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Stuttgart 0:2-Pleite! KSC im Derby gegen Stuttgart ohne Chance

Der Fluch bleibt bestehen. Der Karlsruher SC kann in Stuttgart einfach nicht gewinnen. Mit der 0:2 (0:1)-Niederlage am Sonntagnachmittag beim VfB torkeln die Badener somit dem Abstieg entgegen.

Bei seiner Premiere hatte Trainer Marc-Patrick Meister die KSC-Startelf ordentlich durchgewechselt. Auffällig dabei, dass die Karlsruher mit einer Fünferkette verteidigten, auf dessen linker Seite mit Severin Buchta ein 20-jähriges Nachwuchstalent erstmals bei den Profis auftauchte. Neu in der ersten Elf standen zudem Benedikt Gimber, Jordi Figueras, Matthias Bader, Franck Kom und Fabian Reese. 

Dass in Stuttgart keine einfache Aufgabe wartet, wussten alle Beteiligten bereits im Vorfeld. Tatsächlich wurden die Badener auch von Beginn an in die eigene Spielhälfte gedrängt. Christian Gentner hatte in der vierten Spielminute eine erste gute Abschlusssituation. Die Gäste probierten es über Konter und kamen so durch Florian Kamberi zu einem ersten Torschuss (12.). Allerdings leisteten sich die Badener auch immer wieder leichtfertige Ballverluste.

Asano bestraft Nachlässigkeit

Unschöne Szenen dann nach einer Viertelstunde. Das Spiel musste unterbrochen werden, nachdem gleich zwei Raketen auf den Rasen gefeuert wurden. Schiedsrichter Christian Dingert machte das einzig richtige und unterbrach die Partie kurzzeitig. 

Rund 26 Minuten hielt das Karlsruher Abwehrbollwerk dem Druck des Aufstiegskandidaten stand. Dann aber passierte es doch - mit Unterstützung der Gäste. Bei einer Flanke von Gentner wurde Takuma Asano am Elfmeterpunkt sträflich alleine gelassen. Der Japaner verlängerte die Flanke so problemlos an Dirk Orlishausen vorbei ins Tor (27.). 

Damit wuchs der Druck auf den KSC noch mehr. Doch aufgegeben hatten sich die Spieler noch nicht. Der laufstarke Florian Kamberi hatte fünf Minuten vor der Pause den nächsten guten Abschluss nach einem Konter. Der Ball flog über das Tor. In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs scheiterte der Schweizer Angreifer bei der besten Möglichkeit an Mitch Langerak. 

KSC-Anhänger sorgen für unschöne Szenen

Kaum kamen die Spieler nach der Halbzeitpause wieder auf den Platz, da wurden sie auch schon wieder in die Kabinen geschickt. Die Karlsruher Anhänger schossen erneut mit Pyrotechnik und sorgten dafür, dass sich der Spielbeginn um fünf Minuten verzögert. "Es gehört nicht zum Fußball. Wir verurteilen diese Aktion", fand Kreuzer in der Unterbrechung deutliche Worte. Orlishausen suchte den direkten Weg zu den Anhängern, um diese zu beruhigen. Ein Abbruch stand im Raum. 

Insgesamt zwölf Minuten dauerte die Halbzeitpause länger als vorgesehen. Der VfB schien mit der unfreiwilligen Pause besser klarzukommen und setzte die Badener schnell wieder unter Druck. Vor allem Jordi Figueras leistete sich doch den ein oder anderen Fehler, der aus Sicht der Gäste glücklicherweise unbestraft blieb. Nach einer Stunde war es dann aber doch passiert: Asano traf erneut. Zuvor hatte Orlishausen noch den Abschluss von Alexandru Maxim pariert. Da aber kein Karlsruher Abwehrspieler beim Konter der Hausherren hinterherkam, hatte Asano anschließend freie Bahn. 

Damit war die Entscheidung gefallen. Aufgeben wollten die Karlsruher aber nicht. Kamberi probierte es noch einmal in der 69. Spielminute. Vorne fehlte die nötige Durchschlagskraft, hinten offenbarte der KSC dagegen große Lücken. So musste Orlishausen nur eine Minute später erneut gegen Özcan eingreifen. Sechs Minuten vor dem Ende verpasste Maxim einen dritten Stuttgarter Treffer knapp. So blieb dem KSC zumindest diese Schmach erspart. Zugleich wurde aber auch sichtbar, dass es sowohl defensiv als auch im Angriff große Schwachpunkte im Kader gibt. 

Besonders bitter für den KSC: Während man selbst nach dem 28. Spieltag damit abgeschlagen auf dem letzten Platz bleibt und bereits acht Punkte Rückstand auf den Relegationsrang sowie zehn Zähler zum rettenden Ufer hat, übernahmen die Stuttgarter mit dem Dreier wieder die Tabellenspitze in der zweiten Bundesliga. 

Aufstellung VfB Stuttgart: Langerak, Insua, Baumgartl, Terodde (81. Klein), Maxim, Asano, Gentner, Pavard, Ofori (57. Zimmermann), Özcan (72. Ginczek), Kaminsiki.
Karlsruher SC: Orlishausen - Buchta (52. Kempe), Gimber, Figueras, Kinsombi, Bader (64. Diamantakos) - Yamada, Kom, Krebs, Reese (70. Marvin Mehlem) - Kamberi.

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  •   KSC1894
    (409 Beiträge)

    09.04.2017 22:58 Uhr
    Wer verpflichtet den Sportdirektor?
    Wer segnet die Verpflichtung vom Trainer ab? Wer gibt die 2 Mio. € Ablöse für Diamant und Kom frei. Wer bestimmt das Gesamtkonzept vom Verein. Wer unternimmt nichts gegen die Zündler?
    Wer wird von den Mitgliedern gewählt um in deren Interesse den Verein zu führen?
    Die Vorstandschaft und der Verwaltungsrat und sonst niemand. Alles läuft mit deren Zustimmung oder Ablehnung. Der Verwaltungsrat ist für mich in großen Teilen eine Versammlung von Selbstdarstellern die keine Ahnung von einem Konzept für einen Profifußballverein haben,. Banker zum großen Teil.
    Bin kein Ingo Gegner aber er muss jetzt mal Verantwortung übernehmen und auch mal sagen das von den Oberen große Fehler gemacht wurde. Die haben die Gurken eingestellt oder lassen Sie weiter wurschteln. Ja Sager sind da herzlich willkommen. Beamte wie Becker, Reich sind das beste Beispiel. Auch unser Stadionsprecher der sich mit dem Mikro von denen abwendet die auf den Hochpreisplätzen sitzen und zu den Zündlern läuft.
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  •   Hettel40
    (1 Beiträge)

    09.04.2017 22:33 Uhr
    Erbärmlich
    Die Zündelfans sind nicht mehr zu ertragen. Man muss sich schämen.
    Die Spieler sind zu schwach für die 2. Liga. Dann können wir so oft den Trainer wechseln wie wir wollen.
    Es ist einfach nur traurig.
    Aber lasst den Präsidenten doch in Frieden. Da macht einer mit Herzblut seinen Job.
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  •   malerdoerfler
    (5951 Beiträge)

    09.04.2017 22:13 Uhr
    Ohne richtigen Trainer
    Ich hab es ja schon erwähnt - aber Balou musste ja erst einmal beleidigend werden. Jetzt kann sich Balou gerne diese 3 Punkte aus den Rippen schneiden.
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  •   RainerBu
    (850 Beiträge)

    09.04.2017 21:38 Uhr
    manch einer
    hier hat wohl die Pressekonferenz vor dem Spiel nicht gehört. Oder will sie nicht hören .
    Dort hat Hr.Kreuzer klar und deutlich gesagt dass ein Präsident beim KSC nichts mit Spielerverpflichtungen zu tun hat. Ist auch gut so. Mag sein dass es gewisse finanzielle Rahmen gab .Die wohl auch zu eng waren .
    Übrigens : glaubt ihr in der Winterpause und begrenzten Mitteln gibts Mega-Kracher-Spieler zu verpflichten ??
    Die Fehler waren dass man (Todt ??) geglaubt hat offensiv reicht das ...ich und viele andere wohl auch haben aber schon lange gesehen (bereits vor Beginn der Runde) dass es Hoffer und Diamant allein wohl nicht richten werden . Und der Rest auch nicht .Die Verpflichtungen haben eben Yabo und Hennings nie ersetzen können.
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  •   Messer
    (289 Beiträge)

    10.04.2017 08:18 Uhr
    so
    dem Oli Kreuzer hat anscheinend einer so richtig den Kopf gewaschen damit der alle Schuld auf sich nimmt, kannste vergessen.
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  •   brosi13
    (308 Beiträge)

    11.04.2017 01:33 Uhr
    Die Schuld...
    ...musste auch schon Jens Todt auf sich nehmen als der Peitz(er) rausgeekelt wurde.....
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  •   Bannimender
    (114 Beiträge)

    09.04.2017 20:39 Uhr
    Fussballsachverstand
    Habe nichts gegen den neuen Trainer
    Aber punkt 1 der spanische Zocker geht nicht - wer den geholt wollte dem verein schaden.. abgestiegen in der tuerkei und nach dem ersten spiel pokal in 1860 schon untragbar - warum wird der inmer aufgestellt - punkt zwei torwart - sieht auch jeder seit jahren das mit ihm nichts erreicht wird schonmal abgestiegen gegen hsv versagt in jedem spiel zu sehen nicht zweitligatauglich... - nur zwei beispiele... schaue aber positiv nach vorne - jetzt gilt es alle kraefte zu buendeln ausmisten radikal neue willige truppe zusammenstellen die direkt aufsteigen kann - kreuzer hat bewiesen das er das kann - von den absteigern will ich nur die jungen sehen - nur der ksc
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  •   Tyr
    (509 Beiträge)

    09.04.2017 19:55 Uhr
    Hr. Wellenreuther lernen sie einmal Verantwortung zu übernehmen
    nur immer auf die Untergebenen (Ex-Trainer/Manager) bei Sky rumhacken ist schlechter Stil.
    Es ist höchst unfair gegen Leute nachzutreten die inzwischen nicht mehr beim KSC sind und sich nicht wehren können.
    Ihr Rücktritt als KSC-Präsident ist mehr als überfällig.
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  •   KSC1894
    (409 Beiträge)

    09.04.2017 19:53 Uhr
    Interview von Orle
    habe ich gelesen. Das zeigt den Charakter des Kapitän's und deren Fehlbesetzung. Wer hat in Interviews stehts gesagt wir geben alles. Den Zusammenhang, die Stimmung in der Mannschaft gelobt. Was hat er als Spielführer auf dem Platz als verlängerter Arm des Trainers gemacht? Motiviert, angefeuert, mal was riskiert? Nichts, gar nichts. Fehler hat er gemacht. Was verlangt der? Bei Rückstand hält er den Ball ewige, bevor er ihn zum Gegner spielt. Pattex an den Füßen, hält (macht) nur was er halten (machen) muss. Er ist seit Jahren ein Sinnbild für KSC Spieler brav, angepasst, kein Aufbäumen große Leistungen nur abseits des Platzes in Interviews.
    Ein Kapitän muss mal auf den Tisch hauen, vorangehen, wachrütteln, austreten. Er war immer froh das er gespielt hat, trotz mäßiger Leistung. Abstieg geduldet, Pokalniederlagen(Freiburg, Offenbach, Reutlingen) ebenso. Was interessiert mich der KSC Hauptsache ich spiele und schleime mich weiterhin durch, ist ja nur ein Job.
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  •   kaesce
    (204 Beiträge)

    09.04.2017 19:36 Uhr
    Die Öffentliche Zersetzung hat begonnen!
    Orle auf abseits-ka.de: "„Keine Stimmung, kein Kampfspiel, kein Aufbäumen,…“. Jetzt ist es also soweit. Und endlich auch gut: Mag man zuvor stets das mediale Blablabla kritisiert haben. Der Mann beschreibt, was schon seit geraumer Zeit wirkt. Und dass er es jetzt öffentlich so unvermittelt kurz nach dem Spiel macht, bedeutet, dass die Dämme gebrochen sind. Dazu: Wenn Präsident Wellenreuther nun tatsächlich meint, dass die sportliche Führung versagt habe, er das aber alles über Monate (Jahre?) nicht erfasst hat, um entgegenzuwirken, dann haben wir heute vermutlich den Auftakt zu einer Schlammschlacht und Einläuten eines "Scheidungskrieges" beim KSC erlebt. Allemal wäre (ist) diese Aussage ein Offenbarungseid. Evt. greift die Kritik: Zu viel Lokalpolitik und Stadionprestige neben dem Rasen, anstatt auf selbigem. Dass alles kann jetzt ganz übel ausgehen ... Alle (Spieler), die sich jetzt retten können, greifen sicherlich schon nach ihren Berater-"Rettungsringen". Oh , was ein "Abstieg"!
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