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Karlsruhe Analyse zum Spiel: KSC mit Kampf und Leidenschaft zur Punkteteilung in Fürth

Der Karlsruher SC teilt sich am 32. Spieltag die Punkte mit Aufstiegskandidat Greuther Fürth. In einer umkämpften Partie zeigte die Elf von Christian Eichner wie laufstark und kompakt die Mannschaft steht und zeigte gleichzeitig mit zwei eiskalten Toren, wie effizient die Mannschaft offensiv arbeiten kann.

Die Serie ohne Sieg setzte sich auch gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth fort, denn die Mannschaft von Christian Eichner konnte sich in einer umkämpften Partie nicht durchsetzen und muss  sich schlussendlich mit einem 2:2 begnügen.  

Batmaz von Beginn an

Personell hat Christian Eichner nach der unglücklichen Niederlage in Düsseldorf nur in einer Position seine Startelf verändert: Youngster Malik Batmaz begann für Marc Lorenz, der sich im letzten Spiel verletzte. Mit einem 4-3-3 ging es also auf das Feld, angeführt von Kapitän Jerome Gondorf. 

Sebastian Jung (KSC 2) springt zur Abwehr an den Ball.
Sebastian Jung (KSC 2) springt zur Abwehr an den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Das Spiel begann vielversprechend, als Philipp Hofmann das Kopfballduell mit Jaeckel gewann und nach einer Flanke von Sebastian Jung zur frühen Führung einnetzte (4.). Damit belohnte sich der "Kleeblatt-Schreck" Hofmann mit seinem 11. Saisontreffer und traf damit gegen seinen Ex-Verein.

Fürth rennt an und wird belohnt

Nach dem Blitz-Start liefen die Fürther immer wieder an und probierten ihr Glück vor allem über Meyerhöfer und die rechte Seite. In der 9. Minute kamen die Fürther so zu einer Großchance, als Meyerhöfer Nielsen mit einem Steilpass losschickte und dieser abzog. Kobald stand aber sicher und blockte den Schuss mit seinem Oberkörper ab. 

Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) hält die Torchance aus dem letzten Freistoß.
Torwart Marius Gersbeck (KSC 35) hält die Torchance aus dem letzten Freistoß. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Fürth drang immer wieder auf das Karlsruher Tor, doch die badische Abwehr mit Heise, Wimmer, Kobald und Jung, stand sicher. Ebenso sicher stand Marius Gersbeck, der in Minute 17 eine Riesenchance der Fürther verhinderte und glanzvoll parierte. Nielsen spielte auf Stürmer Hrgota, der vor "Gersi" auftauchte, der Ball aber dank des verkürzten Winkels durch den Karlsruher Torwart abgewehrt wurde. 

Nielsen trifft nach Ecke

Die Badener lauerten auf Konter und nahmen jeden Zweikampf kämpferisch an. Im Laufe der ersten Halbzeit wurde der Druck der Fürther-Offensive immer größer, als Nielsen nach einer Ecke von Seguin volley zum Ausgleich traf (26.). Der Schuss war für den Karlsruher Keeper unhaltbar und belohnte das konsequente Offensivspiel der Mittelfranken. 

Christoph Kobald (KSC 22) in der Abwehr und Zweikampf
Christoph Kobald (KSC 22) in der Abwehr und Zweikampf | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der KSC stand auch nach dem Ausgleich tief und kompakt und stach in der 36. Minute zur erneuten Führung, als Malik Batmaz nach links zu Marco Thiede flankte, der ungedeckt ins linke Toreck einnetzte. Fürths-Torwart Buchert war zwar noch am Ball dran, doch ließ diesen aktionslos ins Tor. Damit nutzte der KSC den dritten Torschuss clever, um zum zweiten Tor einzunetzen. Nach einem Freistoß für Fürth, der ungefährlich blieb, ging es für den KSC mit der Führung im Rücken in die Halbzeitpause. 

Jerome Gondorf (KSC 8) am Ball.
Jerome Gondorf (KSC 8) am Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

In die zweite Hälfte startete Dominik Kother für Sebastian Jung, der angeschlagen in der Kabine blieb. Somit rutschte Thiede wieder nach hinten und Batmaz kam in den zweiten 45.-Minuten über rechts. Die Kleeblätter haben auch in der zweiten Halbzeit den Drang auf den Karlsruher Strafraum gesucht und sich dort erfolgreich festgebissen.

Hrgota spielte steil auf Nielsen, doch Gersbeck war einen Hauch schneller am Ball um den Fürther Ausgleich zu verhindern (49.). Kurz darauf war es wieder Branimir Hrgota der mit Julian Green einen Doppelpass spielte und nur haarscharf am Tor vorbeischoss. Der KSC war also gefordert und auch in der zweiten Halbzeit hellwach. 

Fürth dominiert in Halbzeit zwei

Besonders auffällig war die enorme Laufbereitschaft, die die Karlsruher eindrucksvoll mit 116,97  gelaufenen Kilometern zeigten. Die badische Abwehr stand äußerst kompakt und versuchte die Fürther Offensiv-Aktionen früh zu zerstören. Unversucht ließen die Mittelfranken aber nichts, um den Ausgleich zu erzielen. Ein Foulelfmeter kam diesen  in der 72. Minute mehr als gelegen. Gondorf nahm Angreifer Hrgota übermütig durch ein vermeidbares Foul von den Füßen und verursachte  einen Foulelfmeter, welcher abgezockt von Hrgota verwandelt wurde. 

Marius Gersbeck beim Aufwärmen.
Marius Gersbeck beim Aufwärmen. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Kurz darauf sah alles nach einem Hand-Elfmeter aus, als wieder Hrgota aus gut 20 Metern abzog und Christoph Kobald am Ellenbogen traff. Schiedsrichter Schröder entschied sich zunächst für einen Elfmeter, schaute sich die Situation am Spielfeldrand nochmal an und nimmt seine Entscheidung zurück (72.). Fürth drängte weiterhin auf die Führung, um die drei Punkte im Sportpark Ronhof zu behalten und setzte die Karlsruher unter enorme Bedrängnis in deren Sechzehner.

Fröde-Comeback nach verlängerter Quarantäne

Mit dem Doppelwechsel von Amaechi und Fröde für Batmaz und Breithaupt sollten neue Kräfte und vor allem Entlastung für die badische Elf kommen (80.). Das Lauern auf Konter, wie in der ersten Hälfte brachte dem KSC in den Schlussminuten nichts, denn die Kleeblätter schürten die Badner in ihre eigene Hälfte. Geändert hat daran auch nichts der Wechsel auf der zentralen 9er-Position von Philipp Hofmann auf Babacar Gueye (89.) und wenig später Robin Bormuth als neue Defensiv-Kraft für den jungen Dominik Kother. 

Benjamin Goller (KSC39) liegt enttäuscht nach vergebener Torchance am Boden.
Benjamin Goller (KSC39) liegt enttäuscht nach vergebener Torchance am Boden. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Vier Minuten Nachspielzeit halfen beiden Mannschaften nicht, um über ein Remis hinauszukommen. Dank der großen defensiven Leidenschaft, die der KSC zeigte, blieb es bei einem 2:2 auswärts gegen die Spielvereinigung Greuther Fürth. Die Elf von Christian Eichner bleibt somit auch im neunten Spiel in Folge sieglos, spielt allerdings sicher auch in der nächsten Saison in Liga zwei.

 

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  •   Rundbau-Gespenst
    (12443 Beiträge)

    08.05.2021 19:37 Uhr
    @ka-news: alles olle Kamellen,
    die Fotos zum Artikel! Keine Aktualität.

    Die sind doch aus dem Spiel gegen Aue. Hat das wirklich niemand bemerkt?
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  •   Ringo.Ginsterburg
    (159 Beiträge)

    09.05.2021 08:35 Uhr
    Die Frage ist eher:
    Hat man gedacht, dass das niemand bemerkt?

    Zumal die Bilder erkennbar aus dem Wildparkstadion stammen. Die Krönung ist aber die Bildunterschrift des vorletzten Fotos.
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