64  

Stuttgart 0:2-Pleite! KSC im Derby gegen Stuttgart ohne Chance

Der Fluch bleibt bestehen. Der Karlsruher SC kann in Stuttgart einfach nicht gewinnen. Mit der 0:2 (0:1)-Niederlage am Sonntagnachmittag beim VfB torkeln die Badener somit dem Abstieg entgegen.

Bei seiner Premiere hatte Trainer Marc-Patrick Meister die KSC-Startelf ordentlich durchgewechselt. Auffällig dabei, dass die Karlsruher mit einer Fünferkette verteidigten, auf dessen linker Seite mit Severin Buchta ein 20-jähriges Nachwuchstalent erstmals bei den Profis auftauchte. Neu in der ersten Elf standen zudem Benedikt Gimber, Jordi Figueras, Matthias Bader, Franck Kom und Fabian Reese. 

Dass in Stuttgart keine einfache Aufgabe wartet, wussten alle Beteiligten bereits im Vorfeld. Tatsächlich wurden die Badener auch von Beginn an in die eigene Spielhälfte gedrängt. Christian Gentner hatte in der vierten Spielminute eine erste gute Abschlusssituation. Die Gäste probierten es über Konter und kamen so durch Florian Kamberi zu einem ersten Torschuss (12.). Allerdings leisteten sich die Badener auch immer wieder leichtfertige Ballverluste.

Asano bestraft Nachlässigkeit

Unschöne Szenen dann nach einer Viertelstunde. Das Spiel musste unterbrochen werden, nachdem gleich zwei Raketen auf den Rasen gefeuert wurden. Schiedsrichter Christian Dingert machte das einzig richtige und unterbrach die Partie kurzzeitig. 

Rund 26 Minuten hielt das Karlsruher Abwehrbollwerk dem Druck des Aufstiegskandidaten stand. Dann aber passierte es doch - mit Unterstützung der Gäste. Bei einer Flanke von Gentner wurde Takuma Asano am Elfmeterpunkt sträflich alleine gelassen. Der Japaner verlängerte die Flanke so problemlos an Dirk Orlishausen vorbei ins Tor (27.). 

Damit wuchs der Druck auf den KSC noch mehr. Doch aufgegeben hatten sich die Spieler noch nicht. Der laufstarke Florian Kamberi hatte fünf Minuten vor der Pause den nächsten guten Abschluss nach einem Konter. Der Ball flog über das Tor. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs scheiterte der Schweizer Angreifer bei der besten Möglichkeit an Mitch Langerak. 

KSC-Anhänger sorgen für unschöne Szenen

Kaum kamen die Spieler nach der Halbzeitpause wieder auf den Platz, da wurden sie auch schon wieder in die Kabinen geschickt. Die Karlsruher Anhänger schossen erneut mit Pyrotechnik und sorgten dafür, dass sich der Spielbeginn um fünf Minuten verzögert. "Es gehört nicht zum Fußball. Wir verurteilen diese Aktion", fand Kreuzer in der Unterbrechung deutliche Worte. Orlishausen suchte den direkten Weg zu den Anhängern, um diese zu beruhigen. Ein Abbruch stand im Raum. 

Insgesamt zwölf Minuten dauerte die Halbzeitpause länger als vorgesehen. Der VfB schien mit der unfreiwilligen Pause besser klarzukommen und setzte die Badener schnell wieder unter Druck. Vor allem Jordi Figueras leistete sich doch den ein oder anderen Fehler, der aus Sicht der Gäste glücklicherweise unbestraft blieb. Nach einer Stunde war es dann aber doch passiert: Asano traf erneut. Zuvor hatte Orlishausen noch den Abschluss von Alexandru Maxim pariert. Da aber kein Karlsruher Abwehrspieler beim Konter der Hausherren hinterherkam, hatte Asano anschließend freie Bahn. 

Damit war die Entscheidung gefallen. Aufgeben wollten die Karlsruher aber nicht. Kamberi probierte es noch einmal in der 69. Spielminute. Vorne fehlte die nötige Durchschlagskraft, hinten offenbarte der KSC dagegen große Lücken. So musste Orlishausen nur eine Minute später erneut gegen Özcan eingreifen. Sechs Minuten vor dem Ende verpasste Maxim einen dritten Stuttgarter Treffer knapp. So blieb dem KSC zumindest diese Schmach erspart. Zugleich wurde aber auch sichtbar, dass es sowohl defensiv als auch im Angriff große Schwachpunkte im Kader gibt. 

Besonders bitter für den KSC: Während man selbst nach dem 28. Spieltag damit abgeschlagen auf dem letzten Platz bleibt und bereits acht Punkte Rückstand auf den Relegationsrang sowie zehn Zähler zum rettenden Ufer hat, übernahmen die Stuttgarter mit dem Dreier wieder die Tabellenspitze in der zweiten Bundesliga. 

Aufstellung VfB Stuttgart: Langerak, Insua, Baumgartl, Terodde (81. Klein), Maxim, Asano, Gentner, Pavard, Ofori (57. Zimmermann), Özcan (72. Ginczek), Kaminsiki.
Karlsruher SC: Orlishausen - Buchta (52. Kempe), Gimber, Figueras, Kinsombi, Bader (64. Diamantakos) - Yamada, Kom, Krebs, Reese (70. Marvin Mehlem) - Kamberi.

Mehr zum Thema
KSC vs. VfB Stuttgart:
  • Schnell geklickt:
Es ist eine Rivalität mit einer langen Tradition: Wenn der Karlsruher SC auf den VfB Stuttgart trifft, ist das kein gewöhnliches Spiel. Alles rund um die Begegnung KSC gegen VfB Stuttgart haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (64)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Der_Sprayer
    (291 Beiträge)

    09.04.2017 16:36 Uhr
    Wie hieß es beim KSC
    NIE WIEDER 2. LIGA

    😂😂😂😂😂
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   sauerbraten
    (1900 Beiträge)

    09.04.2017 16:27 Uhr
    Schade, dass der Herr Meister
    im Sky-Interview nach dem Spiel nicht etwas konkreter wurde, als er meinte, sehr viel Gutes gesehen zu haben. Mir ists leider verborgen geblieben. Ich persoenlich haette heute lieber einen Achter geschnappt, dafuer aber von der ersten Minute an, volle Kraft voraus mit dem Mut der Verzweiflung gesehen - unser Torverhaeltnis war ja eh schon jenseits von Gut und Boese. So wars dann ein Kick, bei dem Schadensbegrenzung die Praemisse war. Kann man so machen, wenn man im gesicherten Mittelfeld der Tabelle steht. Machen wir uns nix vor - das wars und spannend ist jetzt nur noch, wer neben uns direkt runter muss und wer in die Religation gehen darf. Der KSC hat seit Graefe nicht mehr viel auf die Reihe bekommen und nun gibts eben die Quittung dafuer. Es gibt einiges zu hinterfragen und aufzuarbeiten - vor allen Dingen gehoert geklaert, wer nun wirklich den Hut auf und diese Katastrophe zu verantworten hat. Komme mir irgendwie verarscht vor, wenn sich der Praesi hinstellt und als Opfer........
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   zahlenbeutler
    (1407 Beiträge)

    09.04.2017 17:48 Uhr
    Der Graefe
    ist an allem schuld, wir würden jetzt mit Freiburg um die internatiaonalen Plätze kämpfen, immer wieder der Graefe und wenn heute noch Icke und Kiki spielen würden, ja dann..
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   sauerbraten
    (1900 Beiträge)

    10.04.2017 07:08 Uhr
    Graefes Fehlpfiff hat
    uns damals die Bundesliga gekostet und den HSV dafuer drin gehalten,- denke, das ist unstrittig. Fuer die Fehler, die dann aber in der Folge passiert sind und die letztendlich in der Summe zu dem Schlamassel gefuehrt haben, in dem wir jetzt stecken, dafuer sind wir schon selbst verantwortlich. Ich frag mich grad, wann und wo der KSC die letzte Personalentscheidung getroffen hat, die sich dann als eine Gute erwiesen hat und komme dabei echt ins Gruebeln. Das sagt eiegntlich alles. War letztes Jahr auch einer von denen, die genug vom Kaucze-Fussball hatten, da das Niveau stagniert hatte und es irgendwie nicht voran ging. Was waer ich hier und heute froh ueber so nen 10 Platz im gesicherten Mittelfeld.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   teflon
    (2741 Beiträge)

    09.04.2017 16:40 Uhr
    Der hat doch nur ganz brav
    sein Sprüchchen runtergeleiert und weiss selbst, dass in der Truppe keinerlei Potential ist. Da hätte heute auch die C-Jugend spielen können und es wäre ansehnlicher gewesen.
    Trotzdem halte ich den neuen "Strohhalm" für den völlig Falschen /der ist spätestens zum Jahreswechsel 17/18 wieder weg/ - wenn schon Neuanfang, dann bitte auch kein Meister und kein Kreuzer...und kein Wellenhopser - die grösste Lusche in der Riege der Erfolglos-Präsis
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   sauerbraten
    (1900 Beiträge)

    09.04.2017 16:35 Uhr
    ....der Fehlberatung von der sportlichen
    Leitung darstellt. Wenn der Praesi wirklich nur Vorschlaege abgenickt hat, dann frag ich mich zweierel - wieso hat er seinerzeit alleine mit Kaucze verhandelt und wie ist es moeglich, dass Kreuzer nach dem Wuerzburg Spiel noch in die Kamera toente, dass es mit dem Slomka weiter geht und ein paar Stunden spaeter war er dann weg. Da stimmt so ziemlich alles grad nicht in diesem Club. Habe es schon ein paar mal hier gesagt - was Aachen passiert ist, kann jetzt auch uns bluehen.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Consigliere
    (355 Beiträge)

    09.04.2017 18:00 Uhr
    weil er nicht die Wahrheit sagt
    und meint er kann die Leute weiter für dumm verkaufen...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   4everksc
    (1123 Beiträge)

    09.04.2017 16:17 Uhr
    Was ich aber bei diesen Pyros....
    nicht verstehe....da sind Tausende Polizisten und Ordner, du wirst gefilzt ohne Ende - und bei einem Derby erst recht.....und dann brennt hier im Block ein Feuerwerk ab - unglaublich !
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   KlausKalle
    (380 Beiträge)

    10.04.2017 12:55 Uhr
    Der Schlägertrupp der Securitys...
    ...war leider noch Fahrkarten kontrollieren beim KVV :D.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Siegtorsson
    (83 Beiträge)

    09.04.2017 16:10 Uhr
    Figueras ...
    scheint immer noch zu wetten! Ich glaube, er hatte auf einen deutlicheren Heimsieg gesetzt!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 7 (7 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.