Der letzte Hinrundenspieltag war für den FC Hansa Rostock richtig, richtig schlimm. Zum einen kassierte die Elf von Trainer Jens Härtel beim HSV eine 0:3 Klatsche, zum anderen sahen sowohl Torjäger John Verhoek wie auch Abräumer Lukas Fröde ihre fünfte Verwarnung, müssen am Sonntag beim KSC gelbgesperrt zuschauen.

Verhoek und Fröde nicht dabei

Der 32 Jahre alte Niederländer Verhoek ist mit bisher zehn Treffern Rostocks bester Torschütze. Für den 26 Jahre alten Mittelfeldspieler Fröde ist das besonders bitter. Denn: Er steht beim KSC unter Vertag, wurde von den Badenern an die Ostsee ausgeliehen. Allzu gerne hätte Abräumer Fröde, der bisher einen Treffer erzielte, im Wildpark gezeigt, was er draufhat.

Lukas Fröde (KSC 4) schießt den Ball im Hagelschauer
Lukas Fröde (KSC 4) schießt den Ball im Hagelschauer | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Dass er zuschauen muss, "das wurmt mich. Ich hätte gern gegen die ehemaligen Jungs gespielt", sagt er. Gut möglich, dass noch ein Ex-KSC-Profi in den Reihen des FC Hansa im Wildpark zuschauen muss: Abwehrspezialist Damian Roßbach plagen Rückenprobleme, in Hamburg war er deshalb nicht einsatzfähig.

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Auch der Torwarttrainer des Clubs aus der größten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern trug einst das KSC-Trikot: Dirk "Orle" Orlishausen war viele Jahre Keeper und Kapitän bei den Badenern.

Eichner optimistisch

Durch seine über viele Jahre guten Leistungen und sein offenes und immer ehrliche Auftreten hinterließ er im Badischen einen bleibend positiven Eindruck. Torwarttrainer beim KSC - als Rainer Scharinger und Uwe Rapolder Cheftrainer waren - war einst Alex Ogrinc. Der gebürtige Kuppenheimer ist inzwischen Teammanager beim FC Hansa.

Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit der Mannschaft. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

KSC-Cheftrainer Christian Eichner blickt optimistisch auf die letzte Begegnung des Jahres 2021. "Jetzt heißt: Bis zum Rostock Spiel vernünftig arbeiten, um da nochmals drei Punkte draufzupacken. Die kann ich nicht versprechen - aber ich verspreche, dass wir da eine Mannschaft auf dem Feld haben werden, die alles, aber auch alles auf den Platz bringen wird."

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Der KSC bekam in dieser Saison bisher einen Elfmeter zugesprochen. Den verwandelte Marvin Wanitzek gegen Heidenheim absolut souverän. Die Bilanz spricht für die Badener, denn von den letzten fünf Begegnungen gegen die Elf von der Ostsee verloren der KSC nur eine. Das wird auch auf der Seite der erzielten Treffer deutlich: Der KSC traf gegen den FC Hansa im Schnitt 1,4-mal, die Kicker von der Ostsee gegen die Karlsruher nur 0,6-mal.

Letzter KSC-Heimsieg ist elf Jahre her

Das häufigste Ergebnis bei Begegnungen im Wildpark? 1:1, so endeten drei Spiele. Die aktuelle Form der Eichner-Elf ist besser als die vom Härtel-Team. Der KSC siegte - Hansa verlor. Von den letzten elf Heimpartien gegen Rostock gewann der KSC drei, spielte sechsmal gegen Hansa remis.

KSC - Heidenheim
Bild: Mia

Die Badener sollten einen Rückstand unbedingt vermeiden, denn dann zeigen die Rostocker Qualität. Führt der FC Hansa auswärts mit 1:0, geht in 91 Prozent aller Spiele als Sieger vom Feld. Beeindruckend auf Seiten der Fächerstädter: In jeder der letzten 14 Begegnungen erzielte das Team einen Treffer.

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Der letzte Heimsieg des KSC? Lang, lang ist’s her… Es war: 2010! Die KSC Tore markierten Anton Fink in der 81. und Marvin Matip in der 90 Minute. Im Tor des KSC damals: der aktuelle Torwarttrainer Markus Miller. Mit im Team: Der spätere Nationalspieler Lars Stindl und "Ikone" Alexander Iashvili.