Die Karlsruher hatten sich ihr Heimspiel einen Tag vor der Mitgliederversammlung ganz anders vorgestellt: "Wir lassen eine Chance zu und der Ball geht rein. Wir lassen eine zweite Chance zu und der Ball ist wieder drin", meint Gordon. "Da wurden wir eiskalt bestraft."

Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Die Entscheidende Phase war dann kurz vor der Halbzeitpause. Nach dem 1:3-Anschlusstreffer von Anton Fink hatte der KSC die Möglichkeit auf 2:3 zu stellen - und wurde stattdessen erneut eiskalt erwischt. "Da müssen wir uns schon ankreiden, dass wir da als Mannschaft nicht gut gearbeitet haben", meint Gordon.

Keeper Uphoff deutlich: "Diese Niederlage war verdient"

Ähnlich sieht es auch Benjamin Uphoff, der knallhart analysierte: "Diese Niederlage war verdient." Schon gegen Aalen, Cottbus und Rostock habe der KSC aus seiner Sicht spielerisch nicht überzeugt, "jetzt sind die Gegentore halt mal gefallen." Wie zu oft in dieser Saison haben die Blau-Weißen zu viele Chancen zugelassen. 

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Das 2:0 nimmt Uphoff komplett auf sich, als er den Ball abprallen ließ und der SVWW abstauben konnte. "Man muss aber auch sagen, dass wir bis zum 3:0 nur einen Torschuss hatten", verweist er darauf, dass es in keinem Mannschaftsteil an diesem Tag rund lief. "Das ist offensiv und defensiv im Moment einfach zu wenig."

"Es ist eine Einstellungssache"

"Heute sind wir für die Leistung der letzten Wochen bestraft worden", meint Uphoff. Er nimmt seine Mitspieler in die Pflicht: "Es ist mit Sicherheit auch eine Einstellungssache, weil wir immer eine Phase im Spiel haben, in der wir immer pennen und nicht da sein. Das muss eine Kopf-Sache sein, das hat nichts mit Qualität zu tun."

Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Auch Gordon fordert von seinen Mitspielern, dass im Training nun weiter hart gearbeitet wird, "denn wir bekommen nichts geschenkt." Schon am Samstag gegen Unterhaching bekommt der KSC die Chance zur Wiedergutmachung. Dann allerdings müssen die Blau-Weißen dahin zurückfinden, was sie vergangene Saison so stark gemacht hat: defensive Stabilität.