Mit einer wilden Partie ist der KSC ins Jahr 2022 gestartet und entführt dank Fabian Schleusener einen Punkt aus Darmstadt. Das Spiel gegen die Lilien endete 2:2. Durch das Unentschieden verhindern die Karlsruher die Tabellenführung der Mannschaft vom Böllenfalltor. 

Christian Eichner wechselte nach dem 2:2 gegen Rostock auf zwei Positionen: Thiede stand nach seiner Verletzungspause für den gesperrten Breithaupt auf dem Platz und Neuzugang Daniel O'Shaughnessy debütierte in der 2. Liga für den KSC. Dieser nahm in der Innenverteidigung den Platz von Daniel Gordon ein. Erstmalig stand am Samstagabend auch Torwart Niklas Heeger im Profikader, der den verletzten Kuster auf der Bank ersetzte. Der Cheftrainer schickte seine Mannschaft mit einem 4-4-2 auf den Platz. 

Der Karlsruher Marco Thiede (l) im Zweikampf mit Darmstadt-Profi Matthias Bader.
Der Karlsruher Marco Thiede (l) im Zweikampf mit Darmstadt-Profi Matthias Bader. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Auf dem Platz begegneten dem KSC manch ein bekanntes Gesicht, denn neben KSC-Eigengewächs Marvin Mehlem standen gestern auch Matthias Bader und Tobias Kempe, Bruder des langjährigen KSC-Spielers Dennis Kempe, auf dem Platz. 

KSC geht schnell in Führung

Der KSC begann schwungvoll und mit viel Tempo. Gjasula kassierte bereits in der dritten Minute die erste Gelbe Karte der Partie. Der daraus resultierende Freistoß, ausgeführt von Wanitzek, konnte durch die Lilien geklärt werden. Danach drängten die Gastgeber die Blau-Weißen tief in die eigene Hälfte. Der KSC lauerte also auf Konter. Die besten Möglichkeiten der Anfangsphase hatte Darmstadt durch einen Kopfball von Gjasula und einen Heber von Pfeiffer in der siebten und 16. Minute. 

Kurios ging es dann in der 22. Minute zu. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß durch Wanitzek setzte Schleusener Gjasula so sehr unter Druck, dass dieser den Ball in einem hohen Bogen über den eigenen Torwart ins eigene Tor buxierte. So stand es aus dem Nichts 1:0 für den Karlsruher SC.

Karlsruhes Philipp Hofmann (l) und Darmstadts Thomas Isherwood haben den Ball aus dem Blick verloren.
Karlsruhes Philipp Hofmann (l) und Darmstadts Thomas Isherwood haben den Ball aus dem Blick verloren. | Bild: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Die Darmstädter drängten auf den direkten Ausgleich, doch der KSC verteidigte seine plötzliche Führung gut. Pfeiffer vergab in der 30. Minute frei vor dem Tor und das Spiel beruhigte sich zum Ende der ersten Hälfte wieder, sodass es 1:0 für den KSC in die Pause ging. 

Die Gastgeber kamen effektiv aus der Pause heraus und der KSC hatte auch in diesem Spiel mit der Konzentration in der ersten Viertelstunde nach der Pause zu kämpfen. Nach einer Ecke von Tobias Kempe traf der Eigentorschütze Gjasula per Kopf zum Ausgleich (48.). Drei Minuten später zimmerte Holland den Ball nach einer Vorlage von Pfeiffer von der Strafraumkante ins rechte Eck. Bitterer Start nach der Pause für den KSC.

KSC-Profi Lucas Cueto (M.) ist vor Matthias Bader (r) von Darmstadt 98 am Ball.
KSC-Profi Lucas Cueto (M.) ist vor Matthias Bader (r) von Darmstadt 98 am Ball. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Die Blau-Weißen mussten sich nach diesem Schock erstmal erholen. Doch die Badener nahmen noch einmal Tempo auf und belohnten sich: Schleusener nahm in der 71. Minute eine Hereingabe von Lucas Cueto an und verfrachtete die Kugel im rechten Eck. Nun stand es 2:2 im Topspiel am Samstagabend.

Eigentor zählte nicht

Drei Minuten später schien es, als habe der KSC das Spiel gedreht. Isherwood traf in der 74. Minute zu einem Eigentor. Schiedsrichter Deniz Aytekin nahm das Tor nach Absprache mit dem VAR aber zurück, da es sich in einem vorangegangenen Spielzug um eine Abseitsstellung von Schleusener gehandelt habe. 

In den Schlussminuten wackelte der KSC, denn die Darmstädter warfen alles nach vorne, um auf den Siegtreffer zu drängen. Ein Sieg in diesem Spiel hätte die Tabellenführung für die Lilien bedeutet. Die Karlsruher Abwehr hielt aber stand, sodass es bei einem 2:2 blieb.