Kultur in Karlsruhe | Kinemathek Die Kinemathek startet ins Herbstprogramm

PARTNER DER WOCHE - ist das neuste Mitglied der „Kultur in Karlsruhe“-Kampagne! Wir begrüßen die Kultinstitution Kinemathek und geben Euch einen ersten Einblick in das turbulente neue Film-Programm in der Kaiserpassage.

Nach der einmonatigen Spielpause im Juli und dem Ferienprogramm im August startet die Kinemathek Karlsruhe e.V. Studio 3 mit einem randvollen und abwechslungsreichen Programm in den Spätsommer und Herbst. Mit an Bord ist dabei auch ein aktueller Film, der bereits ein Jahr nach seinem Erscheinen 2018 Geschichte geschrieben hat und der wohl einen Karlsruher Rekord aufstellen wird: Der von der internationalen Filmkritik hochgelobte „La Flor“ des argentinischen Regisseurs Mariano Llinás ist ein Opus mit 837 Minuten (also knapp 14 Stunden Laufzeit), den die Kinemathek in acht Teilen zwischen dem 3. und dem 5. Oktober zeigen wird. Wer bei einer solchen gewaltigen Spielzeit Angst vor der schieren Länge oder Langeweile hat, sei indes beruhigt: Mühelos wechselt der Film zwischen verschiedenen Erzähl- und Stilformen, ist mal Agententhriller, dann wieder B-Movie, gibt sich mal wie ein Musical, um dann im Gewand eines Spionagethrillers aufzutreten – mehr Kino geht wirklich nicht.

Carlos Reygadas - "Nuestro Tiempo"
Carlos Reygadas - "Nuestro Tiempo" | Bild: Kinemathek

Doch auch jenseits des cineastischen Marathons hat das Programm der Kinemathek jede Menge anspruchsvolle Filmkunst zu bieten, so etwa „Synonymes“ von Nadiv Lpit, der in diesem Jahr den Goldenen Bären bei der Berlinale errang, Isabella Eklöfs bitterbösen Debütfilm „Holiday“, den der Guardian mit der Höchstwertung von fünf Sternen versah und als besten Film des letzten Jahres kürte, Xaver Böhms visuelle aufregenden Berlin Noir „O Beautfiul Night“, der ebenfalls in diesem Jahr das Berlinale-Publikum begeisterte, „Nuestro Tiempo“ des mexikanischen Ausnahme-Regisseurs Carlos Reygadas sowie den griechischen Film „Das Wunder im Meer von Sargasso“ von Syllas Tosumerkas. Neben diesen und anderen aktuellen Spielfilmen gibt es aber auch jede Menge Dokumentarisches zu sehen. So etwa „Alles über Evin“ der als Schauspielerin bekannten, aus dem Iran stammenden Maryam Zaree, in dem sich die Regisseurin auf die Suche nach dem Geheimnis ihrer Kindheitstage macht, um dabei eine schockierende Entdeckung zu machen. Außerdem entwerfen Sue-Alice Okukubo und Eduard Zorzenoni in „Near & Elsewhere“ Utopien für eine bessere Zukunft und suchen Menschen auf, die diese bereits heute leben – am 11.09. sind die beiden Filmemacher persönlich anwesend!

Maryam Zaree - "Alles über Ervin"
Maryam Zaree - "Alles über Ervin" | Bild: Kinemathek

In der Reihe „Basar Bizarr“ zeigt die Kinemathek zudem zwei außergewöhnliche Filme aus dem Genrebereich – zum einen „Mandy“ von Panos Cosmatos, eine herrlich durchgeknallte Metal-Oper mit einen Nicolas Cage in Bestform, und den spanischen Schwarzweiß-Stummfilm „Blancanieves“ von Javier Fesser aus dem Jahre 2013, der das Märchen von Schneewittchen ins Spanien der 1920 Jahre und ins Stierkämpfer-Milieu verpflanzt. Zudem feiert die Kinemathek ein Wiedersehen mit Jacques Demys entzückendem Musical „Die Regenschirme von Cherbourg“ aus dem Jahre 1964 mit Catherine Deneuve in einer ihrer ersten Rollen, huldigt dem übersehenen deutschen Regisseur, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wurde, eine kleine Retrospektive und begrüßt zudem wieder das Queer-Filmfestival Pride Pictures (https://pridepictures.de/) zu seiner 26. Ausgabe vom 15. bis zum 21. Oktober als Gast im Studio 3.

Javier Fesser - "Blancanieves"
Javier Fesser - "Blancanieves" | Bild: Kinemathek

Das gesamte Programm der Kinemathek Karlsruhe e.V. mit vielen weiteren filmischen Leckerbissen findet sich auf der Website des Kinos.

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Kultur in Karlsruhe (Partnerangebot): Karlsruhe besitzt eine lebendige Kulturlandschaft, die Geschichte und Gegenwart, Kunst und Technik verbindet. Die Stadt besticht mit erstklassigen Ausstellungen, einer großen Bandbreite in der Hochkultur von Oper bis Ballett, bedeutenden Galerien, zahlreichen Museen sowie einer aktiven Kleinkunst- und Alternativszene. Ob für Kinder, Jugendliche, Erwachsene oder Senioren – die Kultur in Karlsruhe bietet Unterhaltung und Bildung für Jedermann und fördert das Wir-Gefühl der Menschen in unserer Stadt.
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