Kultur in Karlsruhe | Ev. Stadtkirche Endlich: Die Kleine Kirche klingt!

PARTNER DER WOCHE - Buntes Festivalwochenende zur Einweihung der neuen Orgel: 22. - 24. März 2019

Nachdem das Motto über drei Jahre lang lautete: „Kleine Kirche - Großer Klang!“, wird für die Alt- und Mittelstadtgemeinden im Herzen Karlsruhes nun ein Traum Wirklichkeit: Die Kleine Kirche - das älteste Gotteshaus der Stadt - bekommt eine neue Orgel. Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass das Projekt „Kleine Kirche - großer Klang!“ erfolgreich zum Klingen gebracht werden kann. In zahlreichen Benefizveranstaltungen wie Kunstauktionen, Weinproben, Konzerten, sowie Pfeifenpatenschaften und dem Orgelweinverkauf konnten über 300.000 Euro gesammelt werden. Noch sind einige Orgelpfeifen auf der Suche nach einer Patin/einem Paten - nähere Infos unter: www.kleinekirche-grosserklang.de

Am Wochenende 22. bis 24. März 2019 wird das kleine aber feine Instrument mit einem bunten Festivalwochenende gebührend empfangen - Eintritt frei!

Den festlichen Auftakt bildet der Einweihungsgottesdienst am Freitag, 22. März 2019, um 19 Uhr gefolgt von einer Vielzahl unterschiedlicher Konzerte. Die klangvolle neue Orgel der Firma Lenter aus Sachsenheim/Ludwigsburg bietet in diesem wunderbaren Kirchenraum vielfältige Möglichkeiten und davon wollen die Verantwortlichen um Kirchenmusikdirektor Christian-Markus Raiser und Pfarrerin Claudia Rauch an diesem Einweihungswochenende kräftig Gebrauch machen: Das bunte Programm umfasst sowohl ein Orgelkonzert für Kinder als auch Konzerte für Orgel mit Orchester bzw. Klavier bis hin zu Jazz und eine Stummfilm-Vorführung mit Live-Musik und natürlich werden auch „traditionelle“ Orgelkonzerte nicht fehlen. „Da sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein“, so Raiser, der sich auf das neue Instrument sehr freut. „Eine so großartige Orgelsituation wie hier an der Ev. Stadtkirche und Kleinen Kirche Karlsruhe findet man selten in Deutschland: Drei ganz unterschiedliche phantastische Instrumente in einer Gemeinde!“ Da die Kleine Kirche mit ihren gerade mal 200 Sitzplätzen ihrem Namen alle Ehre macht, werden die Veranstaltungen auf Monitoren auf den Vorplatz der Kirche übertragen, wo auch für das leibliche Wohl gesorgt ist.

KMD Christian-Markus Raiser
KMD Christian-Markus Raiser | Bild: privat

Die Kleine Kirche in der östlichen Kaiserstraße ist das älteste noch aus der Gründungszeit der Stadt erhaltene Kirchengebäude in Karlsruhe. Der Bau der Kleinen Kirche (1719-1722) war ein Geschenk des lutherischen Markgrafen an seine Schwiegertochter Prinzessin Amalie von Nassau, die der reformierten Kirche angehörte und somit auch an die in der Minderheit lebende reformierte Gemeinde in Karlsruhe. Bereits 25 Jahre nach der Einweihung (1722) war das komplett aus Holz errichtete Gotteshaus in einem äußerst desolaten Zustand. In den Jahren 1773-1776 wurde die Kleine Kirche durch den markgräflichen Baumeister Wilhelm Jeremias Müller erbaut. Bereits bei deren Einweihung war eine Orgel vorhanden. Sie war damit, nach der Orgel der Schlosskirche, die erste „öffentliche“ Kirchenorgel der Stadt Karlsruhe. In den Jahren 1823-1833 wurde die Kleine Kirche als Garnisonskirche genutzt. Ende September 1944 erfolgte während der großflächigen Bombenangriffe über Karlsruhe die Zerstörung der Kleinen Kirche. Noch in der Anfangsphase des Wiederaufbaus der Stadt wurde auch die Kleine Kirche wiederhergestellt und am 27. November 1949 eingeweiht. Sie diente bis zum Wiederaufbau der Evangelischen Stadtkirche (1958) am Marktplatz vorübergehend auch als evangelische Hauptkirche Karlsruhes. Erst im Jahr 1950 erhielt die Kleine Kirche wieder eine Orgel (Steinmeyer-Orgel) und 1952 ein „neues“ vierstimmiges Geläut – darunter eine historische Glocke aus dem Jahr 1767, die gerettet werden konnte.

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