Beim Spiel der Tabellennachbarn Regensburg und Karlsruhe sind die Badener Favorit. Denn: Die aktuelle Form spricht für die Fächerstädter. Zwar haben die Eichner Schützlinge zuletzt ihr Spiel in der 2. Bundesliga beim FC St. Pauli verloren - aber die Regensburger hecheln seit Wochen einem Erfolgserlebnis hinterher. In den letzten sechs Partien gelang dem Jahn kein Dreier. Es reichte nur zu einem mageren Unentschieden. Letzter Sieg: Am 16. Januar, ein 3:0 Erfolg in Sandhausen.

Der Neunte empfängt den Zehnten

Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic wird alles versuchen, den Abwärtstrend im Wildpark zu stoppen. Für den KSC geht es gegen den Jahn auch darum, nicht in eine ähnliche Negativspirale zu kommen.

Mersad Selimbegovic (Regensburg Trainer) ist laut und unzufrieden.
Mersad Selimbegovic (Regensburg Trainer) ist laut und unzufrieden. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die aktuelle Tabellensituation: Der KSC belegt Rang neun, Regensburg Position zehn. Die Badener haben einen Zähler mehr auf dem Konto. Beide Teams haben 42 Treffer markiert, die Karlsruher kassierten ein Tor mehr als der kommende Gegner.

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Auch am vergangenen Spieltag, beim Abstiegsaspirant Erzgebirge Aue, hatte die Jahn-Elf um den Ex-KSC Profi Benedikt Gimber - inzwischen gar Kapitän bei den Domstädtern - das Nachsehen. "Das war katastrophal", benannte Gimber die Darbietung in der ersten Hälfte treffend. Man habe sich viel vorgenommen, "und dann spielen wir uns selber um Kopf und Kragen", ärgerte er sich über die Fehler der Kollegen.

Regensburg hat Probleme mit Pressing

Taktisch wurde in Aue deutlich: Regensburg bekommt große Probleme, wenn man sie früh attackiert, dann sind die Profis aus der Stadt an der Donau im Moment nicht dazu in der Lage, das Spiel schnell und zielgerichtet nach vorne zu tragen, dann wird meist mit langen Bällen agiert, dann unterlaufen Fehler. Stark trumpfte bei der Partie im Erzgebirge der zuvor lange verletzte Niklas Beste auf.

Karlsruher SC - Jahn Regensburg
Bild: Mia

Beste und KSC-Profi Benjamin Goller haben einiges gemeinsam. Beide fühlen sich auf den offensiven Außenbahnen am wohlsten, beide stehen (eigentlich) beim SV Werder Bremen unter Vertrag und beide sind von Werder ausgeliehen. Im Ranking Chancenverwertung sind beide Teams ganz vorne zu finden. Der KSC führt da die Tabelle an, mit 35,3 Prozent der Chancen, die zu einem Tor genutzt wurden. Jahn belegt Position drei mit 33,6 Prozent.

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Bisher gab es zehn Duelle zwischen den Clubs. Zwei davon konnten die Karlsruher gewinnen, fünf endeten unentschieden. Der letzte Dreier im Wildpark gelang dem SSV Jahn im Jahr 2003. Vergangene Saison gewannen die Regensburger ihr Heimspiel, die Partie im Wildpark endete unentschieden.

KSC zuletzt stark im Wildpark

Positiv für die Fächerstädter: Die letzten drei Heimspiele blieb man unbesiegt. Und: Nur in zwei der bisher 13 Begegnungen, die in der laufenden Spielrunde in der Baustelle Wildpark angepfiffen wurden, blieben die Badener ohne eigene Treffer.

KSC - Schalke 04 am 26. Februar
Bild: Mia

Schaffen es die Schützlinge von Christian Eichner zu Hause mit 1:0 in Führung zu gehen, gewinnen sie 71 Prozent der Begegnungen. Gelingt Regensburg auswärts der erste Spieltreffer, gestalten sie die Hälfte aller Partien siegreich.

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Die KSC Akteure treffen gegen Regensburg im Schnitt 1,4-mal, Regensburg 1,2-mal. Der KSC Trefferschnitt in den Heimspielen: 1,79 pro Partie. Allerdings hat Regensburg im Moment eine Torflaute, wartet seit drei Spielen auf einen eigenen Treffer.