Neben dem Spielfeld steht er den jüngeren Spielern mit Rat und Tat zur Seite und organisiert immer wieder gemeinsame Veranstaltungen - auch "Teambildungs-Maßnahmen" genannt. Mit Iashvili, der am kommenden Spieltag in Duisburg gesperrt zuschauen muss, sprach Peter Putzing.

ka-news: Herr Iashvili, sind Sie froh, dass diese doch ziemlich verkorkste Saison endlich zu Ende

geht?
Iashvili:
Ganz ehrlich: So gerne ich Fußball spiele, ein wenig bin ich schon froh.

ka-news: Gibt es rückblickend Gründe dafür, dass es so schlecht lief - vor allem in der Rückrunde?
Iashvili: Ich hatte vor der Saison, und nach der Vorbereitung, ein gutes Gefühl. Auch nach der Vorbereitung auf die Rückrunde war das so.

Aber wir kamen nicht in Tritt, kassierten etliche Niederlagen und es ging nicht richtig vorwärts.

"Das erfüllt nicht meine Ansprüche"

ka-news: Was überwiegt im Moment: Die Freude nach dem 1:0 über Absteiger Ahlen den Klassenerhalt gesichert zu haben, oder die Enttäuschung über das schwache Spiel?
Iashvili: Über das Spiel gegen Ahlen muss man nicht groß reden. Das war überhaupt keine gute Leistung, das war ein Pflichtsieg. Der Klassenerhalt ist wichtig. Aber darüber, dass wir etwas mehr als 40 Punkte in der zweiten Liga geholt haben, kann ich mich nicht richtig freuen. Das erfüllt nicht meine Ansprüche.

ka-news: Was glauben Sie, wie wird sich das gerettete Team in den zwei verbleibenden Saisonspielen präsentieren?
Iashvili: Es ist gut, dass uns Zeit bleibt, noch einiges wieder gut zu machen. Wir wollen gewinnen und erfolgreich sein, das wäre auch gut für die kommende Saison.

ka-news: Sie wurden zwei Mal in Folge ausgewechselt. Obwohl Sie gut spielten und obwohl der KSC in Rückstand war, mussten Sie für einen Abwehrspieler weichen. Hat Sie das nicht geärgert?
Iashvili: Natürlich hat mich das geärgert. Das geht jedem Spieler so, wenn er ausgewechselt wird. Ich habe auch mit dem Trainer darüber geredet. Die Sache ist erledigt.

"Bin davon überzeugt, dass wir einen guten Kader haben"

ka-news: In Duisburg werden Sie nicht spielen können, da Sie nach der fünften Gelben Karte gesperrt sind. Fahren Sie trotzdem mit in den Westen?
Iashvili: Ich habe es vor, werde das aber noch mit dem Manager und dem Trainer besprechen.

ka-news: Sie sind ein "alter Hase", haben viel Erfahrung. Was muss sich ändern, dass der KSC in der kommenden Saison nicht wieder so schlechten Fußball bietet? Müssen neue Spieler in den Wildpark kommen? Taktische Änderungen vorgenommen werden? Muss der Trainer ausgewechselt werden?
Iashvili: Gute Spieler zu verpflichten, schadet nie. Da muss der Verein schauen, was machbar ist. Ich bin davon überzeugt, dass wir einen guten Kader haben, allerdings sollten wir nicht zu viele Spieler verlieren.

ka-news: Mit Lars Stindl verlässt der beste Torjäger den Verein. Kann man den ersetzen?
Iashvili: Lars wird fehlen, kein Zweifel. Als Torschütze - aber auch als Typ, denn er ist ein sehr netter Junge. Schade, aber es geht auch ohne ihn weiter. Wir werden es schon hinbekommen.

"Fußball ohne Spaß - da kannst du nichts erreichen"

ka-news: Sie sind ein Spaßfußballer. Hat es Ihnen in der schlimmen und schlechten Rückrunde noch Spaß gemacht?
Iashvili: Natürlich macht es mehr Spaß, wenn man einen Lauf hat, gewinnt und Punkte holt. Da fällt alles leichter. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, muss man versuchen den Spaß beizubehalten. Fußball ohne Spaß - da kannst du nichts erreichen.

ka-news: Fliegen Sie nach Saisonende in Ihre Heimat nach Georgien in Urlaub?
Iashvili: Nicht direkt, denn ich habe noch Länderspiele bis Ende Mai. Danach werde ich aber meine Familie in der Heimat besuchen.

(Interview: Peter Putzing)

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