Nach einer kurzen Wintervorbereitung inklusive Trainingslager im spanischen Estepona tritt der Karlsruher SC am Samstag (20.30 Uhr) beim SV Darmstadt 98 an. Im Hinspiel gewann die Mannschaft von Christian Eichner noch souverän mit 3:0, mittlerweile haben die Hessen aber bereits zehn Punkte mehr auf dem Konto als der KSC.

Darmstadt hat die beste Offensive

Vor allem offensiv überzeugt Darmstadt in dieser Saison, keine Mannschaft in der 2. Bundesliga hat mehr Treffer erzielt (41). 250 Zuschauer dürfen ins Stadion am Böllenfalltor, Gästefans sind jedoch nicht zugelassen.

Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auf der Online-Pressekonferenz am Freitag sagt KSC-Trainer Christian Eichner mit Blick auf die Auswärtsfahrt: "Wir werden versuchen, erfolgreich ins Jahr zu starten. Dafür haben wir uns gut vorbereiten können und hatten klasse Bedingungen im Trainingslager. Deshalb fahren wir frohen Mutes nach Darmstadt und freuen uns, dass es wieder losgeht."

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Die Ausfallliste ist bei den Karlsruhern jedoch unverändert lang. Malik Batmaz, Robin Bormuth, Kyoung-Rok Choi, Leon Jensen und Sebastian Jung fehlen verletzt. Tim Breithaupt sitzt eine Gelb-Sperre ab und der Status von Ersatztorhüter Markus Kuster (Erkältung) ist fraglich. 

Kaufmann nach Corona-Infektion zurück

Dafür ist Offensivspieler Fabio Kaufmann seit Mittwoch wieder im Training, für einen Einsatz am Samstag müsse laut Eichner aber noch das Abschlusstraining abgewartet werden. "Es gibt die Möglichkeit, dass er im Bus sitzt", so Eichner. Marc Lorenz steht nach seiner Schulterverletzung gegen den Hamburger SV am 13. Spieltag zumindest wieder im Kader.

Lucas Cueto (KSC 17) im Duell mit Fabio Kaufmann (KSC 39)
Lucas Cueto (KSC 17) im Duell mit Fabio Kaufmann (KSC 39) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Aufgrund der eingeschränkten Personalsituation hatten wir im Trainingslager einige Jungs aus der Akademie dabei und Tim Rossmann, Stefano Marino, Efe-Kaan Sihlaroglu werden morgen auch im Kader stehen", sagte Eichner. "Wir hätten auch keine Probleme damit, die Jungs reinzuwerfen."

Wie löst Eichner sein Personalpuzzle?

Offen ist noch, wer in der Innenverteidigung zum Einsatz kommt und ob die Karlsruher möglicherweise von ihrem gewohnten 4-3-3 abweichen. "Wir haben momentan die Situation, dass wir mit Tim Breithaupt einen gesperrten und mit Kyoung-Rok Choi einen verletzten Mittelfeldspieler haben. Deshalb wollte das Trainerteam der Mannschaft auch ein anderes System zur Hand geben", erklärte Eichner.

Dominik Kother (KSC19) im Zweikampf mit Tim Breithaupt (KSC 38)
Dominik Kother (KSC19) im Zweikampf mit Tim Breithaupt (KSC 38) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Im Trainingslager wurde auch ein 4-4-2-System immer wieder thematisiert, um für "alle Situationen in der Rückrunde gewappnet zu sein", so Eichner. In der Innenverteidigung konkurrieren  Routinier Daniel Gordon und Neuzugang Daniel O'Shaughnessy noch um den Platz neben Christoph Kobald. 

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Angesprochen auf das Hinspiel, bei dem der KSC die Mannschaft von Torsten Lieberknecht klar mit 3:0 bezwang, meinte Eichner: "Wir haben das Hinspiel sehr gut einschätzen können. Es war ein Spiel, dass sehr lange Zeit sehr offen war. Das ist auch unser Ziel für morgen. Darmstadt hat eine extreme Breite im Kader. Wir freuen uns auf das Spiel, das wird eine interessante Partie." 

Am Dienstag hat der KSC die historische Chance, erstmals seit der Saison 1996/1997 wieder in ein Pokal-Viertelfinale einzuziehen. Davon wollte Eichner auf der Pressekonferenz vor Darmstadt jedoch noch nichts wissen: "Ich beschäftige mich aktuell nicht mit 1860 München. Das Spiel ist am Dienstag und morgen ist Samstag."