Nach dem bitteren, sehr unglücklichen Pokal-Aus des KSC beim Hamburger SV ist am Samstagabend in der Millionenstadt Wiedergutmachung angesagt. Die Badener haben noch eine Rechnung zu begleichen.

KSC nach dem 2:2 in Paderborn bei 39 Punkten

Dabei liegen die Hoffnungen auf - Philip Hofmann, dem KSC-Torjäger, der den Club wohl verlassen wird. Der erzielte in Paderborn seinen 50. Treffer für den KSC - exakt bei Pflichtspiel Nummer hundert im badischen Trikot.

Philipp Hofmann (M) köpfte den KSC in Paderborn zwischenzeitlich in Führung.
Philipp Hofmann (M) köpfte den KSC in Paderborn zwischenzeitlich in Führung. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Nach dem 2:2 in Paderborn sagte er: "Natürlich freue ich mich über die 50 Tore", bekannte dann aber auch, dass ihm ein Sieg lieber gewesen wäre, als dieser Jubiläumstreffer. Auch beim, doch ein wenig enttäuschenden, Remis in Paderborn präsentierten sich die Karlsruher lange Zeit als "Badische Mentalitätsmonster", ließen sich durch einen 0:1 Rückstand nicht verunsichern.

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Insgesamt haben die Badener 2021/22 nun schon in elf Spielen in der 2. Bundesliga nach einem Rückstand gepunktet - so oft wie kein anderes Team. Die Hamburger präsentierten sich derweil wie ein Abstiegskandidat. Nicht wie ein Team, das Aufstiegsambitionen hat.

In Hamburg droht erneut der Nichtaufstieg

Der Beleg: Fünf Punkte holte der HSV aus den letzten sieben Spielen - eine bittere Bilanz. Der erhoffte Aufstieg ist in weite, sehr weite Ferne gerückt. Im Norden Deutschlands spricht man vom: "Frust HSV" Oder: "Die Unaufsteigbaren."

Hamburgs Cheftrainer Tim Walter spielt zum HSV-Trainingsauftakt auf dem Trainingsplatz mit einem Ball.
Hamburgs Cheftrainer Tim Walter spielt zum HSV-Trainingsauftakt auf dem Trainingsplatz mit einem Ball. | Bild: Gregor Fischer/dpa

Der KSC ist seit vier Spielen in Serie ungeschlagen und geht mit einem 10-Punkte-Polster auf den ersten Abstiegsplatz in die Rest-Saison. Der Wildparkclub ist von der Torgefahr nach Eckbällen im Ranking der Zweitliga-Clubs vorne mit dabei: Sieben Treffer markierten die Fächerstädten nach Eckbällen bisher.

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Aufgrund der Statistik könnte die Partie am Samstagabend 1:1 enden, denn das ist das häufigste Ergebnis, wenn die Badener bei den Hanseaten antreten. Aber: Eine 1:0 Führung der Gastgeber sollten die Fächerstädter tunlichst vermeiden. Denn, wenn der KSC auswärts mit 0:1 hinten liegt, konnte er bisher nie einen Dreier einfahren.

Auch der HSV kämpft bis zum Schluss

Das aktuelle Team des HSV ist das Jüngste der 2. Bundesliga. Die Mannschaft des KSC steht in dieser Tabelle im hinteren Drittel. Die Heimbilanz des HSV gegen den KSC macht der Eichner Elf nicht allzu viel Hoffnung: In den vergangenen zwölf Partien konnten die Karlsruher nur einmal als Sieger vom Feld gehen. Immerhin fünf Begegnungen endeten unentschieden. Die Tordifferenz dabei: 25 zu zehn für die Rothosen.

Christian Eichner (KSC Trainer) im Training.
Christian Eichner (KSC Trainer) im Training. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Den letzten Dreier beim HSV verbuchten die Badener 1992, mit einem 1:2 Erfolg. Torhüter bei den Badenern: Oliver Kahn. Torschütze: Wolfgang Rolff, der Vize-Weltmeister in Reihen des KSC traf doppelt. Das aktuelle Team der Hamburger ähnelt dem des KSC. Aufgeben, auch bei einem Rückstand, ist nie eine Option.

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Ein Beleg dafür: Der Elf von Trainer Tim Walter, dem absoluten Fußballfachmann, gelangen in der Schlussviertelstunde die meisten Treffer in der 2. Bundesliga. Der HSV hat in den 15 zuletzt ausgetragenen Pflichtspielen immer mindestens einen Treffer erzielt. Dem KSC gelang dieses Kunststück in den zehn zuletzt absolvierten Begegnungen.

Tim Walter gegen den Ex-Verein

Der HSV erzielt gegen den KSC im Schnitt 1,6 Treffer, der KSC bringt es auf exakt ein Tor. Eichner Assistent Zlatan Bajramovic war schon Kotrainer beim HSV. Damals Assistent vom später beim KSC total erfolglosen Mirko Slomka. HSV Mittelfeldspieler Jonas Meffert spielte ebenso für den KSC, wie sein Kollege im HSV Mittelfeld: David Kinsombi.

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Wie Eichner verdiente sich auch der aktuelle HSV-Chefcoach Tim Walter seine ersten "Trainer-Sporen" in der KSC-Jugendabteilung. Damals wie heute ist Julian Hübner sein Assistent. Eichner und Walter gelten als ungemein fleißig und detailversessen.