25 Jahre ist es her, dass der Karlsruher SC das letzte Mal in einem Pokal-Viertelfinale stand. Gegen den Drittligisten TSV 1860 München, der am Wochenende nach 0:2-Rückstand noch 3:2 gegen den SV Wehen Wiesbaden gewinnen konnte und aktuell auf Platz acht steht, bietet sich der Mannschaft von Christian Eichner am Dienstag (18.30 Uhr) die nächste große Gelegenheit dazu. Zuschauer werden bei der Partie in München nicht zugelassen sein.

"Alles-oder-Nichts-Spiel"

"Wir freuen uns auf diesen anderen Wettbewerb und dieses Alles-oder-Nichts-Spiel", so Eichner. "Es wird für uns darum gehen, den Oktober fortzusetzen und es nicht bei dem Sieg in Leverkusen zu belassen. Für uns wird es morgen Abend darum gehen, unsere Kugel weiterhin in den Topf zu legen."

KSC in Estepona 7. Januar
Bild: Mia

Wie auch am Samstag fehlen Malik Batmaz, Robin Bormuth, Kyoung-Rok Choi, Leon Jensen und Sebastian Jung verletzungsbedingt. Für den erkälteten Markus Kuster rückt erneut Niklas Heeger als Ersatztorhüter in den Kader. Tim Breithaupt, der in der Liga noch wegen einer Gelbsperre fehlte, könnte gegen die Münchner Löwen wieder in die Startelf rücken.

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Mit Blick auf 1860 München sagte Eichner auf der Pressekonferenz am Montagvormittag: "Ich kenne die Dritte Liga sehr gut und habe mir vom Gegner schon einiges angeschaut, da werden wir wie in jedem Spiel vorbereitet sein. Sie wissen um ihre Qualitäten und ich glaube, dass sie in der Rückrunde nochmal angreifen werden."

Eichner sieht den KSC nicht unbedingt als Favorit

Um die Frage, ob der KSC als Zweitligist als Favorit in die Partie gehe, mache sich der KSC-Trainer wenige Gedanken. Das ist für mich nicht so wichtig und spielt in der Vorbereitung keine Rolle. Wir müssen einiges leisten morgen Abend." Er rechne mit einem "50:50-Spiel" und sei "wie die Jungs motiviert bis in die Haarspitzen."

Lucas Cueto (r) brachte den KSC beim Sieg in Leverkusen erstmals in Führung.
Lucas Cueto (r) brachte den KSC beim Sieg in Leverkusen erstmals in Führung. | Bild: David Inderlied/dpa

Christian Eichner outete sich zudem als großen Fan des DFB-Pokals. "Das ist ein großartiger Wettbewerb. Was gibt es Besseres als diese Spiele, wenn diese Überraschungen passieren? Das ist der Charakter des Pokals", sagte Eichner.

KSC winkt Millionen-Prämie

"Wir fiebern wie früher am Fernseher mit, wer der Gegner ist und ob wir ein Heimspiel haben. Gerade für einen Club wie uns, der auch wirtschaftlich davon profitieren kann, wenn er die ein oder andere Runde weiterkommt." Rund eine Million Euro an TV-Geldern könnte ein Weiterkommen dem KSC einbringen.

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Lucas Cueto könnte beim Pokalabenteuer im Stadion an der Grünwalder Straße nach seiner guten Leistung in Darmstadt erneut in der Startelf stehen. "Es ist ganz einfach bei ihm. Er ist ein halbes Jahr da, man muss den Spielern Zeit geben. Er kommt aus einer Liga darunter, das benötigt Anpassung", so Eichner, der mit seinen Spielern oft thematisiere, welches Alleinstellungsmerkmal sie mitbringen und sie dazu ermutige, dieses einzubringen. "Er muss ins Eins-gegen-Eins gehen. Das kann für den Gegner unangenehm sein."