Zwei Pokalverlierer treffen aufeinander: Der FC St. Pauli scheiterte unglücklich bei Union Berlin. Der KSC musste das dramatische Ausscheiden beim HSV nach Elfmeterschießen hinnehmen. Beide Teams wollen sich nun am Millerntor den Frust von der Seele schießen. Aber: Der KSC hat seinen Kapitän nicht an Bord.

Gondorf fehlt gelbgesperrt

Jerome Gondorf muss gelbgesperrt zuschauen, wenn seine Kollegen am Millerntor um Punkte kämpfen. Schon beim Hinspiel im Wildpark, als der KSC mit 1:3 verlor, musste "Jego" wegen muskulärer Probleme passen. Die Badener können zuversichtlich zum Spiel zwei innerhalb von drei Tagen in Hamburg am Millerntor antreten.

Jerome Gondorf (KSC 8) im Duell.
Jerome Gondorf (KSC 8) im Duell. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Auswärtsbilanz der vergangenen 13 Spiele spricht für den KSC: Sechs Siege und zwei Unentschieden gab es da. Tordifferenz: 22 zu 19 pro KSC. Die Bilanz der 27 zuletzt ausgetragenen Begegnungen: Absolut ausgeglichen. Neun Siege, neun Remis, neun Niederlagen. Am häufigsten trennten sich die Clubs in Pauli mit 1:1. Vergangene Spielrunde blieben die Wildparkprofis gegen die Norddeutschen ungeschlagen.

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Die "Kiez-Kicker" sind in Heimspielen treffsicher, nur in einem der elf Partien erzielte die Elf von Trainer Timo Schultz kein Tor. Auch daher ist die Heimbilanz positiv: Acht Siege, zwei Unentschieden - eine Niederlage. Topscorer der Gastgeber ist Guido Burgstaller mit 17 Toren. Nach 24 Spieltagen ist das Ligabestwert. Zudem bereitete der Österreicher noch fünf Treffer vor.

Pauli verliert nach Rückstand immer

Burgstaller ist auch der laufstärkste Paulianer. Doch so viele Kilometer wie Marvin Wanitzek hat er nicht abgespult. Allerdings hat St. Pauli pro Partie bisher fast drei Kilometer mehr als der KSC zurückgelegt. Der KSC könnte in dieser Partie durchaus treffen, denn der FCSTP hat in den letzten 15 Begegnungen immer einen Treffer kassiert. Pauli trifft gegen die Fächerstädter im Schnitt 1,2-mal, KSC trifft gegen Pauli 1,4-mal.

KSC - FC St. Pauli
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Sollten die Gastgeber in Führung gehen, dann wird es für die Badener knifflig, denn führt Pauli mit 1:0 - dann wurden bisher 85 Prozent der Heimspiele gewinnen. Aber: Geraten die Kiezkicker mit 0:1 in Rückstand, dann haben sie jedes Mal verloren. Gut möglich, dass der starke Kopfballspieler Gordon am Samstag beim FC St. Pauli wieder in die Startelf rückt, denn beim Gastgeber steht mit Simon Makienok Christoffersen ein Riese im Angriff.

Gordon wieder in der Startelf?

Der 31 Jahre alte Däne misst 201 Zentimeter, ist ein starker Kopfballspieler. Ihn zu stoppen - wäre ein Job für "Gordi." Was sagte Trainer Eichner noch vom mit 37 Jahren ältesten Profi der Liga: "Gordi ist der beste Kopfballspieler der 2. Bundeliga."

KSC - FC St. Pauli
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Auf einen im Team der Kiezkicker müssen die Badener besonders achten: Daniel-Kofi Kyereh. Der offensive Mittelfeldspieler ist Dreh- und Angelpunkt beim FC STP. Noch immer bedauern einige beim KSC, dass sich Daniel-Kofi Kyereh 2020 - wie übrigens damals auch Maximilian "Max" Dittgen - gegen den KSC entschied.

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Der Ghanaer und Dittgen wechselten damals von Wehen Wiesbaden zu Pauli. Den KSC erwartet also eine offensiv ausgerichtete Mannschaft. Denn Trainer Schultz lässt nie Beton anrühren, sondern will mit offensiv ausgerichteter Taktik die Spiele gewinnen.