Nach der Länderspielpause mussten die Karlsruher mit einer veränderten Defensive agieren. Rene Vollath fiel aufgrund einer Bauchmuskelzerrung aus, für ihn übernahm Dirk Orlishausen den Job im Tor. Die Rolle in der Innenverteidigung von Martin Stoll (Wadenverletzung) hatte am neunten Spieltag David Kinsombi inne.

Spiel kommt nur langsam in Schwung

Die Umstellungen sorgten für eine gewisse Unsicherheit im Spiel der Hausherren. Die besseren Möglichkeiten in der Anfangsphase verbuchte der "Club" unter anderem mit einem Schuss ans Außennetz (14. Spielminute). Das war es dann allerdings auch schon. Wirklich sehenswerte Aktionen waren im ersten Abschnitt absolute Mangelware.

Die beste Gelegenheit für den KSC hatte Moritz Stoppelkamp, der in der 36. Minute aus zwölf Metern zum Abschluss kam. Sein Versuch war leichte Beute für Thorsten Kirschbaum.Deutlich schwieriger war da schon der Schuss drei Minuten später von Dennis Kempe, als der Nürnberger Keeper gegen Stoppelkamp mit der Faust zur Ecke parierte.

Die zweite Halbzeit begann mit deutlich mehr Tempo und einem Aufreger. Nachdem Florian Kamberi bei einem Angriff im Strafraum von Even Hovland gefoult wurde, zeigte Schiedsrichter Felix Zwayer auf den Elfmeterpunkt. Enrico Valentini vergab diese Gelegenheit zur KSC-Führung allerdings (54.)! Kurz darauf vergab der Rechtsverteidiger gegen seinen Heimatclub noch eine zweite hochkarätige Möglichkeit.

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Die Strafe für diese Nachlässigkeit folgte in der 61. Spielminute, als Guido Burgstaller eine Schlafmützigkeit der Karlsruher Hintermannschaft ausnutze und nach Vorarbeit von Behrens, der seine Gegenspieler absolut alt aussehen ließ, das 0:1 markierte. Nur sechs Minuten später legte Burgstaller nach einem Eckball per Hacke das 0:2 nach.

Zuschauer sorgen für Spielunterbrechung

Sportlich schien alles klar zu sein, da kam es neben dem Platz zu unschönen Szenen. Erst setzten Nürnberger Rauchbomben ein. Davon ließen sich Karlsruher Zuschauer provozieren und stürmten sogar in den Innenraum (79.). Die Polizei musste eingreifen, Zwayer unterbrach zudem das Spiel für rund fünf Minuten.

Den Schlusspunkt unter die Partie setzte schließlich Tim Matavz in der 90. Minute zum 0:3.

Aufstellung Karlsruher SC: Orlishausen - Valentini, Thoelke, Kinsombi, Kempe - Prömel (71. Rolim) – Mavrias (57. Torres), Stoppelkamp (80. Fahrenholz), Yamada - Hoffer, Kamberi.
1. FC Nürnberg: Kirschbaum - Brecko, Hovland, Bulthuis, Sepsi - Behrens (90. Kammerbauer), Petrak - T. Kempe (90. Hercher), Möhwald, Burgstaller (84. Mühl) – Matavz.