Kwasniok hat in der Vorbereitungszeit überraschend seinen Assistenten Frank Fröhling abgeben müssen. Fröhling, ein gebürtiger Karlsruher, der einst beim FV Ötigheim spielte, verließ NRW und wechselte als Kotrainer zum Erstligisten TSG Hoffenheim. Im Kader des SCP stehen mit Marcel Mehlem, Robin Bormuth und Florent Muslija drei Ex-KSC Profis.

Der neue Cheftrainer des SC Paderborn: Lukas Kwasniok.
Der Cheftrainer des SC Paderborn: Lukas Kwasniok. | Bild: Oliver Dietze/dpa

Für Eichner ist es dennoch, "ein normales Spiel in Liga zwei.“ Die Qualität des Gegners schätzt er enorm hoch ein. Paderborn ist für Eichner einer "der Geheimfavoriten der Liga. Es wurde da ein interessanter Kader kreiert. Wenn einiges zusammenpasst, dann landet der SCP unter den ersten fünf Teams.“

"Luki wird nicht wissen, was auf ihn zukommt"

Kollege Kwasniok habe "eine spannende Mischung aus Jugend und Erfahrung. "Man hat sich da richtig gut verstärkt, zum Beispiel mit Robert Leipertz - er ist erfahren, torgefährlich, robust. Dazu eine starke Innenverteidigung. Und Florent Muslija als ein Unterschiedsspieler.“

Wie wird er seine Elf taktisch agieren lassen? Der Fußballlehrer lässt sich nicht in die Karten schauen, sagt schmunzelnd: "So, dass wir gewinnen können. 'Luki' wird nicht wissen, was auf ihn zukommt.“

Kai Pröger (2.v.l) brachte Paderborn beim Remis gegen den KSC in Führung.
Kai Pröger (2.v.l) brachte Paderborn beim Remis gegen den KSC in Führung. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Im Kader des SCP gab es mächtig viel Bewegung. Philipp Klement kehrte nach Leihende zurück zum VfB Stuttgart. Mit Jamilu Collins (27, zu Cardiff City), Kai Pröger (30, Hansa Rostock) und Maximilian Thalhammer (24, Regensburg) verlor Paderborn vier Akteure, die in der abgelaufenen Saison enorm wichtig waren.

Bei den Neuzugängen wurde bewusst gemischt: Zum einen kamen erfahrene Zweitligaakteure, wie zum Beispiel Bormuth, dazu entwicklungsfähige Spieler aus unteren Ligen: Raphael Obermair (26), Sirlord Conteh (25, beide Magdeburg) und Marcel Hoffmeier (22, Münster). Anders als beim KSC. Dem SCP fehlt es aber noch an Abstimmung im Abwehrverbund. In den ersten fünf Tests stand nicht einmal die Null.

Letzter Sieg 2020

Der letzte Sieg gelang dem KSC am 28. November 2020. Torschütze - der "ewige“ Daniel Gordon. Kommt "Gordi“ in Paderborn zum Einsatz, dann wird es Spiel acht sein, in dem er gegen das Team aus der Universitätsstadt antritt, kein KSC Profi stand öfters gegen den SCP auf dem Spielfeld.

Torjubel für Daniel Gordon (KSC 3) zum Tortreffer zum 1:0
Torjubel für Daniel Gordon (KSC 3) zum Tortreffer zum 1:0 | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Der letzte KSC Sieg in Paderborn? 2017 ein 0:2 in Liga drei. Torschützen: Marcel Mehlem und Fabian Schleusener. Insgesamt gab es 20 Begegnungen zwischen beiden Teams. Sieben davon gewannen die Badener, vier Partien endeten remis, Torverhältnis: 26 zu 27. Bester Torschütze des KSC? Fast logisch - Philipp Hofmann. Er erzielte drei Treffer, Giovanni Federico und Alexander Iaschwili trafen jeweils zweimal.