Das könnte Sie auch interessieren

Lange Zeit passierte im Karlsruher Dauerregen wenig. Auch wenn der KSC nach 20 Minuten offensiv etwas mutiger wurde, wirkliche Torgefahr strahlten die Hausherren nicht aus. Ein Schuss von Marc Lorenz weit über das Gehäuse (22. Spielminute) war eine der wenigen nennenswerten Aktionen. Zumindest bis zur 30. Spielminute, als es nach einem Foul von Lion Schweers an Marvin Pourié Elfmeter für die Badener gab. Anton Fink übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0.

Münster sieht Rot - KSC schlägt noch zweimal zu

Das Geschehen nahm nun deutlich Fahrt auf und wurde ruppiger. Die Folge: Ole Kittner sah nach einem Foul an Lorenz, als er ihn von hinten von den Beinen holte, die Rote Karte (37.)! Eine durchaus harte Entscheidung, die der KSC in der Folge aber für sich zu nutzen verstand. Denn nur zwei Minuten später gab es erneut Foulelfmeter für die Hausherren. Dieses Mal kam Sandrino Braun gegen Manuel Stiefler zu spät. Lorenz übernahm die Verantwortung – und beförderte den Ball zum zweiten Mal ins linke untere Eck zum 2:0 (42.).

Die starke KSC-Viertelstunde krönte schließlich Burak Camoglu, der nach Zuspiel von Pourié alleine auf das Gästetor zulaufend den dritten Treffer nachlegte und damit schon vor der Halbzeitpause den Deckel auf den Heimsieg setzte (43.).

Camoglu legt Traumtor nach und muss dann verletzt runter

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Karlsruher, bei denen der mit Gelb vorbelastete Daniel Gordon in der Kabine geblieben war, alles im Griff und suchte den Weg nach vorne. Der Lohn war das 4:0 in der 56. Minute. Wieder war es Camoglu, dieses Mal schlenzte er den Ball von der Strafraumgrenze genau ins lange obere Toreck. Die Gäste aus Münster waren zu diesem Zeitpunkt längst bedient.

Doch kurz darauf war der Arbeitstag des Deutsch-Türken unfreiwillig früh beendet. Camoglu verletzte sich bei einer Aktion an der Torauslinie am Knie, musste gestützt und unter aufmunterndem Beifall von den Tribünen in die Kabine begleitet werden. Seine Kollegen auf dem Feld vergaben unterdessen einige gute Möglichkeiten, um das Ergebnis noch weiter in die Hähe zu schrauben. So mussten die Fans bis zur 79. Spielminute warten, ehe Pourié den 5:0-Endstand herstellte.

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon (46. Kobald), Pisot, Roßbach - Stiefler, Wanitzek - Camoglu (65. Choi), Lorenz - Fink, Pourié (82. Sané).