Der KSC ist ziemlich unsanft wieder im Liga-Alltag gelandet nach dem Pokal-Höhenflug unter der Woche in Leverkusen. Gegen den SC Paderborn zog die Elf von Christian Eichner mit 2:4 den Kürzeren. Überragender Mann und Angstgegner war dabei Paderborns Stürmer Sven Michel. Vor allem die erste Hälfte der Badener waren komplett zum Vergessen.

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Zum ersten Mal konnte Michel KSC-Keeper Gersbeck nach sieben Minuten überwinden, allerdings zählte dieser Treffer wegen Abseits nicht. Dennoch sah die Karlsruher Hintermannschaft um Routinier Daniel Gordon in der Situation schlecht aus.

Dürftige Koordination in der Defensive

Danach fand das Spiel zu großen Teilen im Mittelfeld statt, keine Mannschaft wollte zunächst vorpreschen. Die Phase zwischen der 20. und 32. Minute werden alle Blau-Weißen wohl gerne aus ihrem Gedächtnis streichen. In diesen zwölf Minuten schenkten die Ostwestfalen den Gastgebern vier Gegentore ein. Justvan eröffnete den Torregen mit einer feinen Einzelaktion.

KSC vs. SC Paderborn 31.10.2021
Julian Justvan, die Nummer 10 des SCP prescht den Ball als erster ins Netz. | Bild: Mia

Wenig später legte Michel nach. Beim KSC fehlte es komplett an Abstimmung in der Defensive, sie bekamen den Laden nicht dicht. Was die effektiven Gäste eiskalt nutzten. Zweimal lud die schwache Abwehr die Ostwestfalen nochmal zum Tore schießen ein, zwei weitere Male zeigte sich Michel eiskalt und machte seinen Dreierpack perfekt. Durchaus hätte die Führung der Mannschaft von Lukas Kwasniok noch höher zur Pause ausfallen können - auch weil der KSC komplett verunsichert war.

Ein zurückgenommener Elfmeter

Nach dem Seitenwechsel brachte Eichner mit Lorenz und Schleusener zwei frische Kräfte im Spiel. Und die Gastgeber zeigten Moral und waren um Ergebniskosmetik bemüht. Der SCP trat offensiv kaum noch in Erscheinung. Mit einem Doppelschlag durch Schleusener (68.) und Hofmann (70.) keimte 20 Minuten vor dem Ende nochmal ein Funken Hoffnung bei den Badenern und den Anhängern auf der Tribüne auf.

KSC vs. SC Paderborn 31.10.2021
Fabian Schleusener gelang der erste Gegentreffer für Karlsruhe. | Bild: Mia

Den Ostwestfalen gelang kaum noch etwas nach vorne, um so für Entlastung zu sorgen. In der 81. Minute nahm Schiedsrichter Timo Gerach eine Elfmeter-Entscheidung nach Ansicht der Videobilder zu Ungunsten des KSC zurück. So dass es beim 2:4 blieb und die ganz heiße Schlussphase ausblieb. In der Nachspielzeit scheiterte Hofmann nochmal an Torhüter Huth.

KSC vs. SC Paderborn 31.10.2021
Tormann Huth hielt auch den letzten Ansturm des KSC. | Bild: Mia

Die Karlsruher zeigten eine gute Moral, allerdings konnte das Aufbäumen der zweiten Hälfte die Fehler der ersten Hälfte nicht kaschieren. Lukas Kwasniok feiert daher einen durchaus verdienten Sieg an der langjährigen Wirkungsstätte.

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