Wenn der "große" Karlsruher-SC den "kleinen" SV Sandhausen empfängt, ist inzwischen eines klar: Die Karlsruher sind gegen den "Dorfclub" – Außenseiter. Der Blick auf die Tabelle bestätigt das. KSC: Rang 16, drei Tore erzielt, neun Treffer kassiert. Sandhausen: Rang 6, vier Tore erzielt, drei Treffer kassiert.

Vor einem Jahr war die Lage komplett anders

Vor einem Jahr stand der Wildparkclub nach drei Spieltagen mit sieben Zählern auf Position zwei, jetzt belegen die KSC´ler wie erwähnt den bedrohlichen Rang 16, mit einem Pünktchen auf der Habenseite. Dort stand vor einem Jahr der SVS.

Das Trainer Trio Dimitrios Moutas (KSC Co-Trainer), Cchristian Eichner (KSC Co-Trainer) und Alois Schwartz (KSC Trainer)
Das Trainer Trio Dimitrios Moutas (KSC Co-Trainer), Cchristian Eichner (KSC Co-Trainer) und Alois Schwartz (KSC Trainer) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Vor diese Fakten ist auch klar: Der KSC muss dieses Baden-Derby gewinnen, um nicht frühzeitig den Anschluss ans Mittelfeld zu verlieren. Aber Achtung: Diese Gemengelage kommt dem Team aus dem Hardtwald absolut entgegen.

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Die Schützlinge von Trainer Alois Schwartz – einst Aufstiegstrainer beim KSC – können abwartend agieren, auf Konter setzen und mit dem von Schwartz bei jedem seiner Clubs erfolgreich gezeigten Umschaltspiel auf Punktejagd gehen.

Treffen mir dem Ex

Schwartz war von Sommer 2017 bis Anfang 2020 in Karlsruhe auf der Trainerbank gesessen. Assistent damals: Christian Eichner – der aktuelle KSC-Chefcoach. Unter der Regie von "Alu" Schwartz wurde die Defensive der Kurpfälzer bärenstark. Sandhausen beendete die Rückrunde der vergangenen Saison mit den wenigsten Gegentoren.

Unter Schwartz rührte das Team "Hardtwald-Beton" an, trat diszipliniert, robust und kampfstark auf. Der SVS hat sich das Prädikat "unbequemer Gegner" erarbeitet und verdient. Beim KSC stehen mit Daniel Gordon, Malik Batmaz und Marco Thiede drei Profis im Kader, die auch schon ihr Geld in Sandhausen verdienten.

Marco Thiede (KSC 21) am Ball.
Marco Thiede (KSC 21) am Ball. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Beim SVS steht seit Saisonstart David Kinsombi unter Vertrag, der spielte auch schon für den KSC. Teammanager im Sandhausen: Philipp Klingmann, der einst beim KSC als Rechtsverteidiger den Durchbruch in Liga zwei schaffte.

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Das häufigste Ergebnis im Baden Derby – 1:1. Von den letzten 15 Duellen gewannen die Fächerstädter sechs, fünf Partien endeten remis. In der vergangenen Saison verlor der KSC das Heimspiel, die Partie im Hardtwald endete 0:0. Die Wildparkprofis konnten keines ihren letzten fünf Heimspiele gewinnen.

Schwartz: "Können gegen jeden Gegner gewinnen"

Die Karlsruher sollten einen Rückstand tunlichst vermeiden, denn gerät die Eichner Elf in einem Heimspiel mit 0:1 ins Hintertreffen, gewinnt sie nur noch 14 Prozent dieser Spiele. Der SVS erwies sich zuletzt als treffsicher, erzielte in den sechs zuletzt ausgetragenen Begegnungen immer ein Tor.

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Der KSC erzielt gegen den SVS im Schnitt 1,6 Tore, der SVS bringt es nur auf 0,8. Eines überrascht: Der SV Sandhausen hat in dieser Saison bisher mehr Chancen herausgespielt als der KSC. Vielleicht ist Schwartz auch deshalb selbstbewusst, was die Zukunft des Dorfvereins angeht: "Wir können – wenn wir alles abrufen – gegen jeden Gegner in dieser Liga gewinnen."