In der 2. Bundesliga ist - Crunch Time! Soll heißen: Es kommt für die Teams die entscheidende Phase. Für KSC-Gegner Fortuna Düsseldorf trifft das absolut zu. Die Partie am Sonntag im Wildpark ist für die Fortunen eminent wichtig, denn das Team aus der Hauptstadt von NRW belegt in der Tabelle Position 13, hat 32 Punkte auf der Habenseite - nur vier mehr als Dynamo Dresden, das den Relegationsrang innehat.

Düsseldorf droht die Relegation

Mit dem direkten Abstieg dürften die Düsseldorfer nichts mehr zu tun bekommen, denn der Vorsprung auf den FC Erzgebirge Aue, das den ersten Abstiegsrang belegt, ist mit 13 Zählern wohl ausreichend groß. Aber: Endgültig ist das Abstiegsgespenst noch nicht verbannt.

Lukas Fröde (KSC 4) Grätscht zum Ball.
Lukas Fröde (KSC 4) Grätscht zum Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Crunch-Time" - dies trifft für den KSC nur bedingt zu. Die Elf von Trainer Christan Eichner kann einigermaßen beruhigt in die Schlussphase der Saison gehen. Denn die Blau-Weißen haben 37 Zähler auf dem Konto und bei noch sieben auszutragenden Begegnungen sollte die magische 40-Punkte-Marke, die den Klassenerhalt sichert, noch locker übersprungen werden.

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Dennoch: Ein Heimsieg gegen Düsseldorf wäre eine tolle Beruhigungspille. Coach Eichner mahnt zwar: "Es bleibt noch einiges zu tun, bis wir unser Ziel erreicht haben", gibt sich dann aber auch selbstbewusst und zuversichtlich: "Wir haben in allen verbleibenden Spielen die Möglichkeit zu gewinnen."

Düsseldorf: wenig Tore gemacht, wenig Tore kassiert

Düsseldorf ist nicht sehr torgefährlich, hat nur 33 Tore erzielt. Der KSC dagegen: 46. Kein Zweitligaprofi erzielte so viele Heim-Tore wie "Tormaschine" Philipp Hofmann: elf. Allerdings kassierte die Fortuna nur 34 Treffer, die Fächer-Städter mussten 40 hinnehmen.

Der Düsseldorfer Torschütze zum 2:1 Rouwen Hennings (M) jubelt mit Jakub Piotrowski (r) und Khaled Narey (2.v.r).
Der Düsseldorfer Torschütze zum 2:1 Rouwen Hennings (M) jubelt mit Jakub Piotrowski (r) und Khaled Narey (2.v.r). | Bild: Roland Weihrauch/dpa

Mit Khaled Narey haben die Gäste den besten Vorlagengeber der Liga in ihren Reihen. Der Außenbahn Spieler bereitete elf Treffer vor. Zwei mehr als Philip Heise, der beste KSC-Vorbereiter. Heise spielte übrigens in der Jugend für die Fortuna und lebte lange in Meerbusch bei Düsseldorf.

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Ex-KSC-Angreifer Rouwen Hennings ist seit einigen Jahren bei der Fortuna unter Vertrag. Im KSC-Kader hat Robin Bormuth die längste Erfahrung in Diensten der Düsseldorfer. Der Abwehrspieler stand sieben Jahre bei der Fortuna unter Vertrag, ehe er in den Wildpark wechselte – jetzt geht’s nach Paderborn.

Letzter KSC-Heimsieg in Liga zwei gegen Düsseldorf war 1998

In den Reihen der Düsseldorfer steht Matthias Zimmermann, der wurde im Wildpark ausgebildet. Die Fortuna gewann die letzten vier Zweitligaspiele gegen den KSC. Gegen kein anderes Team aus dem Fußball-Unterhaus haben die Düsseldorfer eine derart lange Siegesserie.

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) grätscht zum Ball beim versuchten Torschuss.
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) grätscht zum Ball beim versuchten Torschuss. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Neunmal traten die Badener in Liga zwei im Wildpark gegen die Düsseldorfer an. Nur das erste Spiel davon - 3:1 im September 1998 - gewannen die Fächerstädter. Seither ist der KSC in Heimspielen sieglos. Die Aufstellung des Karlsruher SC beim Heimsieg:

Jentzsch - Buchwald, Molata, Mladinic - Kienle, A. Zeyer, Schwarz, Bäumer, Guié-Mien - Krieg, Meissner

Torschützen; Schwarz, Guiê-Mien, Krieg

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Seit Daniel Thioune in Düsseldorf Christian Preußer als Cheftrainer abgelöst hat, holten die Fortunen in sechs Spielen zwölf Punkte. So viele, wie unter Vorgänger Preußer insgesamt. Und: Seit Thioune Cheftrainer ist, kassierten die Fortunen nur vier Gegentreffer. Ligabestwert in diesem Zeitraum.

Fremde Stadien liegen der Fortuna nicht

Aber: Auswärts schwächelte der KSC-Gegner zuletzt, blieb in vier Begegnungen in Folge ohne Sieg. Der KSC ist der laufenden Saison heimstärker als in der Spielrunde zuvor. So wurden bisher 21 Heimpunkte verbucht -so viele wie in der kompletten Saison 2020/2021.

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Das liegt auch daran: Der KSC ist enorm torgefährlich, traf in 24 von 27 Spielen. Achtung KSC! Da liegt eine Chance: Gegen Spielende ist die Fortuna anfällig, 14 Gegentore kassierten die Düsseldorfer in der Schlussviertelstunde – so viele wie kein anderes Zweitligateam. "Die späten Tore haben uns allein in den beiden letzten Spielen vier Punkte gekostet", sagte Thioune.