Schon vor dem Spiel im ausverkauften Wildparkstadion gab es einen ersten Gänsehautmoment. Martin Stoll wurde nach 233 Spielen für die Badener offiziell verabschiedet. Auch Torwarttrainer Kai Rabe verlässt den Verein. Dazu gab es eine Ehrung durch Vertreter der Stadt, angeführt von Oberbürgermeister Frank Mentrup, für die Aufstiegsmannschaft.

Beste Stimmung auf den Rängen, wenig Action im Spiel

Auf dem Rasen passierte dann lange Zeit wenig. Während die Fans ihre Mannschaften lautstark unterstützten, lief das Geschehen vorwiegend im Mittelfeld ab. Nach einer Viertelstunde kam der KSC dann erstmals gefährlich in den Strafraum, zögerte mit dem Abschluss aber zu lange.

Das letzte Heimspiel der Saison steht an. Machen die Jungs die drei Punkte klar?
Das letzte Heimspiel der Saison steht an. Machen die Jungs die drei Punkte klar? | Bild: Anya Barros

Nach 20 Minuten dann der erste richtige Warnschuss des Aufsteigers, als Marvin Pourié in Folge eines Freistoßes den Ball neben das Tor setzte. Nach einer halben Stunde musste dann auch Uphoff erstmals eingreifen, hielt sich beim Schuss von Björn Jopek aber schadlos. Dazu wurde die Situation wegen einer Abseitsposition ohnehin abgepfiffen.

Sohm schockt KSC – Fink eiskalt vom Punkt

Fast schien es schon so, als ob sich beide Mannschaften mit dem torlosen Unentschieden zur Halbzeitpause begnügen würden. Doch dann schlug der Gast aus Halle doch noch zu. Nach einem hohen Ball von der linken Seite war Pascal Sohm mit dem Kopf zur Stelle und traf ins lange Toreck (40. Spielminute).

Burak Camoglu (KSC 2) stürmt mit dem Ball auf das hallesche Tor, gegen Tobias Schilk (Hallescher FC 2), hinten Kai Eisele (Torwart ...
Burak Camoglu (KSC 2) stürmt mit dem Ball auf das hallesche Tor, gegen Tobias Schilk (Hallescher FC 2), hinten Kai Eisele (Torwart Hallescher FC 1). | Bild: Tim Carmele

Das Tor tat dem Geschehen gut, der KSC spielte in der Schlussphase deutlich engagierter – und kam sogar noch zum Ausgleich. Nach einem Foul an Burak Camoglu verwandelte Anton Fink den fälligen Strafstoß per Flachschuss ins linke untere Eck zum 1:1 (45. Spielminute).

KSC macht Druck, Halle das Tor

Im zweiten Durchgang passierte dann lange Zeit wenig. Eine scharfe Hereingabe von Pourié auf Kyoung Rok Choi, die dieser aber verpasste, war die erste gute Gelegenheit (63.). Dazu wurde ein Schuss von Fink vor der Linie geklärt (66.). Kurz darauf scheiterte Fink an Eisele, Pourié blieb an der Hintermannschaft der Gäste hängen (68.).

Das Tor fiel dann aber doch auf der Gegenseite. Der zur Halbzeit eingewechselte Braydon Marvin Manu traf mit einer sehenswerten Einzelleistung auf der linken Seite zum 1:2 (71.). In der letzten Viertelstunde schenkte Cheftrainer Alois Schwartz dann noch einmal Stoll ein paar Einsatzminuten und damit einen würdigen Abschied.

Mit dem erhofften Sieg wurde es aber nichts für den KSC, Maximilian Pronichev machte mit dem 1:3 den Deckel auf die Partie (80.). Daran änderte auch der 2:3-Anschlusstreffer von Marvin Wanitzek nichts mehr (88.). Doch spätestens nach Schlusspfiff war das auch schon wieder egal - denn dieser war zugleich der Startschuss zur großen Aufstiegsparty!

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff, Camoglu, Gordon (76. Stoll), Pisot, Roßbach, Pourié, Wanitzek, Röser, Thiede, Fink (83. Batmaz), Choi (68. Möbius).