Den Karlsruhern gehörte die erste Großchance des Spiels: Hofmanns Flachschuss rauschte aber knapp neben den rechten Pfosten (4.). Paderborn war früh im Spiel eigentlich die bessere Mannschaft und wäre durch Hofmanns mögliches Führungstor kalt erwischt worden.

Die Hausherren ließen sich aber nicht beirren und scheiterten auf der Gegenseite ebenfalls nur hauchzart an der Führung: Pröger verpasste knapp eine flache Hereingabe nach zwölf Minuten.

KSC wird schludriger

Nach diesen beiden Gelegenheiten verlor die Partie aber an Tempo: Paderborn ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen, doch weitere Großchancen blieben aus. Der KSC konzentrierte sich auf Konter, spielte diese aber häufig zu ungenau zu Ende. Beispielhaft dafür stand eine Szene in der 20. Spielminute, als Lorenz nur das Außennetz traf.

Weil der KSC in der Folge im Spiel gegen den Ball immer schludriger wurde, öffneten sich Räume für den SCP. Und das nutze Paderborn umgehend: Auf Vorlage von Klement nutzte Pröger einen Steilpass des auffälligen Mittelfeldspielers zur 1:0-Führung für Paderborn (31.).

Kai Pröger (2.v.l) brachte Paderborn beim Remis gegen den KSC in Führung.
Kai Pröger (2.v.l) brachte Paderborn beim Remis gegen den KSC in Führung. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Doch die Karlsruher zeigten sich keineswegs geschockt, sondern mit einer umgehenden Reaktion: Goller nutzte aus dem Nichts die schlechte Abstimmung zwischen Huth und Hünemeier in der Paderborner Viererkette und bediente den mitgelaufenen Wanitzek, der nach 37 Minuten den 1:1-Pausenstand herstellte.

Karlsruhes Torschütze Marvin Wanitzek (3.v.r) feiert seinen Treffer zum 1:1 mit Teamkollegen.
Karlsruhes Torschütze Marvin Wanitzek (3.v.r) feiert seinen Treffer zum 1:1 mit Teamkollegen. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Hofmann belohnt dominantes Spiel des KSC

Die Intensität nahm in den zweiten 45 Minuten deutlich zu. Ausschlaggebend dafür war der Platzverweis von Paderborns Uwe Hünemeier zu Beginn des zweiten Durchgangs: Der Innenverteidiger räumte Goller mit vollem Risiko und offener Sohle an der Mittellinie ab und flog vom Platz (47.).

Anschließend waren beide Teams angestachelt und lieferten sich zahlreiche hitzige Duelle. Fußballerisch tauschten SCP und KSC die Rollen: Paderborn lauerte in Unterzahl auf Konter, Karlsruhe war von diesem Moment an das spielbestimmende Team.

Philipp Hofmann (M) köpfte den KSC in Paderborn zwischenzeitlich in Führung.
Philipp Hofmann (m.) köpfte den KSC in Paderborn zwischenzeitlich in Führung. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Der Druck des KSC nahm weiter zu, so dass das 2:1 nur eine Frage der Zeit war. Und dann kam es, wie es kommen musste: Hofmann hatte am Fünfmeterraum viel Platz, entwischte seinem Gegenspieler und drückte die Kugel aus fünf Metern über die Linie (70.).

Paderborns Joker macht den Ausgleich, KSC patzt in der Schlussphase

Erst hätte der Treffer nicht zählen sollen, doch der Video-Referee (VAR) erkannte, dass Huth die Kugel erst im Nachfassen hinter der Linie klärte. Nach dem Führungstreffer schaltete der KSC aber zu schnell in den Verwaltungsmodus, was Paderborn zurück ins Spiel half.

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Joker Thalhammer belohnte den mutigen Paderborner Auftritt schließlich mit Anbruch der Schlussphase: Nach schöner Vorarbeit von Pröger musste Thalhammer die Kugel aus fünf Metern nur noch über die Linie drücken (84.).

Vor dem Schlusspfiff vergab dann Joker Schleusener den Auswärtssieg für den KSC, als er aus weniger als fünf Metern unbedrängt neben den Pfosten köpfte (89.) - Sekunden zuvor war er bereits mit einem Fernschuss an Huth gescheitert.