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Karlsruhe KSC erwartet mit Auswärtsmacht Greuther Fürth "eines der stärksten Teams der Liga" - die Facts zum Spiel

Am Freitagabend steht für den Karlsruher SC ein Flutlichtspiel auf dem Zweitliga-Programm. Die drittplatzierte Spielvereinigung Greuther Fürth wird im Wildpark zu Gast sein. KSC-Fans werden bestimmt glücklich auf die letzte Begegnung mit dem "Kleeblatt" zurück blicken: Auswärts konnte mit einem 2:1 Sieg der direkte Klassenerhalt gefeiert werden. Das letzte Heimspiel lief allerdings deutlich weniger erfolgreich. Peter Putzing mit den Facts zum 15. Spieltag.

Welcher KSC Fan könnte das vergessen? Wohl keiner! Am 28. Juni 2020 sicherten sich die Badener durch einen 2:1 Erfolg in Fürth den Klassenerhalt. Die Tore für den Zweitligaerhalt erzielten Dominik Kother und "Tormaschine" Philipp Hofmann. Soviel zum letzten Aufeinandertreffen der beiden Zweitligisten. 

Eichner erwartet "eines der stärksten Teams der Liga"

Jetzt ist die Aufgabe gegen Greuther Fürth wohl noch schwieriger als Ende Juni 2020. Aus einigen Gründen. Zum Beispiel kommen die Gäste mit drei Siegen in Serie ins Badische.

Philipp Hofmann erzielte am letzten Spieltag eines der beiden wichtigen Tore gegen Fürth. (Bild aus dem Hinspiel der Saison 2019/20)
Philipp Hofmann erzielte am letzten Spieltag eines der beiden wichtigen Tore gegen Fürth. (Bild aus dem Hinspiel der Saison 2019/20) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Für KSC-Trainer Christian Eichner ist die Elf von Greuther Fürth "eines der spielstärksten Teams der Liga." Doch das macht Eichner keine Angst, sondern stimmt ihn eher zuversichtlich. Denn der Coach weiß um Stärken und Schwächen seines Teams. Aufgrund der Kaderstruktur ist der KSC erfolgreicher, wenn der Gegner mehr den Ball hat. Das Erfolgsrezept gegen die Franken heißt wohl: Abwartend, aber absolut aggressiv agieren.

Selbst beim 4:2 Sieg beim Tabellenletzten Würzburger Kickers hatten die Wildparkprofis nur 43 Prozent Ballbesitz. Gegen das Topteam Greuther Fürth könnte dieser Wert ähnlich sein und auch daher ein weiterer Dreier eingefahren werden.

Fürth setzt auf Ballbesitz-Fußball

Greuther Fürths Spielphilosophie heißt: Ballbesitzfußball, wann immer es geht. Bisher war die Kugel im Schnitt zu 55 Prozent unter der Kontrolle von Fürther Profis. Beeindruckend dann: Die Passgenauigkeit mit der die Kugel in den eigenen Reihen blieb - 80 Prozent.

In der Offensive bewies die Elf große Schussgenauigkeit. Fast jeder zweite Schuss der Franken traf das gegnerische Gehäuse. Daraus resultierte, dass die Mannschaft fast zwei Tore pro Partie - exakt 1,9 - erzielte. Allerdings mussten auch 1,2 Treffer pro Begegnung hingenommen werden. Drei Spiele überstand der KSC-Gegner ohne Gegentreffer.

Von den 27 markierten Treffern wurden 25 Tore von innerhalb des Strafraums erzielt. Darunter waren vier Kopfballtore. Von zwei Elfmetern wurde einer verwandelt.

Stars werden aufgebaut

Eines zeichnet die sportliche Leitung von Greuther Fürth seit Jahren aus: Mit viel Fleiß und Sachverstand wurden immer wieder Spieler aus unteren Ligen verpflichtet, die null Erfahrung in der aktuellen oder gar höheren Spielklasse des Fürther Teams hatten - aber zu Stammspielern, gar Leistungsträgern wurden. So etwas gelang den KSC-Verantwortlichen seit Jahren nicht mehr.

Wie stark der Kader der Gäste besetzt ist, belegt das Ranking des Fachmagazins "Kicker" bei den "Topspielern der Liga": Da sind gleich drei Profis der "Kleeblätter" unter den zehn aktuell besten Spielern der 2. Bundesliga zu finden. Angreifer Branimir Hrgota, Mittelfeldmann Paul Seguin und Abwehrspieler David Raum.

Greuther Fürth konnte sich im DFB-Pokal im Elfmeterschießen gegen die TSG Hoffenheim durchsetzen.
Greuther Fürth konnte sich im DFB-Pokal im Elfmeterschießen gegen die TSG Hoffenheim durchsetzen. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Abwehrrecke Raum stand, wie Keeper Sascha Burchert, in jeder Partie die kompletten 90 Minuten auf dem Spielfeld. In Sachen "Kicker-Noten" ist KSC-Keeper Marius Gersbeck allerdings besser als Burchert.

"Kleeblätter" sind laufstark

Bester Fürther Torschütze ist Mittelfeldmann Sebastian Ernst mit sechs Treffern. Raum war der laufstärkste Franke, spulte 158,27 Kilometer ab. Etwas dahinter: Marco Meyerhöfer mit 152,02 Kilometern. Auch Seguin lief mit 144,78 Kilometern ein wenig mehr als der lauffreudigste Karlsruher: Marco Thiede brachte es auf 141,2 Kilometer. Als Team steht Fürth mit insgesamt 1635,12 Kilometern einiges vor dem KSC. Die Badener brachten es auf 1579,40 Kilometer.

Fürths Sebastian Ernst (r) im Zweikampf mit Nürnbergs Robin Hack.
Fürths Sebastian Ernst (r) im Zweikampf mit Nürnbergs Robin Hack. | Bild: Daniel Karmann/dpa

In Sachen Fairness - Verwarnungen, Platzverweise - belegt Greuther Fürth Rang zwei in diesem speziellen Ranking. Die Badener sind da - Tabellenletzter.

Fürth belegt in der regulären Tabelle den dritten Rang, mit stolzen 27 Punkten auf dem Konto. Die basieren vor allem auf einer Stärke: Die Gäste stellen das beste Auswärtsteam der 2. Bundesliga!

Auswärtsmacht Greuther Fürth

In sieben Spielen wurden 17 Punkte auswärts geholt. Auf gegnerischem Gelände ist man unbesiegt. Fünf Siege, zwei Unentschieden, 17 zu sechs Tore – eine tolle Bilanz. Also: Eine echte Ansage für den KSC! Doch die badische Heimbilanz macht Mut: von 16 Partien wurden nur fünf verloren.

Schwere Aufgabe für Christian Eichner und seine Mannschaft: Fürth ist auswärts bisher sehr stark.
Schwere Aufgabe für Christian Eichner und seine Mannschaft: Fürth ist auswärts bisher sehr stark. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Von den insgesamt 55 ausgetragenen Begegnungen gewannen die Badener 26, 13 endeten remis, das Torverhältnis lautet: 85 zu 67 pro Wildparkclub. In Liga 2 gab es 20 Aufeinandertreffen, davon gestaltete der KSC zehn Spiele siegreich, spielte fünf Mal remis.

Der Cheftrainer der Gäste, Stefan Leitl, kann einen überragenden Punkteschnitt von 2,06 Zählern pro Partie vorweisen.

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  •   schwarzvoraugen
    (4029 Beiträge)

    08.01.2021 19:48 Uhr
    Heise und Lorenz aufpassen
    Rotgefahr
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  •   schwarzvoraugen
    (4029 Beiträge)

    08.01.2021 19:46 Uhr
    Greifen zu spät an
    betteln um nächsten Elfmeter
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  •   schwarzvoraugen
    (4029 Beiträge)

    08.01.2021 19:34 Uhr
    Tiede und Heise pennen um die Wette
    ich hoffe die Helden haben es jetzt geschnallt:

    Früh attackieren, die Abwehr früh angehen, draufgehen.

    Wir haben 15 Minuten gezeigt wie es geht, dann wieder durch indiciduelle,Fehler das Spiel aus der Hand gegeben.

    Deshalb vorne angehen, Fehler vermeiden und Platzverweise vermeiden.

    Dann ist dort ein Sieg drin.
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  •   schwarzvoraugen
    (4029 Beiträge)

    08.01.2021 17:02 Uhr
    Nachdem wir in den ersten Spielen gegen 10 der Top 5 Teams gespielt haben
    haben wir jetzt zum Unglück noch die Top of the Top vor uns. Heute eben Fürth und nächste Woche dann eben Kiel.

    Diese beiden Teams machen einfach nur das Beste aus der gegebenen Situation und geniessen jeden Spieltag auch im festen Glauben daran, dass sie den Aufstieg packen können. Bielefeld ist das beste Beispiel wie es läuft, wenn alle vermeintlichen Favoriten (HSV, Ddf, Hannover...) schwächeln.

    Wir haben einen der übelsten Plätze zu bespielen, besonders bei den aktuellen Wetterverhältnissen. Daraus müssen wir besser Kapital schlagen. Ansonsten ist doch wahrlich kein Unterschied ob das Spiel nun in Fürth oder zu Hause ausgetragen wird.

    Aggressives Verteidigen, frühes Anlaufen, enges Decken, frühes Stören, effiziente Chancenverwertung, das ist heute Abend gefragt.

    Das Motto darf nicht sein ehrfürchtig zu erstarren, das Ziel muss sein den Punkteschnitt des Gästetrainers unter 2 zu drücken, den Abstand auf Fürth um 3 Punkte zu verringern.

    Dann wird das was.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12430 Beiträge)

    08.01.2021 21:11 Uhr
    "10 der Top 5 Teams"
    Rechnen - schwach!
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  •   schwarzvoraugen
    (4029 Beiträge)

    08.01.2021 21:30 Uhr
    ☺️
    Du beginnst zu verstehen...
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  •   Kemp
    (50 Beiträge)

    08.01.2021 13:17 Uhr
    Exakt!
    ...nicht viel hinzuzufügen. Nur: Gebt Eiche so bald wie möglich einen möglichst langfristigen Vertrag.
    Tatsächlich ist er einer der fähigsten jungen Trainer.
    Das wird Begehrlichkeiten wecken.
    Unabhängig vom Ergebnis heute Abend: Der sukzessive Entwicklungsprozess ist nicht mehr zu stoppen- nächste Saison sind wir (ganz)oben mit dabei...
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  •   sauerbraten
    (2260 Beiträge)

    08.01.2021 11:39 Uhr
    Einen 5er, wie beim letzten mal,
    wird's heute wohl eher nicht geben, aber trotzdem ist Fuerth halt einer von den Gegnern, gegen die man besser auswaerts spielt. Rechne wohl mit keiner Klatsche und einem Match an der Kante zur Augenhoehe, das letztendlich in alle Richtungen ausschlagen kann, aber wuerde schon auch sagen, dass die Fuerther heute abend leichter Favorit sind. Sicher duerfte sein, dass es unterhaltsam und nicht langweilig wird. Man kann dem KSC wieder zugucken, selbst dann, wenn sie verlieren und das hat verdammt viel mit Eichner zu tun.
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  •   Kraichgauer80
    (207 Beiträge)

    08.01.2021 17:46 Uhr
    Ich hoffe die Arbeit
    von Eichner trägt weiter Früchte. Meiner Meinung nach ist Konstanz in den einzelnen Positionen der Schlüssel zum langfristigen Erfolg. Dies zeigt sich bei einigen Vereinen die sich schon lange beeindruckend in den Ligen beweisen. Trainerwechsel kosten nur Geld und bringen oft nur kurzfristige Effekte. Mit Eichner haben wir einen Trainer der sich perfekt mit dem KSC identifiziert und den Club im Herzen trägt. Ich wünsche uns allen mal einen langfristigen Aufwärtstrend. Die nächsten Jahre werden noch eine Herausforderung werden, die wirtschaftlichen Auswirkungen von Corona wirken sich noch lange aus.
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  •   Krunemer
    (268 Beiträge)

    08.01.2021 17:00 Uhr
    Sehr guter
    Kommentar, genauso ist es.
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