Kultur in Karlsruhe | HfG kollektiv, kollaborativ, kooperativ - Rundgang durch die Hochschule für Gestaltung 2019

PARTNER DER WOCHE - Traditionell zum Ende des Sommersemesters lädt die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe zum alljährlichen Rundgang durch die Lichthöfe ein und gewährt für ein verlängertes Wochenende einen Blick hinter die Kulissen der Hochschule. Zum Rundgang 2019, vom 18. bis 21. Juli, werden unter dem Motto kollektiv, kollaborativ, kooperativ die Werkstätten, Lichthöfe und Räume der HfG Karlsruhe wieder zur Ausstellungsfläche.

Während des Rundgangs geben die Studierenden aus den Studienrichtungen Ausstellungsdesign und Szenografie, Kommunikationsdesign, Kunstwissenschaft und Medienphilosophie, Medienkunst sowie Produktdesign den BesucherInnen Einblicke in ihre künstlerischen und theoretischen Arbeiten, Produkte, Entwürfe und Ideen. Der diesjährige Rundgang wird am 18. Juli um 18 Uhr vom kommissarischen Rektor der Hochschule, Prof. Dr. Johan F. Hartle feierlich eröffnet. Anschließend sind die Gäste zu einem Rundgang durch das Haus eingeladen. Besondere Highlights des Eröffnungsabends sind die Preisverleihung durch die ZKM / HfG Fördergesellschaft und natürlich das anschließende Fest ab 20 Uhr.

Die HfG Karlsruhe hat den diesjährigen Rundgang zum Anlass genommen, Formen der Zusammenarbeit im Studienalltag und darüber hinaus zu thematisieren. Unter dem Motto „kollektiv, kollaborativ, kooperativ“ sollen verschiedene kollektive Methoden der künstlerischen Praxis erfahrbar gemacht, aber auch diskutiert werden. Welche Vorteile liegen im gemeinschaftlichen Arbeiten und wo kann es Grenzen geben, die immer wieder neu ausgelotet werden müssen? Der Rundgang 2019 möchte als Plattform dienen, Fragen anzustoßen, zu inspirieren und voneinander zu lernen.


Die interdisziplinäre Ausrichtung und das projektbasierte fachübergreifende Studium an der HfG Karlsruhe fördern neue Formen der Zusammenarbeit. Studienprojekte entstehen meist kollaborativ, in Teams und oft in Kooperation mit anderen Institutionen. Diese Form des Studierens – und damit auch des Lehrens und Arbeitens – ist an der HfG strukturell angelegt. Um diesen Schwerpunkt inhaltlich zu rahmen, wird sowohl die Ausstellung als auch das Rahmenprogramm des diesjährigen Rundgangs die Potenziale von „Zusammenarbeit“ in den Fokus stellen.

Bild: Yael Kolb

Die HfG Karlsruhe verzichtet bewusst auf starre Grenzen zwischen den Studienrichtungen und so spiegelt auch die Ausstellung die Interdisziplinarität der Hochschule mit all ihrer akademischen Freiheit und gestalterischen Offenheit wider. Die Ausstellung wird dialogisch erarbeitet, dies ist auch das Prinzip des räumlichen Arrangements der Arbeiten. Dialoge zwischen den Fachbereichen, zu anderen Institutionen und in Arbeitsprozessen werden entsprechend sichtbar werden. Die offene Architektur des Hallenbaus, die der Hochschule ihre besondere Atmosphäre verleiht, wird mit architektonischen Elementen markiert. Die Anordnung der Ausstellungswände und Podeste schafft Durchgänge und Blickbeziehungen. Die Ausstellungsarchitektur und das Konzept des Rundgangs wurden innerhalb der Fachgruppe Ausstellungsdesign und Szenografie entwickelt und lassen eine besonders variable Gestaltung der räumlichen Strukturen zu.


Der Rundgang selbst fungiert als Begegnungsort, der dazu einlädt, über verschiedene Formen und Aspekte der Zusammenarbeit zu diskutieren. Studierende, MitarbeiterInnen und BesucherInnen können partizipieren und miterleben, was im Rahmen des Rundgangs und des Studiums an der Hochschule entsteht. In drei Tagen werden wir uns den Begriffen „kollektiv, kollaborativ, kooperativ“ durch Vorträge, Gespräche, Podien, Lesungen, Führungen, Musik, Performances und partizipative Aktionen inhaltlich nähern, ihre Methoden
und Praktiken befragen. Kollektive und Gruppen aus den Bereichen bildende und darstellende Kunst, Design und Theorie werden eingeladen, über ihre Formen der Zusammenarbeit zu sprechen und ihre Erfahrungen mit den BesucherInnen und miteinander zu teilen. Zudem wird die Thematik des kollektiven Arbeitens aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet, zur Diskussion gestellt und kritisch hinterfragt.

Das öffentliche Programm soll durch die vielseitige inhaltliche Ausrichtung verschiedene BesucherInnen ansprechen – das interessierte Fachpublikum ebenso wie Jugendliche und Studierende anderer Kunsthochschulen. Die Hochschule ist für das Publikum am Freitag durchgehend von 8 bis 22 Uhr und am Samstag und Sonntag von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Studierende der Fachgruppe Kunstwissenschaft bieten während der Ausstellungszeit Führungen für das Publikum an, in denen sie einen Rundgang durch das Haus begleiten und dabei ausgewählte Arbeiten vorstellen.

Diese öffentlichen Führungen finden am Freitag, den 19. Juli von 14 bis 15 Uhr, am Samstag, den 20. Juli von 18 bis 19 Uhr und am Sonntag, den 21. Juli von 14 bis 15 Uhr statt. Für ein junges, digital versiertes Publikum wird in diesem Jahr am Samstag, den 20. Juli um 11 Uhr in Kooperation mit Karlsruhe Tourismus zum zweiten Mal das neue Vermittlungsformat des Instawalks durch die Ausstellung angeboten.

Öffnungszeiten
Am 19. Juli: 8 bis 22 Uhr
Am 20. und 21. Juli: 10 bis 22 Uhr
Der Eintritt ist während der gesamten Dauer frei.

Alle Infos zum Programm gibt es hier.

 

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Kultur in Karlsruhe (Partnerangebot): Karlsruhe besitzt eine lebendige Kulturlandschaft, die Geschichte und Gegenwart, Kunst und Technik verbindet. Die Stadt besticht mit erstklassigen Ausstellungen, einer großen Bandbreite in der Hochkultur von Oper bis Ballett, bedeutenden Galerien, zahlreichen Museen sowie einer aktiven Kleinkunst- und Alternativszene. Ob für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren – die Kultur in Karlsruhe bietet Unterhaltung und Bildung für Jedermann und fördert das Wir-Gefühl der Menschen in unserer Stadt.
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