Nach fast sechs Wochen intensiver Vorbereitungszeit wird es ernst für die Blau-Weißen. Trainer Christian Eichner ist froh, dass der erste Anpfiff zu einem Pflichtspiel erfolgt: "Es geht endlich los. Wir freuen uns alle riesig!"

Christian Eichner
Christian Eichner | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

20 Spiele wurden bisher zwischen dem KSC und Union Berlin ausgetragen - allerdings noch nie im Rahmen des DFB-Pokals. Klar ist: Es wird eine harte Nuss, die die Badener knacken müssen. Zehn Heimspiele hatten die Blau-Weißen bisher gegen die "Eisernen". Davon verlor der KSC nur zwei -allerdings waren das die zwei zuletzt ausgetragenen Begegnungen.

19.02.2017, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Karlsruher SC - Union Berlin, emspor, v.l.
KSC versus Union Berlin 2017 | Bild: fu-sportfotografie

Das letzte Spiel, im Februar 2017, endete 1:2. Dabei trafen die Badener zweimal, einmal davon leider ins eigene Netz. David Kinsombi, nach einem Abstecher nach Kiel nun beim Hamburger SV gelandet, unterlief dieses Missgeschick. Moritz Stoppelkamp traf in der 77. Minute ins Gästegehäuse.

19.02.2017, xjhx, Fussball 1.Bundesliga, Karlsruher SC - Union Berlin, emspor, v.l.
2017: David Kinsombi (KSC) gegen Kenny Prince Redondo (1. FC Union Berlin) | Bild: fu-sportfotografie

Der letzte Sieg gelang den Badenern am 19. April 2014, mit 3:2. Torschützen: Gaetan Krebs, Kai Schwertfeger und Rouwen Hennings. Beste Torschützen bisher insgesamt waren Anton Fink und Bernhard Trares, mit jeweils mit drei Treffern. Die meisten Torvorlagen gelangen Alexander Iashvili. Er bereitete drei KSC-Treffer vor.

(64. Minute für Thoelke) Note: 3,5. Setzte sich in seinem letzten Spiel im Trikot des KSC voll ein, spielte einige gute Pässe.
Gaetan Krebs | Bild: (ka-news)

Der Elsässer Gaetan Krebs, inzwischen Jugendtrainer bei Racing Straßburg, trat am häufigsten gegen Union an: Zehnmal. Beim KSC hat aus dem aktuellen Kader keiner "eiserne Erfahrung". Bei den Berlinern haben zwei schon KSC-Luft geschnuppert: Nico Schlotterbeck, im Wildpark ausgebildet, von 2015 bis 2017.

Nico Schlotterbeck (r) pricht nach dem Spiel mit seienm Bruder Keven Schlotterbeck (l).
Nico Schlotterbeck (r) spricht nach dem Spiel mit seinem Bruder Keven Schlotterbeck (l). | Bild: Patrick Seeger/dpa

Dann wechselte der Abwehrspieler schon in der Jugend vom KSC zum SC Freiburg. Zuletzt hatte U21-Nationalspieler Schlotterbeck im Breisgau wenig Einsatzzeiten, ließ sich daher nach Berlin ausleihen. Er freut sich auf das Wiedersehen mit dem neuen KSC-Kapitän Gerôme Gondorf, mit dem er beim SCF spielte.

Jerome Gondorf (KSC 26) spielt den Ball.
Jerome Gondorf (KSC 26) spielt den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zur gleichen Zeit wie Schlotterbeck war Grischa Prömel beim KSC. Allerdings spielte der Mittelfeldmann schon bei den Profis. Prömel machte beim KSC seine ersten Schritte im Profigeschäft. Der gebürtige Schwabe kam aus dem Regionalligateam Hoffenheim zum KSC, hatte zuvor null Erfahrung in Liga eins und zwei. Ex-Manager Jens Todt und Chefscout Lothar Strehlau entdeckten ihn und überzeugten ihn von einem Wechsel zum KSC.

Spielt für Union Berlin: Grischa Prömel.
Spielt für Union Berlin: Grischa Prömel. | Bild: Andreas Gora/dpa

Er bekam die Chance, setzte sich durch, steigerte sich kontinuierlich und ist nun Stammkraft in Liga eins. Die Verpflichtung eines derart talentierten Spielers - nur mit der Erfahrung aus unteren Klassen - der bis in Liga eins durchstartete, gelang dem KSC seither nicht mehr.

Union Berlins Neuzugang Max Kruse.
Union Berlins Neuzugang Max Kruse. | Bild: Annette Riedl/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Ein wenig Druck wird den Blau-Weißen vor dem Pokal-Match im Vorfeld genommen: Union-Neuzugang und Ex-Nationalspieler Max Kruse, der am Samstag voraussichtlich sein Pflichtspieldebüt für die "Eisernen" gegeben hätte, kann den Badenern nicht gefährlich werden: Der Angreifer, der als torgefährlich und Top-Tor-Vorbereiter gilt, fällt aufgrund einer Sprunggelenksverletzung aus. Eine knifflige Aufgabe für die Eichner-Elf - und damit ein spannendes Match für die Fans - verspricht die Begegnung aber auch so zu werden.

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