Das Thema Philipp Hofmann schwebt beim Karlsruher SC dieser Tage über allem. So auch über der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Spiel am Samstagabend (20.30 Uhr) beim Hamburger SV.  KSC-Trainer Christian Eichner sagt: "Am Ende ist es alleine die Entscheidung von Hoffi, ob er den Club verlässt und wo er dann aufschlägt." Natürlich würden die Mitspieler sich darüber unterhalten und auch spekulieren, so Eichner. "Ich spekuliere auch. Das ist ja das, was das Geschäft, abseits des Spielbetriebs, ausmacht."

KSC in Hamburg ohne Gersbeck und Heise

Sechs Wochen nach dem bitteren Pokalaus in Hamburg startet der Karlsruher SC einen neuen Versuch, im Hamburger Volksparkstation einen Sieg einzufahren. Diese schwierige Aufgabe müssen die Badener ohne zwei wichtige Säulen in der Defensive antreten: Philip Heise fehlt gelbgesperrt und Torhüter Marius Gersbeck fällt nach seiner Hand-OP für die restliche Saison aus. 

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) schießt den Ball
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) schießt den Ball | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Marco Thiede bekam am Mittwoch einen Schlag auf das Sprunggelenk ab und droht ebenfalls auszufallen. Lucas Cueto (Sprunggelenk) ist für das Spiel in Hamburg noch kein Thema, Kyoung-Rok Choi könnte nach seinem Muskelfaserriss in der Wade aber zumindest wieder im Kader stehen.

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1.300 Karlsruher Fans begleiten den KSC zu einem "Klassiker der letzten Monate", wie Eichner das Spiel gegen den HSV bezeichnet. "Wir freuen uns riesig darauf. Samstagabend, Crunchtime, was gibt es Schöneres?" Für ihn hat der "Dino" im Aufstiegsrennen noch immer Chancen: "Ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Ich erwarte einen HSV, der All-In gehen wird."

Markus Kuster dürfte damit am Samstagabend einiges zu tun bekommen. Eichner ist voll des Lobes, wenn er von seiner Nummer zwei spricht: "Er hat keine leichte Zeit hinter sich gehabt. In der Vorbereitung im Sommer 2020 war es lange Zeit ein richtiges Duell auf Augenhöhe. Dann hat sich Gersi zu einem absoluten Top-Torhüter der Liga entwickelt." Kuster habe sich dann "in den Dienst der Mannschaft gestellt" und immer seine Leistung gebracht.

Pokal-Aus: "Die mit Abstand bitterste Niederlage"

An Motivation dürfte es auch den Karlsruher Feldspielern nicht mangeln. Eichner blickt zurück auf das Pokalspiel und bezeichnet das Ausscheiden nach der Verlängerung als "die mit Abstand bitterste Niederlage, die ich als Spieler oder Trainer erlebt habe". Gleichzeitig sei er sehr stolz auf seine Spieler gewesen. "Ich glaube, dass die Jungs an diesem Abend viel mitgenommen haben. Sie sind anständig unterwegs und punkten ordentlich. So ein Spiel kann auch mal einen Knacks geben." 

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Abschließend schickte er noch eine kleine Kampfansage in den Norden: "Wir werden alles Mögliche tun, um den HSV auch mal zu schlagen. Wir waren oft genug dran." Für den HSV geht es drei Tage später gegen das nächste badische Team, im Pokalhalbfinale gastiert am Dienstag der SC Freiburg im Volkspark.