Der FC Magdeburg muss sich am Sonntag gegen den KSC beweisen. Der Traditionsclub aus dem Osten steht nach einem couragierten Auftritt mit leeren Händen da, denn: Die erste Saisonpartie gegen Fortuna Düsseldorf wurde mit 1:2 verloren. Damit stehen die Gäste dem KSC mit nichts nach. Der hat aus Paderborn eine heftige 0:5 Klatsche mitgebracht.

FC Magdeburg: Ein Kader mit Potential

Der FCM will nach dem souveränen Gewinn der Drittligameisterschaft diesmal länger im Unterhaus bestehen, als beim nur einjährigen Intermezzo der Saison 2018/19. Die Kaderqualität dazu ist da. Beim traditionsreichen Aufsteiger aus Sachsen-Anhalt spielt zum Beispiel Baris Atik. Für viele Fachleute war der Topscorer vergangene Saison der beste Spieler seiner Liga.

Düsseldorfs Rouwen Hennings verwandelt den Strafstoß gegen Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann zum 1:0.
Düsseldorfs Rouwen Hennings verwandelt den Strafstoß gegen Magdeburgs Torhüter Dominik Reimann zum 1:0. | Bild: Hendrik Schmidt/dpa

Die Offensive von Magdeburg kann sich sehen lassen - nicht zuletzt Dank Neuzugang Mohammed El Hankouri . Auch die Taktik habe sich bewährt: Trainer Christian Titz setzt auf ein hohes Pressing. Die Defensive ist noch etwas instabil, scheint den Umbau jedoch gut zu verkraften. Gegen Düsseldorf lief Neuzugang Jamie Lawrence (FC Bayern München II) von Beginn an in der Verteidigung auf. Lawrence ist ein 2,01-Meter-Hüne.

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Einen großen Anteil am Aufschwung des FCM hat Otmar Schork, der Sportdirektor. Er verpflichtete junge und entwicklungsfähige Spieler. Der 64-Jährige Schork hatte einst als Manager den SV Sandhausen in der 2. Liga etabliert und ist seit November 2020 in Magdeburg in Amt und Würden. Damals schwebte der Klub in der 3. Liga in akuter Abstiegsgefahr.

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Risse in der Offensive 

KSC Trainer Christian Eichner hat hohe Achtung vor der gegnerischen Offensive: „Ich habe das Spiel der Magdeburger gegen Düsseldorf gesehen. Die Mannschaft nimmt das Heft in die Hand, sie binden den Torwart ins Aufbauspiel mit ein. Und sie haben extrem quirlige Leute im Offensivbereich, die eine hohe Intensität auf den Platz bringen. Das ist eine spannende Mannschaft."

Der Karlsruher Trainer Christian Eichner.
Der Karlsruher Trainer Christian Eichner ruft zum Angriff auf. | Bild: Uli Deck/dpa

Anders sieht es jedoch im eigenen Angriff aus. Dass es in der Offensivabteilung des KSC Gegners noch knirscht und nicht alle Rädchen ineinander greifen, liegt auch daran, dass sich beide Mittelstürmer Luca Schuler und Kai Brünker einen Syndesmoseriss zugezogen haben. Trotzdem freue man sich auf ein aktives und intensives Spiel, sagt Eichner.

Geheimwaffe: Marvin Wanitzek?

Die Teams trafen bisher in drei Pflichtspielen aufeinander. Der KSC gewann eins davon. Am 29. Oktober 2017 in der 3. Liga, mit 1:0. Torschütze damals im Wildpark: Marvin Wanitzek. Der Mittelfeldmann ist neben Daniel Gordon und Florent Muslija - inzwischen Paderborn - der Spieler mit den meisten Einsätzen in Begegnungen mit Magdeburg. 

Marvin Wanitzek
Marvin Wanitzek traf bereits 2017 gegen den FCM. | Bild: Thomas Riedel

Am Sonntag heißt es nun Vollgas geben und sich ein paar Punkte sichern - sowohl für den KSC als auch für die Aufsteiger. Es erwartet uns also eine hitzige Partie, in der zumindest ein Verein seine kürzliche Pleite wieder gutmachen kann.