Der 1. FC Heidenheim sei kein einfacher Gegner für den KSC. "Die Heidenheimer sind seit Jahren dafür bekannt, dass sie sehr bissig und ausdauernd spielen. Sie sind immer mit ganzem Herzen dabei und laufen so lange, bis der Schiedsrichter abpfeift. Manchmal sogar darüber hinaus", sagt Christian Eichner auf der wöchentlichen Online-Pressekonferenz des KSC.

Das könnte Sie auch interessieren

Infolgedessen sei es notwendig, das Spiel der Blau-Weißen so weit anzupassen, dass man den Spielstil der Gäste auskontern könne. "Das ist natürlich nicht einfach. Denn erstens sind die Mannschaften in der zweiten Liga nie einfach so vorherzusagen und immer für Überraschungen gut und zweitens hatten wir einige Ausfälle, vor allem auf der rechten Seite", erklärt Eichner.

"Wir mussten die gesamte Rechte Seite ersetzen"

Der Ausfall von Mittelfeldspieler Kyoung-Ruk Choi aufgrund seiner Gelb-Roten Karte und der Verletzung on Rechtsverteidigers Marco Thiede sei, eine große Herausforderung für den Trainer. "Im Prinzip bin ich gezwungen, die gesamte rechte Seite zu ersetzen", so Eichner. Aufgestockt werde sein verletzungsgeplagtes Team aktuell vor allem durch Spieler aus der Akademie.

Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Training
Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Training | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Wer genau auf der rechten Seite auflaufen werde, wisse Eichner derzeit selbst noch nicht. Allerdings hätten sich "alle Neuzugänge toll in die Mannschaft eingebracht, sowohl spielerisch als auch menschlich", sagt der Cheftrainer. Ob das alleine reiche, sei allerdings nicht gesagt, denn neue Spieler trügen kaum zur Beständigkeit des Spielstils bei - und diese Beständigkeit fehle dem KSC bisweilen.

"Was wir brauchen ist Sinnesschärfe"

"Natürlich ist jedes Spiel anders und nicht jedes kann auf dieselbe Weise bestritten werden", sagt Eichner. "Aber trotzdem sollten die Strategien und auch Fähigkeiten, die wir im Training erarbeitet haben, während des Spiels auch routiniert umgesetzt werden.Momentan haben wir da einen zu großen Ausschlag." Das sei auch ein Grund für die Vielzahl an Gegentoren, die der KSC diese Saison hinnehmen musste.

Das könnte Sie auch interessieren

Auf die Frage, wie man Gegentore verhindern könnte, antwortet Eichner: "Wir brauchen mehr Sinnesschärfe." Im Klartext: Die Fehler müssten der Mannschaft klar werden, bevor sie sie begeht. "Dafür haben wir die Gegentore per Video analysiert, besprochen und ins Training eingebunden."

"Wir können drei Punkte holen"

Trotz all dieser Hürden glaub Eichner an die Fähigkeiten der Mannschaft. "Natürlich braucht es Zeit bis die Mannschaft mit neuen Spielern rundläuft. Aber die Spieler sind sehr selbstkritisch und lernwillig. Außerdem ist im letzten halben Jahr viel gutes passiert und wir konnten unsere Fähigkeiten trotz zahlreicher Rückschläge oft unter beweis stellen", meint der Trainer.

Das könnte Sie auch interessieren

"Alles in allem glaube ich, dass wir innerhalb der zweiten Liga genau da stehen wo wir hingehören und dass wir gegen den 1. FC Heidenheim durchaus drei Punkte holen können. Ich bin davon überzeugt, dass am Sonntag alles möglich ist."