20.30 Uhr im Tollhaus zu sehen, wenn es heißt Bühne frei für "La Saison Russe"! In einer einmaligen Aufführung treffen die Stars der russischen Akrobaten-Szene in der Fächerstadt aufeinander und füllen den Abend mit einer Symbiose aus Klassik und Avantgarde. Ein weiter Schwerpunkt der 18. Ausgabe der "Kulturtage" bildet das breit gefächerte Konzert- und Kinoprogramm: So präsentiert unter anderem die Kinemathek sieben Tage lang russischsprachige Filme.

Beim Stück "La Saison Russe" ist höchste Konzentration angesagt (Foto: pr)

Geschichtsliebhaber sollten bei den zahlreichen Fotoschauen auf ihre Kosten kommen: In einer breit angelegten Sonderausstellung weit über die "Europäischen Kulturtage" hinaus, beschäftigt sich beispielsweise das ZKM vom Sonntag, 23. April, bis einschließlich Sonntag, 6. August, mit dem "Leben im vorrevolutionären Russland". "Russische Emigration" in den Jahren 1917 bis 1947 behandelt wiederum die Fotoausstellung aus dem Fonds Korliakov im Centre Culturel Franco-Allemand (CCFA). Los geht’s hier am kommenden Dienstag, 25. April. Nähere Informationen sowie das komplette Programm der "Europäischen Kulturtage" können online auf der unten angegebenen Festival-Website eingeholt werden.

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