Der KSC ist Tabellenführer! Zwar nicht im offiziellen Ranking der Zweiten Bundesliga, aber auf dem einen oder anderen Gebiet. Zum Beispiel bei der Chancenverwertung sind die Badener besser als alle anderen Zweitligisten. 151 Chancen wurden kreiert. Das ist zwar Mittelmaß in der Liga, aber 34,4 Prozent der guten Gelegenheiten wurden zu Toren genutzt. Das ist der Topwert dieser Spielklasse.

Ein Duell der "Sieglos-Teams"

Noch einen Ligabestwert hat der KSC inne. Man ließ nur 207 hohe Ballgewinne zu - weniger als jedes andere Team. Aber: Die Badener ließen danach 54 Torschüsse zu - mehr als jeder andere Zweitligist. Und noch ein Ligabestwert: Der KSC erzielte in der Rückrunde bisher zehn Tore nach Standards. Aber: In den letzten acht Begegnungen gelang den Badenern nur ein Sieg, eine ziemlich bittere Bilanz.

Das könnte Sie auch interessieren

Und: Wenn die Badener am Sonntag zum letzten Heimspiel der Spielrunde Dynamo Dresden empfangen, dann ist das ein Treffen der "Sieglos-Teams" der Liga. Der KSC lieferte zuletzt fünf Sieglosspiele in Folge ab, Dresden wartet gar seit 15 Spielen auf einen Dreier. Dennoch konnten die Sachsen den direkten Abstieg vermeiden, können noch über eine erfolgreiche Relegation den Klassenerhalt sichern.

Ausschlaggebender Heimvorteil?

Die Lage: Sandhausen, das den 15. Tabellenplatz belegt und sieben Punkte Vorsprung hat, ist bei zwei verbleibenden Spielen nicht mehr einzuholen. Da auch der Tabellenvorletzte aus Aue in diesem Zeitraum keine acht Zähler Rückstand aufholen kann, sind die Sachsen zum dritten Mal am Ende einer Spielrunde in der Relegation gelandet.

Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf.
Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf. | Bild: Tim Carmele

Dresden gewann drei der letzten vier Zweitligaspiele gegen den KSC. Aber: im Wildpark sind die Blau-Weißen gegen die Schwarz-Gelben enorm erfolgreich. Von zehn Pflichtspielen gewannen die Karlsruher acht. Der Punkteschnitt in Heimspielen - 2,17. Bestwert der Badener gegen einen Zweitligisten. Die Dynamos präsentierten sich in der Rückserie offensiv bisher kopfballstark, vier der elf Treffer waren Kopfballtore.

Christoph Daferner - Ein gefährlicher Gegner aus Sachsen

Doch in der Defensive war das nicht der Fall. Da kassierten sie acht von 21 Gegentoren - per Kopf. Beide Teams ließen im Laufe der Saison neun Treffer nach Kontern zu. Bester Torschütze in der Mannschaft aus der sächsischen Metropole mit 554.649 Einwohnern ist Angreifer Christoph Daferner mit 14 Pflichtspieltreffern. Daferner ist auch einer der laufstärksten Spieler der zweiten Bundesliga.

Christoph Daferner traf vom Elfmeterpunkt zum 1:0 für Dynamo.
Christoph Daferner (33), Mittelstürmer bei Dynamo Dresden. | Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Torjäger lief durchschnittlich weit mehr als zehn Kilometer pro Partie. Die meisten Vorlagen gelangen Routinier Chris Löwe: vier. Die Dynamos sind in den ersten 15 Minuten sehr anfällig, mussten in diesem Zeitraum zehn Gegentreffer hinnehmen. Soll heißen: Ein KSC-Blitzstart wäre eine gute Basis für einen Heimdreier.