Die Trainingswoche des Karlsruher SC wird überschattet von der schweren Verletzung von Verteidiger Sebastian Jung. Der 31-Jährige zog sich am Dienstag einen Kreuzbandriss zu und wird damit lange ausfallen. Die Fahrt nach Gelsenkirchen, wird er entsprechend nicht mit antreten.

"Eine Tragödie"

"Es ist eine Tragödie und ich kann kaum in Worte fassen wie leid es mir für ihn tut", sagt KSC-Cheftrainer Christian Eichner auf der Spieltags-Pressekonferenz des Vereins am Donnerstag. Jung habe sich schon zum Ende der letzten Saison herangekämpft und nach einer stabilen Vorbereitung bisher sehr stabile und ansprechende Leistungen gezeigt, wie Eichner betont. 

Enttäuschung bei der Karlsruhern, Sebastian Jung (KSC 2).
Enttäuschung bei der Karlsruhern, Sebastian Jung (KSC 2). | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Neben dem neuen Langzeitverletzten muss Christian Eichner auch auf Kapitän Jerôme Gondorf verzichten. Er wird aufgrund muskulärer Probleme am Oberschenkel - die er sich ebenfalls am Dienstag bei einem "rassigen Zweikampf" zuzog - die Partie in der Veltins-Arena verpassen.  "Da brechen uns zwei absolute Qualitätsspieler weg, aber wir haben noch andere gute Jungs und die dürfen morgen zeigen, wie gut sie sind", so Eichner. 

Bisher drei Kreuzbandrisse 

Neben Jung und Gondorf muss der Eichner auch auf Leon Jensen (Kreuzbandriss), Paul Löhr (Kreuzbandriss), Lazar Mirkovic (Adduktoren) und Jannis Rabold (Innenband) verzichten. Letzteren erwarte Eichner aber Anfang kommender Woche wieder auf dem Platz. Marius Gersbeck und Robin Bormuth haben derweil ihre Magenprobleme überstanden und sind bei 100 Prozent.

Christian Eichner (KSC Trainer)
Christian Eichner (KSC Trainer) | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Trotz der langen Verletztenliste sei die Vorfreude bei Eichner und der Mannschaft groß. "Wir freuen uns extrem. Wenn wir mit einer Portion Mut und Vorfreude auflaufen, erhoffe ich mir ein Spiel welches lange offenbleibt." Dazu benötige es eine gute Leistung, erst dann sei es möglich etwas Zählbares mit nach Karlsruhe zu nehmen.

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Auf eine Taktik für das Spiel am Freitag will sich Eichner auf der Pressekonferenz noch nicht endgültig festlegen. "Es kann ein 4-4-2 oder ein 4-3-3 werden, Die Dreierkette schließe ich aus", so der Trainer. Auch wer den Platz von Jerôme Gondorf übernehmen soll ließ Eichner offen.

Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Duell mit Jerome Gondorf (KSC 8)
Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Duell mit Jerome Gondorf (KSC 8) | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

"Es gibt den ein oder anderen Kandidaten der sich im Zentrum wohler fühlt und das hat dann Konsequenzen für die anderen Positionen." Wichtig sei ihm aber, dass alle die Vorgaben umsetzten und auf den Platz bekommen. 

"Werden nicht mit sieben Bussen nach Schalke fahren"

"Ich denke die Mannschaft weiß, was sie liefern muss, um gegen qualitativ hochwertige Gegner zu bestehen, das hat sie in der vergangenen aber auch schon in dieser Saison bewiesen", so der KSC-Trainer. Man habe es im bisherigen Verlauf der Saison geschafft, das eigene Tor zu schützen, aber auch Mannschaften in Bedrängnis zu bringen. "Es wird am Freitag eine gute Mischung erfordern und wir werden auf keinen Fall mit sieben Bussen nach Schalke fahren."

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Mit Blick auf den Gegner, sagt Eichner: "Sie haben sicherlich viele Neuzugänge bekommen, sie sind mittlerweile aber Schritt für Schritt zusammengekommen und werden sicherlich alles daran setzten den nächsten Sieg zu holen um dann schon frühzeitig in der Tabelle in Gefilden zu stehen wo sie auch hingehören."