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Karlsruhe Stimmen zum KSC-Spiel: "Wir sind absolut im Soll und wissen, was wir können und was wir nicht können"

Die Siegesserie des Karlsruher SC im Jahr 2021 ist nach dem 1:1-Unentschieden im Heimspiel gegen den FC Heidenheim zwar gerissen, dennoch bleibt die Mannschaft weiter ungeschlagen. Auch deshalb können beide Teams mit der insgesamt gerechten Punkteteilung recht gut leben.

Kapitän Jerome Gondorf, einer der aktivsten Karlsruher gegen Heidenheim, sah ein typisches Zweitliga-Spiel: "Viele, viele Zweikämpfe, vieles auf den zweiten Ball. Ob es jetzt so schön anzuschauen war als neutraler Zuschauer, weiß ich nicht. Aber am Ende müssen wir einfach mit dem Punkt leben heute", so der 30-jährige zentrale Mittelfeldspieler.

Gondorf: "Glaube die erste Hälfte geht ganz klar an uns"

Über die gesamte Spielzeit gesehen auch für Gondorf eine gerechte Punkteteilung, auch weil sein KSC im zweiten Abschnitt nicht mehr so den Zugriff auf den Gegner hatte: "Aufgrund der zweiten Hälfte geht das Unentschieden in Ordnung. Ich glaube, die erste Hälfte geht ganz klar an uns. Wir wussten ganz genau, was Heidenheim wollte. Ich glaube, in der zweiten Halbzeit mit dem Gegentor haben wir dann ein bisschen den Faden verloren, haben nicht mehr unser klares Spiel gehabt und haben wenig das Spiel aufgebaut."

Jerome Gondorf (KSC 8) spielt den Ball.
Jerome Gondorf (KSC 8) spielt den Ball. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Wie bereits in den letzten Partien war der KSC wieder durch einen frühen Treffer in Führung gegangen, verpasste aber weitere klare Gelegenheiten, um einen zweiten Treffer nachzulegen. Heidenheim fand im zweiten Durchgang dann besser ins Spiel, kam zum Ausgleich und setzte beinahe den Führungstreffer drauf. "Es war eine offene Partie, die in beide Richtungen hätte kippen können. Es war ein umkämpftes Spiel und eine gerechte Punkteteilung", analysierte Gäste-Trainer Frank Schmidt.

Frank Schmidt (Trainer Heidenheim 1846) zur Halbzeit
Frank Schmidt (Trainer Heidenheim 1846) zur Halbzeit | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Das war wegen verschiedener Gründe heute ein sehr schweres Spiel für uns. Wir spielten gegen einen starken Gegner, der zuletzt viel Selbstvertrauen tanken konnte. Zudem haben die Platzverhältnisse ein normales Fußballspiel fast nicht zugelassen", so Schmidt weiter.

Hofmann nur an die Latte

Die große Chance zum Lucky Punch auf Karlsruher Seite hatte kurz nach dem Seitenwechsel Top-Torjäger Hofmann, dessen Kopfball nur das Lattenkreuz traf. "Ich glaube, heute war es die Latte bei Philipp Hofmanns Kopfball. Oder auch mal der letzte Pass, der nicht zielgenau kam. Aber ist auch nicht ganz einfach bei unserem Geläuf, also wirklich, da tut man niemandem einen Gefallen damit", verwies Gondorf auf das arg in Mitleidenschaft gezogene Spielfeld im Wildpark.

Philipp Hofmann (KSC 33) in der Brustannahme.
Philipp Hofmann (KSC 33) in der Brustannahme. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Wir hatten uns wie in den letzten Wochen vorgenommen, dem Gegner unsere Art und Weise aufzudrücken. Das hat mit der frühen Führung ganz gut geklappt. Je länger das Spiel ging, desto schlechter wurde der Platz. An ein normales Spiel war nicht mehr zu denken", ordnete Eichner die Partie ein.

Eichner und Gondorf warnen vor zu großer Euphorie: "Wissen wo wir herkommen"

"Wir wissen, wo wir herkommen und müssen uns auch davor schützen zu denken, ein 1:1 gegen Heidenheim wäre kein Erfolg", sagte Karlsruhes Trainer Christian Eichner nach dem Spiel am Sportschau-Mikrofon. "Wir müssen das realistisch einschätzen, wenn uns im Oktober jemand gesagt hätte, wir stehen Ende Januar auf Platz sechs hätte das jeder in Karlsruhe unterschrieben", untermauerte Eichner auch auf der Pressekonferenz.

Christian Eichner (KSC Trainer) brüllt lautstark auf das Spielfeld.
Christian Eichner (KSC Trainer) brüllt lautstark auf das Spielfeld. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Mit voller Motivation richtet er den Blick bereits auf die Rückrunde: "Spätestens ab Montag können wir uns für 17 harte Partien schärfen". "Natürlich sind drei Siege und ein Unentschieden in diesem Jahr mehr als ok. Vor allem weil wir wissen, wo wir herkommen und wie unsere letztjährige Saison war", so Gondorf - damals noch Leihspieler des SC Freiburg. "Wir sind absolut im Soll und wissen, was wir können und was wir nicht können. Und wir versuchen jede Woche 100 Prozent zu geben. Oder sogar mehr".

Zufriedene Gesichter im Wildpark

Ein Fahrplan von Eichner und seinem Team, der aktuell für viele zufriedene Gesichter im Wildpark sorgt und aus Sicht der Badener in der zweiten Halbserie so weiter gehen darf.

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  •   Rundbau-Gespenst
    (12167 Beiträge)

    24.01.2021 14:19 Uhr
    es hätte mehr sein können,
    warum sollte man mit weniger zufrieden sein?
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