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Karlsruhe KSC vor Darmstadt-Spiel: Geisterspiel, Ausfälle und Präsidenten-Rücktritt

Der Karlsruher SC fühlt sich für das erste Spiel nach der Corona-Pause am Samstag, 16. Mai, (Anpfiff 13 Uhr im Wildparkstadion) gut vorbereitet, die Vorfreude ist groß. Man habe die Kleingruppenphase genutzt, um Trainingsakzente zu setzen und Defizite aufzuarbeiten. "Wie gut das gelungen ist, wird sich am Samstag zeigen", so Trainer Christian Eichner am Donnerstagvormittag.

Wie gut ist das Fitnesslevel der Mannschaft nach der langen Trainingspause durch Corona? Diese Frage will Eichner am Donnerstag nicht final beantworten: "Der kommende Samstag wird einen ersten Eindruck geben, was die kommenden Wochen angehen."

Die Voraussetzungen seien für jede Mannschaft gleich, so Eichner. "Es wird viel mehr darauf ankommen mit dem Kopf zu spielen, zu entscheiden, wann man eine Pause nimmt oder das Spiel schnell macht", so der Trainer, "die Mannschaft, welche das am besten hinbekommt, wird am Samstag das Spiel als Sieger verlassen."

Auf wen muss Eichner am Samstag verzichten?

Christian Eichner muss am Samstag gleich auf mehrere Spieler verzichten: Christoph Kobald sitzt eine Gelb-, Änis Ben-Hatira eine Rotsperre aus. Kyoung-rok Choi fällt zudem wegen eines Kreuzbandrisses aus, Babacar Guèye wird aufgrund von Knöchelproblemen ebenfalls nicht spielen. Burak Camoglu hat laut Cheftrainer noch mit den Nachwehen seiner Blinddarm-Operation zu kämpfen, Justin Möbius plagen Schulterprobleme. 

David Pisot (KSC 5) beim Standsprung über die Hindernisse.
David Pisot (KSC 5) beim Standsprung über die Hindernisse. | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Auch Kapitän David Pisot sei aufgrund einer Verletzung an der Hüfte weiter angeschlagen. "Er trainiert zwar wieder, man muss aber sehen, wie er das verkraftet", so Eichner. "Falls er am Samstag nicht einsatzbereit ist, müssen wir schauen, was wir dann machen - denn wir haben nur drei Gelernte in seiner Position als Innenverteidiger."

Um den Kader gegen Darmstadt aufzustocken, habe man daher noch drei Spieler aus der U 19 ins aktuelle Trainingscamp mitgenommen. "Die drei machen sich sehr gut und wir wissen, dass wir sie notfalls ins kalte Wasser werfen können, wenn wir sie brauchen", so der KSC-Coach.

Wie gehen Spieler mit Geisterspiel-Atmosphäre um?

Kein Einlaufen, kein Handshake, keine Zuschauer - und die Trainer am Spielfeldrand mit Mundschutz: Es wird eine besondere Atmosphäre am Samstag und bei den verbleibenden Spielen der Liga sein. Eichner selbst möchte das aber nicht so wichtig nehmen - es sei doch am Ende nur ein Fußballspiel. "Ich glaube, dass meine Jungs fit und bereit sind, am Samstag auch an die Leistungsgrenze zu gehen", sagt Eichner.

Christian Eichner (KSC Trainer) spricht mit der Mannschaft zu Trainingsbeginn.
Christian Eichner (KSC Trainer) spricht mit der Mannschaft zu Trainingsbeginn. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Die KSC-Spieler nehmen die neuen Bedingungen unterschiedlich auf: "Es gibt in jedem Kader Spieler, die brauchen die Zuschauer, um umzuschalten, sich zu fokussieren und klar zu sein", weiß Eichner. Im Training habe man versucht, diese Spieler auf die neue Situation einzustellen - gerne hätte man die Simulation auch schon im Stadion geübt, aber das sei nicht möglich gewesen. "Es wird aber auch Spieler geben, die sich durch die neue Kulisse leichter tun", so der Trainer, "die Mischung wird es machen. Wie bei jeder Mannschaft übrigens."

Wellenreuther-Rücktritt? Mannschaft soll sich auf sportlichen Aspekt konzentrieren

Wie hat die Mannschaft den Rücktritt des Vereinspräsidenten aufgenommen? Die Nachricht des Rücktritts war bei der Pressekonferenz um 12 Uhr noch ganz frisch. "Wir haben die Mannschaft auf dem Platz informiert und es wird sicher noch das ein oder andere Gespräch am Essenstisch dazu geben", so Eichner.

"Wir tun alle aber sehr gut daran, wenn wir das trennen. Wenn wir noch anfangen, uns mit diesen anderen Dingen zu beschäftigten, verlieren wir den Fokus. Wir sind in der Situation, dass wir alles daransetzen müssen, uns auf den Sport zu konzentrieren." Der KSC befindet sich derzeit auf dem vorletzten Tabellenplatz.

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Kommentare (17)
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  •   schwarzvoraugen
    (3585 Beiträge)

    16.05.2020 05:14 Uhr
    Glauben heisst nicht wissen
    Und ihre Heimat Herr Eichner scheint der Glaube zu sein. Wenn auch nur einer der Helden heute nicht in der Lage ist 90 Minuten zu ackern, zu schuften und den jeden Qaudratmeter Boden umzupflügen so zeugt dies von:

    1. der Berufsauffassung der Truppe
    2. der Motivationsfähigkeit des Trainers
    3. mangelnder Auswahlverfahren bei der Zusammenstellung der Mannschaft

    Welch erbärmliche Aussagen in Vorbereitung auf überlebensnotwendige Spiele.

    Haben Sie in Ihrem Trainerlehrgang bei Psychologie gepennt?
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  •   schwarzvoraugen
    (3585 Beiträge)

    16.05.2020 05:41 Uhr
    Vielleicht kommt ja Motivations-Psychologie erst später in Ihrer Ausbildung. Und sicher hatten Sie...
    "Wir konzentrieren uns immer nur auf das eine Spiel, so als ob es das letzte wäre. Wir wollen gewinnen, um unsere Position zu verbessern. Ich glaube, dass wir uns bestmöglich vorbereitet haben. Natürlich müssen wir noch ein bisschen aggressiver im Zweikampf werden, aber wir konnten unsere Abläufe gut trainieren. Wir haben den Gegner vor der Pause analysiert und wissen, dass wir viel investieren müssen, um sie zu schlagen. Dass wir das können, haben wir schon gezeigt."

    Auch hier "glaubt" jemand, etwas Unsicherheit ist dabei beim Kaltstart. Aber hier weiss auch Jemand, dass die Hausaufgaben gemacht wurden, Training wurde absolviert, Schwachstellen des Gegners analysisert. Besonders aber will hier Jemand gewinnen und baut auf die vergangene positive Erfahrung des Erfolgs gegen diesen Gegner.

    Herr Eichner wir haben in Darmstadt im Pokal gewonnen. Wir wissen was es heisst gegen Darmstadt als Sieger vom Platz zu gehen.

    Nutzen Sie diesen Schnellkurs. Noch ist es nicht zu spät.
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  •   RainerBu
    (1210 Beiträge)

    15.05.2020 13:04 Uhr
    fokussiert
    sie sind bereit und fokussiert. Bisher war das immer nur Fußballer-Gebabbel .Pleite folgte auf den Fuß

    @schmidmi : ich kenn die Realität .Aber 1/3 Zuschauergeld wäre besser wie Null
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  •   andi-b7
    (3279 Beiträge)

    15.05.2020 10:03 Uhr
    keine Ausreden, 3 Punkte bleiben im Wildpark
    rennt um des Vereines Willen !

    blau weiß für immer solange die Sterne noch stehen.....
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  •   Gevatter
    (378 Beiträge)

    15.05.2020 09:35 Uhr
    Platz 16
    würde reichen, da keine Qualifikation gespielt wird, und nur der 17. und 18. absteigt bei einem Abbruch. Wäre machbar
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  •   Badenstolz
    (1440 Beiträge)

    14.05.2020 19:42 Uhr
    Extrem wichtiges Spiel ,
    es gilt den Negativtrend vor dem Break zu stoppen!
    Die Möglichkeit das bei einem vorzeitigen Saisonabruch die aktuelle Tabelle gewertet wird und es wohl dann auch Absteiger gibt (so das derzeit favorisierte Model der DFL) , kann jedes kommende Spiel das letzte sein - Der KSC muss schleunigst da unten raus .
    Die Spiele vor leeren Rängen , mit nicht Wettkampffitten Spielern wird eine große Herauforderung ... bin gespannt wie das Eiche Team das meistert ... Kampf und Wille werden noch wichtiger sein als ohne hin schon.

    Gebt Alles Jungs - JETZT
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  •   Weichei
    (755 Beiträge)

    14.05.2020 16:59 Uhr
    Es wird viel mehr darauf ankommen mit dem Kopf zu spielen
    Richtig das nennt man Kopfball. Habe ich recht?
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  •   RainerBu
    (1210 Beiträge)

    14.05.2020 16:04 Uhr
    Geisterspiele
    hätt ich dagegen protestiert.Warum soll es nicht möglich sein 3000 Leute (Losverfahren) ins Stadion zu lassen .
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  •   melotronix
    (3251 Beiträge)

    14.05.2020 16:12 Uhr
    da kannst du protestieren wie du möchtest..
    Veranstaltungen in diesen Grössenordnungen sind verboten. Es reicht schon über Maßen,
    dass Fussballspiele stattfinden.
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  •   kritiker_2014
    (537 Beiträge)

    14.05.2020 23:25 Uhr
    meiner Meinung nach
    wird mit zweierlei Maß gemessen.
    Bei der Demo in Stuttgart wurden 10.000 Leute zugelassen
    und soviel waren letztendlich auch da.
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