Kultur in Karlsruhe | Staatliche Kunsthalle Karlsruhe Zwei neue Ausstellungen in der Kunsthalle Karlsruhe zum 175jährigen Jubiläum

PARTNER DER WOCHE: Vom 24. Juli bis 31. Oktober präsentiert die Kunsthalle gleich zwei Ausstellungen, die nicht nur das Highlight des 175jährigen Kunsthallen-Jubiläums bilden, sondern gleichzeitig als Abschlussprojekt vor der sanierungsbedingten Schließzeit geplant sind.

Die Ausstellung „Inventing Nature – Pflanzen in der Kunst“ führt mit Werken aus über 500 Jahren Kunstgeschichte den Wandel der Darstellungen und des Verständnisses von „grüner“ Natur vor Augen. Für besonders junge Besucherinnen und Besuchern zeigt die Kunsthalle Karlsruhe die Ausstellung „Iss mich! – Obst und Gemüse in der Kunst“. Diese widmet sich schmackhafter Kunst und gibt Einblicke in vielfältige Darstellungen von Obst und Gemüse aus aller Welt.

Inventing Nature – Pflanzen in der Kunst

Pflanzen werden genutzt, gezüchtet, geliebt – und ausgerottet. Vor dem Hintergrund des fortschreitenden Klimawandels und des global zunehmenden Umweltbewusstseins, wie auch der aktuellen Erfahrungen der Pandemie, nimmt die Ausstellung unser Verhältnis zur Welt der Pflanzen in den Blick. Werke aus über 500 Jahren Kunstgeschichte vom Spätmittalter bis in die Gegenwart führen in dialogischen Konstellationen den Wandel unserer Bilder und unseres Verständnisses von „grüner“ Natur vor Augen: Von Paradies-Vorstellungen und Wildnis-Darstellungen bis zu Garten-Bildern und botanischen Studien, von Nachahmungen natürlicher Prozesse bis zur Dokumentation von Wachstum und Verfall reicht das Spektrum der künstlerischen Positionen. Plädierten Kunst und Künstler*innen nach der Aufklärung noch für eine Rückkehr zur Natur, lässt sich im 21. Jahrhundert ein Paradigmenwechsel erkennen: Künstler*innen versuchen, ein ästhetisches Bewusstsein dafür zu bilden, dass wir zukünftig neue Aktionsformen, Symbiosen und Synergien mit der Natur suchen müssen. Rund 150 Werke von 80 Künstler*innen eröffnen ein facettenreiches Panorama der Kunst mit und über Pflanzen. Unter ihnen Hans Holbein, Lucas Cranach, Rachel Ruysch, Yves Tanguy, Max Ernst, William Kentridge und Peter Dreher. Zeitgenössische Künst-ler*innen, die in den Dialog mit der Sammlung treten, sind unter anderem Gerda Stei-ner & Jörg Lenzlinger, Lois Weinberger, Ilkka Halso, Joan Jonas, Christiane Löhr, Gabriela Oberkofler, Kiki Smith, Simone Demandt, Robert Voit, Liliane Tomasko, Volker Kreidler und Susanne Kriemann. Sie lenken unseren Blick von der zeitgenössi-schen Kunst mit ihrer medialen und ästhetischen Diversität auf die Kunst früherer Jahrhunderte und schärfen ihn in immer wieder neuen und überraschenden Werk-konstellationen für die Problemlagen der Gegenwart.

Mehr Informationen zur Ausstellung „Inventing Nature“ finden Sie hier.

 

Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst

Die Ausstellung „Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst“ (24. Juli bis 31. Oktober 2021) der Jungen Kunsthalle zeigt Kunstwerke mit köstlichsten Früchten, saftigstem Obst und knackigem Gemüse – eine visuelle Gaumenfreude! Artischocke oder Sellerie, Karotte oder Paprika – wer macht das Rennen als beliebtestes Gemüse der Kunsthallenbesucher*innen? In der Ausstellung Iss mich! Obst und Gemüse in der Kunst sind Kunstwerke von köstlichen Früchten, saftigem Obst, knackigem Gemüse und zubereiteten Speisen aus teils fernen Ländern zu sehen. Die Ausstellung ist thematisch eng verknüpft mit Inventing Nature, die ebenfalls im Hauptgebäude zu sehen ist. Neben dem genussvollen Betrachten der Kunstwerke lässt sich so manche Frage aufwerfen: Schon mal „krumme Dinger“ gegessen? Lust auf Spargel und Erdbeeren im Januar? Hinter den Schalen und Hüllen schlummern nicht nur süßes Fruchtfleisch oder saurer Saft, sondern viele spannende Geschichten für kleine und große Besucher*innen! Eine Rezeptwand wartet mit leckeren Zubereitungsideen auf, an einer virtuell gedeckten Tafel werden die tagesaktuellen Obst- und Gemüse-Charts gemessen und ein Medien-Tisch des Max-Rubner-Instituts bietet spannende Einblicke unter die Haut von Obst und Gemüse. Die Präsentation der Kunstwerke im Hauptgebäude stimmt auf den praktischen Teil in der Jungen Kunsthalle ein: Hier kann das Gesehene in unterschiedlichen Techniken umgesetzt werden. Lieblingsspeisen werden gemalt, gezeichnet oder collagiert; Obst und Gemüse dreidimensional aus Draht und Kleisterpapier gestaltet oder in Holzkisten gezaubert.

Mehr Informationen zur Ausstellung „Iss mich!“ finden Sie hier.

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