Die Niederlage gegen den SC Paderborn wiegt schwer auf dem ein oder anderen Fan - und auch auf dem ein oder anderen Spieler, wie der KSC-Cheftrainer Christian Eichner berichtet. Besonders mit Blick auf das Spiel am kommenden Samstag gegen den HSV müsse jene "emotionale Achterbahnfahrt für die Spieler erst einmal verarbeitet werden", so Eichner. "Auch mal mit einem freien Tag."

"Die ersten 20 Minuten war es ein normales Spiel"

Gleichzeitig sei es nötig, das Spiel gegen die Westfalen auch inhaltlich  aufzuarbeiten. "Ich versuche dabei immer die maximale Ehrlichkeit aufrecht zu erhalten aber auch das Spiel als Ganzes zu sehen. In den ersten 20 Minuten war die Begegnung  am Sonntag ein völlig normales Zweitligaspiel. Dann gab es natürlich diese zwölf Minuten in denen wir das Spiel praktisch verloren haben", meint Eichner.

Christian Eichner (KSC Trainer) nachdenklich.
Christian Eichner (KSC Trainer) nachdenklich. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Als Ursache für diese verheerenden zwölf Minuten sieht der Cheftrainer vor allem darin, dass "es dem Gegner viel zu einfach gemacht wurde, bei Marius Gersbeck aufzutauchen und Tore zu erzielen. Das liegt auch zu großen Teilen an vielen kleinen, individuellen Fehlern der einzelnen Spieler."

Das könnte Sie auch interessieren

Es sei also eminent, dass die Spieler ihre persönlichen Fehler angehen und in puncto Verteidigung nachziehen, so die Einschätzung ihres Cheftrainers während der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag.

"Wir müssen besser verteidigen. Punkt."

"Die Jungs haben bereits ihre Bereitschaft gezeigt, an sich zu arbeiten und besser zu harmonieren", erklärt Eichner. "Daran werden wir in den nächsten zwei Tagen arbeiten und wir werden versuchen, die Defensive zu optimieren. Wir müssen besser verteidigen. Punkt." Das sei vor allem deshalb wichtig, da der HSV sehr dominant und ballbesitz-affin sei.

Das könnte Sie auch interessieren

"Die Hamburger hatten bisher den meisten Ballbesitz in der Liga", sagt der Cheftrainer. "Und ihre Spielweise ist auch durchaus auf Ballbesitz ausgelegt - was den Gegner natürlich auch zermürbt." Das alleine würde allerdings kein Spiel gewinnen, weshalb Eichner plane, die Taktik an den Ballbesitz-Fußball des HSV anzupassen.

System-Frage: ein oder zwei Stürmer?

"Ich muss am Wochenende sehr, sehr intelligent sein, um der Taktik des HSV zu begegnen", sagt Eichner. Auch die volle Unterstützung und Harmonie der Spieler sei für einen Sieg notwendig. Dort sei der Cheftrainer allerdings grundsätzlich optimistisch. "Die Jungs sind sehr lernwillig um ihre individuellen Fehler zu überwinden und sie sind definitiv stark genug um ein gutes Spiel gegen den HSV hinzulegen. Wir werden vorbereitet sein."

(Archivbild): Philipp Hofmann (KSC 33) und Josha Vagnoman (HSV 27) im Zweikampfduell.
(Archivbild): Philipp Hofmann (KSC 33) und Josha Vagnoman (HSV 27) im Zweikampfduell. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Wie genau diese Vorbereitung aussehen wird, möchte Eichner allerdings nicht allzu detailliert preisgeben. Der Kader werde "weitgehend so ähnlich bleiben wie bei den letzten Spielen." Ob Eichner einen Systemwechsel vornimmt und mit zwei Stürmern spielt, sei noch nicht festgelegt. "Das Herzstück unseres Spiels ist das Mittelfeld. Ob ich am Samstag nun zwei Stürmer aufstelle oder nicht wird nicht spielentscheidend sein."

Das könnte Sie auch interessieren

Für den Ausgang des Spiels seien ganz andere Entscheidungen relevant: "Wir werden uns in den nächsten 24 Stunden analytisch mit dem HSV beschäftigen und anhand der Ergebnisse unsere Taktik vorlegen", so Eichner. "Aber zu viel möchte ich dazu nicht verraten. Ein bisschen überraschen wollen wir die Leute schon noch - nicht zuletzt unsere Gäste aus dem Norden."