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Karlsruhe KSC gegen Kiel: Im letzten Heimspiel der Saison erwartet Karlsruhe "ein absolutes Topteam der Liga"

Am Sonntag (Anpfiff 15.30 Uhr) geht es für den Karlsruher SC in das letzte Heimspiel der Saison. Der Gegner: Holstein Kiel. Mit den Störchen erwarten den KSC ganz besonders starke Spieler. Nicht umsonst sind sie aktuell Bundesliga-Anwärter. Doch die Statistiken sprechen auch für die Eichner-Elf. Die Fakten zum Spiel.

Am Mittwoch begann für den KSC-Kader das Quarantäne-Trainingslager in der Sportschule in Karlsruhe-Durlach. "Die Bedingungen hier sind prächtig, wir arbeiten intensiv, um unser Ziel zu erreichen. Und das lautet: das Heimspiel gegen Holstein Kiel zu gewinnen", so KSC-Trainer Christian Eichner.

Der Coach traut seiner Mannschaft einen Dreier zu, "obwohl Kiel ein absolutes Topteam der Liga ist und mit aller Macht in die Erste Bundesliga aufsteigen will". Gelingt der Aufstieg, ist Kiel der erste Club aus Schleswig-Holstein in der Geschichte der Bundesliga. Das Team der "Störche" ist eine der Überraschungs-Mannschaften der Saison. Die Elf ist seit sechs Spieltagen in Liga zwei unbesiegt, gewann zuletzt gar viermal in Folge.

Eichner von Niederlagenserie genervt

Auch daher spricht der Trend gegen den KSC. Denn, während Holstein Kiel auf einer Erfolgswelle reitet und dem Aufstieg immer näher kommt, hechelt der KSC seit neun Begegnungen einem echten Erfolgserlebnis - sprich Sieg - hinterher. Trainer Eichner bekennt: "Natürlich nerven solche Serien", fügt aber schnell, mit Blick auf die vielen Unentschieden, hinzu: "Wir sind aber auch schwer zu schlagen."

Dennoch gelang es den Badenern im heimischen Wildpark seit Ende Januar nicht, einen Gegner zu besiegen. Die Eichner-Elf ist auf der Baustelle im Wildpark seit sieben Spielen ohne Dreier. Nur allzu gerne würde Eichner im letzten Heimspiel der Saison endlich wieder einen Sieg bejubeln, um beim ersten Heimspiel in der kommenden Saison mit einem guten Gefühl aufs Feld zu gehen.

Störche sind "absolute Topakteure"

Für den KSC-Coach ist klar: "Jetzt kommt wieder ein Spitzenteam auf uns zu. Kiel hat viele absolute Topakteure im Kader. Der Koreaner Jae-Sung Lee, Routinier Fin Bartels, Angreifer Janni Serra und auch Fabian Reese. Der ist enorm schnell und gefährlich. Ich könnte noch einige aufzählen."

Kiels Janni Luca Serra (r) bejubelt sein Tor mit Fin Bartels (l) und Jae-Sung Lee.
Kiels Janni Luca Serra (r) bejubelt sein Tor mit Fin Bartels (l) und Jae-Sung Lee. | Bild: Martin Meissner/AP POOL/dpa

Apropos Fabian Reese: Der stand schon beim KSC als Leihspieler unter Vertrag - unter dubiosen Voraussetzungen verpflichtet, als Außenbahnspieler kam er meist im Sturmzentrum zum Einsatz. Reese soll froh gewesen sein, als dieses Missverständnis vorüber war.

Kieler sind unerbittliche Kämpfer

Positive Erinnerungen an den KSC hat Jonas Meffert. "Meffo" ist noch immer bekennender KSC-Fan. Der Mittelfelddauerläufer absolvierte für den KSC 62 Zweitligaspiele. Mit Jannik Dehm steht ein Profi im Kieler Kader, der im Wildpark ausgebildet wurde. Der Rechtsverteidiger ist - wie Marvin Wanitzek - in Bruchsal geboren. Dehm war von 2012 bis 2015 bei den Blau-Weißen, kam in einem Zweitligaspiel zum Einsatz.

Heidenheims Tim Kleindienst (r) und Kiels Jannik Dehm kämpfen um den Ball.
Heidenheims Tim Kleindienst (r) und Kiels Jannik Dehm kämpfen um den Ball. | Bild: Stefan Puchner/dpa

In der "Kicker Rangliste" sind mit dem 34 Jahre alten Routinier Finn Bartels, Kreativspieler Lee und Abwehrchef Hauke Finn Wahl drei Spieler unter dem besten Dutzend der Liga platziert. Bester Torschütze der Störche ist Janni Serra mit 16 Treffern. KSC-Torjäger Philipp Hofmann erzielte bisher elf Treffer.

Philipp Hofmann (KSC 33) in der Ballannahme vor dem Tor von Aue.
Philipp Hofmann (KSC 33) in der Ballannahme vor dem Tor von Aue. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Apropos Tore: Gegen keinen aktuellen Zweitligisten haben die Störche einen so hohen Punkteschnitt in Pflichtspielen wie gegen die Karlsruher: 2,75 Treffer pro Partie. Die Kieler sind auf dem Feld keine Lämmer, eher kompromisslose Kämpfer: 51 Verwarnungen, drei Platzverweise belegen das. Aber: Auch KSC-Profis können austeilen. 68 Verwarnungen und vier Feldverweise stehen da zu Buche.

KSC in der Anfangsphase besonders torgefährlich

Mit 13 Tore in der Anfangsviertelstunde stellt der KSC in diesem Zeitraum das torgefährlichste Team der Liga. Vier Pflichtspiele gab es erst zwischen beiden Klubs. Dreimal in Liga zwei, einmal im DFB-Pokal. Insgesamt: drei Siege für die Störche, nur einmal gingen die Karlsruher als Sieger vom Feld. Das war in der laufenden Spielrunde.

Will mit Kiel den großen BVB aus dem Pokal werfen und damit ins Finale nach Berlin: Holstein-Coach Ole Werner.
Holstein-Coach Ole Werner. | Bild: Daniel Karmann/dpa

Im Hinspiel am 17. Januar konnten die Badener mit 3:2 in Kiel die Oberhand behalten. Torschützen: Philip Heise, Marco Thiede und Robin Bormuth. Der Punkteschnitt der Trainer, die sich gut kennen und schätzen: Eichner brachte es in 33 Spielen unter seiner Regie im Schnitt auf 1,39 Zähler, Ole Werner verbuchte in 39 Partien durchschnittlich 1,97 Punkte.

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  •   haustier
    (1381 Beiträge)

    15.05.2021 16:44 Uhr
    Kiel, zu groß
    Für mich sind die Kieler die positive Überraschung der Saison, hatte ich mit dem HSV, Düsseldorf oder Paderborn andere Mannschaften dort oben erwartet. Da wir über 90 Minuten nur mit langen Bällen auf einen zugestellten Hofmann agieren und die Außen Flanken in Richtung Karlsruher Nachmittagssonne treten werden , erwarte ich nicht viel.
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  •   Waterman
    (6559 Beiträge)

    15.05.2021 14:57 Uhr
    Spielserie gegen Tabellenzweite
    Der HSV und Greuther-Fürth waren jeweils Tabellenzweite als sie gegen den KSC per Unentschieden verloren.

    Das wäre doch eine schöne Serie, die man gegen Holstein Kiel fortsetzen sollte, oder?

    Wie bitte?

    Nicht genug Siegeswillen?

    Ach so, na dann.
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  •   Schmarow
    (1019 Beiträge)

    15.05.2021 11:48 Uhr
    Absolutes Spitzenteam!
    8 Spiele in 3 Wochen, nur eines verloren (DFB Pokal gg. Dortmund) und bis auf 2 Spiele alle gewonnen, nach der Quarantäne. Kein Gejammer, keine Selbstzufriedenheit und absoluter Siegeswillen. An dieser Einstellung und an diesem Willen können sich andere Teams ein Beispiel nehmen. Gegen dieses Team zu gewinnen, würde sehr viel vergessen machen, was die magere Heimbilanz angeht. Und vielleicht holt man mit 2 Siegen das schier übermächtige Heidenheim noch ein im letzten Spiel.
    Gebt Gas, Jungs! Falls man das nach Aogo noch sagen darf...
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  •   Schmarow
    (1019 Beiträge)

    16.05.2021 17:31 Uhr
    Geht doch!
    Super, Jungs! Ein bisschen Dusel mit dem Abseits, aber aufgrund der 2. Hz. absolut verdient.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12432 Beiträge)

    15.05.2021 09:03 Uhr
    @ Herr Putzing: kann man das so ableiten?
    "Punkteschnitt in Pflichtspielen wie gegen die Karlsruher: 2,75 Treffer pro Partie"

    Wie wäre es, wenn ein Spiel mit 0:1 verloren ginge, das nächste aber mit 4:3 gewonnen würde ???
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