Einen Fakt gilt es für die Regensburgpartie zu berücksichtigen: Die Elf des Gastgebers ist körperlich noch stärker als die des SV Sandhausen. "Darauf müssen wir uns einstellen.“ An der Taktik, mit einer Raute im Mittelfeld zu agieren, hält der KSC Coach fest: "Das sieht anständig aus.“

Lob für Trainer und Spieler

Dann gibt es ein Sonderlob für Kapitän Jerome Gondorf: "Ihm gilt es, ein großes Kompliment zu machen. Er geht vorneweg, auch läuferisch ist er richtig, richtig  gut.“ In Regensburg erwartet "Eiche“ "ein enges Spiel. Das war dort immer so. Natürlich wollen wir am Ende als Sieger vom Platz gehen.“

Jerôme Gondorf
Jerôme Gondorf | Bild: Thomas Riedel

Regensburgs Coach Mersad Selimbegovic hält Eichner für "einen super sympathischen Trainer, der immer wieder aus wenigen finanziellen Möglichkeiten viel macht. Er liefert tolle Trainerarbeit ab.“ Eines zeichnet die Bosse von Jahn Regensburg aus: Der Club erwirtschaftet Jahr für Jahr Gewinn.

Christian Eichner
Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Das liegt vorwiegend am klaren sportlichen Konzept, an der gewinnbringenden Kaderplanung. Man holt nach intensivem Scouting junge Spieler, oft aus unteren Klassen, entwickelt die - und macht beim Weiterverkauf Gewinn. Davon träumt man beim KSC seit einigen Jahren.

Spieler kommen und gehen

Die letzten Spieler, die aus unteren Klassen kamen und sich beim KSC durchsetzten, waren - Grischa Prömel und Manuel Torres. Vor dieser Spielrunde verließen wieder etliche Profis den Jahn, der Club verlor fast das halbe Team.

hintere Reihe (von links nach rechts): Sportpsychologe Alexander Brink, Torwarttrainer Markus Miller, Rehatrainer Wendelin Wäcker, ...
Die aktuelle Mannschaft des KSC. | Bild: Thomas Riedel

Daraus resultiert eine Gemeinsamkeit mit dem KSC: Das Ziel der Clubs heißt Klassenerhalt. Die Stammspieler Max Besuschkow (Hannover), Erik Wekesser (Nürnberg) oder Torwart Alexander Meyer (Dortmund) gingen.

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Auch der Verlust der Leihspieler Jan-Niklas Beste (Heidenheim, war von Bremen ausgeliehen), Sarpreet Singh (Bayern München II), Carlo Boukhalfa (St. Pauli, war von Freiburg ausgeliehen) und David Otto (St. Pauli, war von Hoffenheim ausgeliehen) schmerzt.

Führende Zweikämpfer in der Liga

In der Domstadt ist Mersad Selimbegovic in seinem vierten Jahr Chefcoach. Kapitän dort: Benedikt Gimber, ein Ex-KSC´ler. Mit Sturm-As Andreas Albers setzt der Jahn weiter auf Pressing. Aber: nicht immer mit Erfolg, denn der SSV ließ unter allen Zweitligisten die meisten gegnerischen Pässe ins eigene Drittel zu.

KSC - Sandhausen August 2022
Kann der KSC im Zweikampf mithalten? | Bild: Mia

In der vergangenen Saison spielte der SSV eine phänomenale Hinrunde, stürzte in der Rückserie auf den 15. Platz ab. Das große Plus beim KSC Gegner: die Kampfstärke. Die Oberpfälzer haben mehr Zweikämpfe geführt und gewonnen als alle andere Zweitligisten.

Der KSC Gegner kassiert zu Hause keine Gegentreffer

Das große Manko: die Chancenverwertung. Da war – und ist – nur auf Albers Verlass. Die Reisen in die Domstadt waren für die Fächerstädter zuletzt nicht von allzu großem Erfolg geprägt. Von den letzten fünf Begegnungen wurde keine gewonnen, drei endeten zumindest remis.

Der KSC Gegner kassierte in dieser Saison in keinem Heimspiel einen Treffer. Gehen die Oberpfälzer im Jahn Stadion mit 1:0 in Führung, gewinnen sie 70 Prozent dieser Partien. Liegt der KSC auswärts mit 0:1 zurück - gab es nur Niederlagen.

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Der SSV Jahn erzielt gegen die Badener im Schnitt 1,2 Tore, dem KSC reichte es zu 0,8 Treffern. In der vergangenen Saison trennte man sich zweimal unentschieden.