Karlsruhe Premiere im Kammertheater Karlsruhe: Bed of Roses

"Wir waren jung, andauernd verknallt und uns lag die Welt zu Füßen. Jetzt sind wir alt und sollten uns wiedersehen" stand in der Betreffzeile der Mail, ihr Inhalt lediglich: 10. Juni beim Alten König, um acht nicht ab acht. Absender Kalle.

Während Ben mit dieser Nachricht gar nichts anfangen konnte, musste Tine herzhaft lachen, sie hatte schon mit der Einladung zum Klassentreffen gerechnet. Der wortkarge Kalle scheint sich in den letzten fünfzehn Jahren nicht geändert zu haben, seine kryptische Einladung enthält nicht eine Silbe zu viel.

Tine war schon immer für wahnsinnig guten Ideen zuständig und auch dieses Mal kommt ihr ein fragwürdiger Geistesblitz: Warum zu diesem Anlass nicht noch mal die alte Schulband zusammentrommeln und so richtig die Sau rauslassen, nur noch einmal, wie damals bei der legendären Abschiedsparty. So treffen die Bandmitglieder zur Probe für das große Comeback ihrer Band "Sunrisedown" im Alten König aufeinander.

Bed of Roses
Bild: Kammertheater Karlsruhe

Viel hat sich verändert. Nicht nur die Fingerfertigkeiten des Gitarristen Mello. Aus Mello wurde inzwischen Herr Melchior, Mathe und Physik für die Primarstufe. Tine ist eine emanzipierte Familienmutter geworden. Der Nerd Ben verkauft jetzt Traumvillen in Hohenwettersbach und ist ohne Akne kaum wiederzuerkennen und Kalle, ja was macht eigentlich Kalle? Auf Nachfrage, nuschelt er nur "google mich doch". Aus den Teenies sind gestandene Leute geworden.

Sie fangen an zu spielen und nach den ersten Takten können sie ihn spüren: den Spirit ihrer Jugend – im Alten König liegt wieder der Duft der ersten großen Lieben in der Luft, verschüttetes Bier auf schweißnassen T-Shirts und die Vorfreude auf ein erwachsenes Leben nach der Schulzeit weht durch den Partystadl. Nur etwas fehlt. Bille, die Fünfte im Bunde lässt sich einfach nicht blicken. Irgendwann fängt Tine an, sich ernsthafte Sorgen zu machen.

 

TERMINE Im Kammertheater (K1), Herrenstraße 30/32

Premiere: 6. März 2020

Vorstellungen: 7. März bis 3. Mai 2020

BESETZUNG: Wird noch bekannt gegeben…

Text & Inszenierung: Ingmar Otto

Musikalische Leitung: Paul Taube

Kostüme: Christina Pantermehl

 

Für weitere Informationen rund um den aktuellen Spielplan und unsere Spielstätten (Kammertheater K1, K2, Schlachthof) wenden Sie sich an Tel: 07 21 / 23 111 oder schauen auf unserer Homepage www.kammertheater-karlsruhe.de oder Facebook Seite vorbei.

 

 Drei Wiederaufnahmen nicht verpassen:

 

Show must go on – das Freddie Mercury Musical

Show must go on_ONUK
Hintergrundinfos: Ingmar Ottos musikalisch abwechslungsreiches Musical widmet sich biographisch dem aufregenden Leben des charismatischen Sängers und Ausnahmekünstlers Freddie Mercury. Die international bekannten Hits von Queen werden interpretiert von einer vierköpfigen Live-Band, unter der Leitung von Sebastian Müller. Bernd Gnann sagt: "Show must go on‘ gehört definitiv zu den erfolgreichsten Stücken des Kammertheaters. Nachdem wir unser Freddie Mercury Musical in der letzten Spielzeit auch in der Comödie in Dresden gespielt haben und auch dort der Zuschauerzuspruch enorm war, haben wir uns entschlossen, unser Stück zurückzuholen! Wir freuen uns auf die Wiederaufnahme von ‚Show must go on‘ im Kammertheater!" | Bild: Kammertheater Karlsruhe

Farrokh Bulsara kommt am 5. September 1946 auf Sansibar zur Welt. Gemeinsam mit dem Gitarristen Brian May und dem Schlagzeuger Roger Taylor rief Farrokh die Band Queen ins Leben. Kurz nach dem Bandnamen fand sich der Bassist, John Deacon, der mit der Band Geschichte schrieb, und ein passender Künstlername für den Sänger: Freddie Mercury.

Welthits wie "Bohemian Rhapsody" oder "We Are the Champions" machten aus dem unbekannten Kunststudenten und seiner Band innerhalb weniger Jahre Legenden der Musikgeschichte. Ihr kometenhafter Flug als schwerreiche Superstars begann, sie füllten Stadien auf der ganzen Welt, die bombastische Kombination aus Theatralik und Heavy Rock sprengte bald alle Genre-Grenzen. Und genauso extravagant wie seine als Rockopern inszenierten Bühnenshows war sein Privatleben.

"In ein leeres Schlafzimmer zu kommen, ist sein Alptraum", sagte einmal ein Freund über ihn. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere infizierte sich Freddie Mercury mit dem HI-Virus, noch bevor die neue Immunschwächekrankheit bei den ersten Patienten diagnostiziert wurde.

 

TERMINE Im Kammertheater (K1), Herrenstraße 30/32

Vorstellungen: 24. Januar bis 23. Februar 2020

 

BESETZUNG. Christopher Brose, Dorothée Kahler, Patrick Nitschke, u.a.

Mit Live Band

Text & Inszenierung: Ingmar Otto

Musikalische Leitung: Sebastian Müller

Choreografie: Timo Melzer

Bühne: Ingmar Otto und Peter Schmitt

Kostüme: Florian Angerer

Show must go on_ONUK
Bild: Kammertheater Karlsruhe

Für weitere Informationen rund um den aktuellen Spielplan und unsere Spielstätten (Kammertheater, K2, Schlachthof) wenden Sie sich an Tel: 07 21 / 23 111 oder schauen auf unserer Homepage www.kammertheater-karlsruhe.de oder Facebook Seite vorbei.

 

Wiederaufnahmen nicht verpassen:

 

Nein zum Geld!

Nein zum Geld
Hintergrundinfos: "Nein zum Geld!" ist das dritte Theaterstück der 1973 geborenen französischen Autorin und Schauspielerin Flavia Coste. Im September 2017 feierte es seine Uraufführung im Pariser Théâtre des Variétés. 2018 folgte eine Tournee und noch 2019 wird eine Adaption des Werkes im Fernsehen gezeigt. Der große Erfolg dieser rabenschwarzen Komödie lässt sich einfach erklären: Geld weckte schon immer Emotionen aller Art. Bereits vor Jahrzehnten sang Liza Minelli "money makes the world go round" und erntete großen Applaus. Geld begeistert, beglückt und bedrückt. Auch für Richard und sein Umfeld wird der gigantische Geldbetrag, den er gewonnen hat, zum Katalysator für verdrängte Sehnsüchte, Hoffnungen und Ideen. Flavia Coste zeigt auf kluge Weise, wozu Geld die Menschen treibt. So sehr dieses Stück zum Lachen bringt, so regt es doch auch zum Nachdenken an – über die Macht des Geldes. | Bild: Kammertheater Karlsruhe

Die Chance, einen Sechser im Lotto mit Zusatzzahl zu haben, liegt bei Eins zu 139.838.160. Und Richard ist der Eine. Der Eine, der aus Gewohnheit seit Jahren spielt und der plötzlich zum glücklichsten Menschen der Welt wird. Oder doch nicht? Richard trifft eine überraschende Entscheidung: Er sagt „nein zum Geld“, nein zum Lottogewinn von 162 Millionen Euro.

Während eines Abendessens mit seiner Frau Claire, seiner Mutter und seinem besten Freund, gibt er bekannt, dass er den Lottogewinn nicht abholen wird und den Lottoschein vernichten will. Er ist mit seinem Leben so zufrieden, dass er daran nichts ändern möchte. Mit Erstaunen stellt er fest, dass statt Lob und Applaus für die demonstrative Heldentat das glatte Gegenteil an Reaktionen auf ihn niederprasselt.

Seine Liebsten finden das nämlich überhaupt nicht witzig. Sie wüssten sehr wohl mit dem Geld etwas anzufangen und zu Richards Unglück lassen sie nicht locker - der Lottoschein muss eingelöst werden.

Man könnte die Welt mit dem Geld verändern - wie kann Richard das nicht wollen? Außerdem ist er ihnen das Geld auch irgendwie schuldig. Schließlich sitzt Richards Freund immer noch auf dem Kredit, den er damals für ihn aufgenommen hat. Claire möchte für den Raub ihrer besten Jahre entschädigt werden - zu Recht, oder? Und die Mutter besteht auf eine finanzielle Entlohnung für die genossene Erziehung. Warum sollte sie es sich nicht verdient haben, nach all den Mühen, ein neues Leben am Waikiki Beach zu beginnen?

Doch all das Argumentieren prallt an dem unbelehrbaren Richard ab. Wie weit werden die drei gehen?

Nein zum Geld
Bild: Kammertheater Karlsruhe

TERMINE Im K2

Vorstellungen: 15. Januar bis 16. Februar 2020

 

BESETZUNG

Mit Joanne Gläsel, Felician Hohnloser, Gregor Weisgerber, u.a.

Inszenierung: Ingmar Otto
Text von Flavia Coste
Deutsch von Michael Raab
Aufführungsrechte bei Litag Theaterverlag München

 

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Wiederaufnahmen nicht verpassen:

 

Die Comedian Harmonists

Comedian Harmonists
Bild: Kammertheater Karlsruhe

Alles beginnt 1927 mit einer Anzeige im Berliner Lokalanzeiger: "Achtung! Selten. Tenor, Baß (Berufssänger, nicht über 25), sehr musikalisch, schön klingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble, unter Angabe der täglich verfügbaren Zeit gesucht." Und sie sind einzigartig, die sechs jungen Männer, die sich als Comedian Harmonists auf die Anzeige hin zusammenfanden. 1928 fiel der Startschuss zu einer Karriere, die sich nur noch mit der der Beatles vergleichen lässt.

Als erste deutsche Boy-Group ihrer Zeit entwickelten sie einen für Europa völlig neuen Gesangsstil und füllten mit eigenen Programmen ganze Konzertsäle. Lieder wie "Veronika, der Lenz ist da", "Mein kleiner grüner Kaktus", "Ein Freund, ein guter Freund" und "Wochenend` und Sonnenschein", sind nur eine kleine Auswahl ihres Repertoires. Den Ritterschlag der Kunst erhielt das Sextett 1932 – kurz vor der Machtergreifung Hitlers – mit einem Auftritt vor dem konservativen Musikpublikum in der Berliner Philharmonie. 2700 Zuschauer applaudierten enthusiastisch.

Comedian Harmonists
Bild: Kammertheater Karlsruhe

Zunächst schien sich unter dem nationalsozialistischen Regime nichts zu ändern, doch nach und nach geriet die Existenz der Gruppe in Gefahr, denn drei ihrer Mitglieder waren Juden. Die Musiker interessierten sich nicht für Politik, glaubten sich auch so populär, dass sie keine Repressalien zu fürchten hatten. Aber erste vereinbarte Konzerte wurden abgesagt, weil man keine Juden mehr auf deutschen Bühnen sehen wollte und die UFA verweigerte ihnen die Teilnahme an Filmaufnahmen. Ab dem 1. Mai 1934 war den Comedian Harmonists jeglicher Auftritt auf einer deutschen Bühne untersagt, auch im Rundfunk durften die Lieder des Ensembles nicht mehr gespielt werden. Mit den zunehmenden Streitigkeiten innerhalb der Gruppe zerbrach das Sextett, das längst zur Legende geworden war. In der ursprünglichen Zusammensetzung haben die Comedian Harmonists nie wieder musiziert.

Comedian Harmonists
Hintergrundinfos: 2011 entführte das Schauspiel "Die Comedian Harmonists", von Gottfried Greiffenhagen und Franz Wittenbrink, das Kammertheater Publikum das erste Mal in das vergnügungssüchtige Berlin. 2019 beschreiten sie noch einmal ihren Weg auf der Karriereleiter. Auf der Bühne zu erleben sind u.a. Bernd Gnann, in der Rolle des Robert Biberti, und Oliver Fobe, als Erich Abraham-Collin. Beide waren bereits 2011 Teil des Ensembles. | Bild: Kammertheater Karlsruhe

TERMINE

Im Kammertheater: 2. Januar bis 15. März 2020

BESETZUNG: Oliver Fobe, Bernd Gnann, Florian Hartmann, Stefan Gregor Schmitz und Michael Seifferth

Inszenierung: Ingmar Otto

Musikalische Leitung: Boris Leibold

Bühne: Manuel Kolip

Kostüme: Nicola Stahl/Manuel Kolip

 

Für weitere Informationen zum Stück, dem aktuellen Spielplan und unsere Spielstätten (Kammertheater, K2, Schlachthof) wenden Sie sich an Tel: 07 21 / 23 111 oder schauen auf unserer Homepage www.kammertheater-karlsruhe.de oder Facebook Seite vorbei.

 

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