Kultur in Karlsruhe | dokKa dokKa-Festival steht in den Startlöchern

PARTNER DER WOCHE: Das dokKa-Festival startet am 30. September online.

Die 7. Ausgabe des dokKa-Festivals wird vom 30.9. bis 7.10. als  Online-Ausgabe präsentiert. Aufgrund der Corona-Situation wurde das  Festival zuerst verschoben und nun als digitale Ausgabe konzipiert. Alle 19 Programmpunkte können während des Festivalzeitraums über www.dokka.de angesehen und angehört werden. Die Besucher*innen müssen hierfür einen Online-Festivalpass erwerben und haben anschließend Zugriff auf das komplette Festivalprogramm. Jeder kann sich somit seinen eigenen Programmablauf zusammenstellen.

Die Inhalte der diesjährigen Wettbewerbsbeiträge sind vielfältig und  spiegeln aktuelle politische und gesellschaftliche Diskussionen wider. Vor allem ökologische sowie soziale und sozioökonomische Themen sind in zahlreichen Arbeiten vertreten: "Bewegungen eines nahen Berges" portraitiert in ruhigen Bildern einen Mechaniker der Ersatzteile von Österreich in seine nigerianische Heimat exportiert. Der Film "Taste of Hope" blickt hinter die Schwierigkeiten einer Teefabrik, welche von den Angestellten als Kooperative übernommen wurde. "Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist" zeigt ein detailgenaues Bild einer Berliner Kunstwerkstatt für Menschen mit Behinderung. "The Whale and the Raven" thematisiert in beeindruckenden Landschafts- und Tieraufnahmen die Arbeit zweier Walforschenden in British Columbia (Kanada) deren Idyll durch eine Ölfirma bedroht wird. Das Radiofeature "Die Kinder von Station 19" sucht nach den Opfern einer Verwahrungspsychiatrie in Leipzig in den 1970er Jahren. Weitere Arbeiten befassen sich mit dem Hambacher Forst, dem ländlichen Strukturwandel, der wachsenden Immobilienknappheit oder blicken auf die Opiatkrise in den USA und deren Gefahren für Europa. Wie so oft im Dokumentarischen spielt der Blick ins Private eine wichtige Rolle: "100 und Mama" spricht die Autorin des Radiofeatures 20 Jahre nach dem Zugunglück von Eschede mit ihren beiden Schwestern über das Unglück.

Neben den Film- und Tonarbeiten stehen unter dem Titel "dokKa-Talks" außerdem Gespräche mit allen Künstler*innen zum Abruf bereit. Die Gespräche wurden im Vorfeld von den Mitgliedern der dokKa-Auswahlkommission geführt und aufgezeichnet. Um dem Publikum einen direkten Austausch zu ermöglichen, finden an verschiedenen Abenden "dokKa-Treffpunkte" immer um 21:30 statt. Diese Gesprächsrunden haben verschiedene Themen wie "Umbrüche", "Gegenwart der Geschichte", "Neue Ökologie" Hierbei können sich alle Interessierten über Zoom mit dem dokKa-Team, anderen Festivalteilnehmern und beteiligten Künstler*innen austauschen (begrenzt auf 100 Teilnehmende).

Im Rahmen von "dokKa-extra" sind in diesem Jahr Videos von KIT-Studierenden zu sehen: In einer Kooperation des Fachgebiets Bildende Kunst und Digitales Gestalten (KIT Architekturfakultät) wurden im Rahmen eines online-Seminars Studierende angeregt Forschungsberichte „zu sich Selbst“ zu erstellen. In verschiedenen Übungen zu den einzelnen Sinnen und deren Organen, visualisierten sie in Videos ihre Körpergefühle in Farbe und Form.

Ein langjähriger Kooperationspartner, die Kinemathek Karlsruhe zeigt am 14.10. um 19 Uhr den Gewinnerfilm.

dokKa-Blog:
Auch in diesem Jahr wird über das Festivalerleben im Rahmen eines Blogs berichtet. Gwendolen van der Linde begeisterte Filmschaffende und Filmschauende, schon seit dem zarten Alter von 16 Jahren, wird das Festivalgeschehen begleiten.

Sollte man alle Beiträge des Wettbewerbes schauen wollen bräuchte man dafür rund 23 Stunden.

dokKa wird vom 30.9. bis 7.10.2020 online stattfinden

Weitere Informationen:
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Kultur in Karlsruhe (Partnerangebot): Karlsruhe besitzt eine lebendige Kulturlandschaft, die Geschichte und Gegenwart, Kunst und Technik verbindet. Die Stadt besticht mit erstklassigen Ausstellungen, einer großen Bandbreite in der Hochkultur von Oper bis Ballett, bedeutenden Galerien, zahlreichen Museen sowie einer aktiven Kleinkunst- und Alternativszene. Ob für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren – die Kultur in Karlsruhe bietet Unterhaltung und Bildung für Jedermann und fördert das Wir-Gefühl der Menschen in unserer Stadt.
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