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Karlsruhe KSC auf Punktejagd: Wird die Heimbilanz Gegner Holstein Kiel zum Verhängnis?

Dem KSV Holstein Kiel gelang die Sensation: Nach einem Elfmeterschießen warfen die Kieler den großen FC Bayern München aus dem DFB-Pokal, schafften so den Sprung ins Achtelfinale. Müssen die Karlsruher am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) daher umso härter um einen Sieg gegen die Störche kämpfen? ka-news.de hat den Gegner im Faktencheck.

Ein Sieg gegen Fußball-Rekordmeister Bayern München? Für KSC-Trainer Christian Eichner hat das keine allzu großen Auswirkungen auf die Partie des KSC am Sonntag im Holstein Stadion. "Ein Zweitligateam schaffte es, drei Partien in einer Woche zu absolvieren, auch wenn eine über 120 Minuten ging", sagt dazu der KSC-Coach.

Natürlich wäre der Erfolg gut für das Selbstvertrauen, aber auch seine Mannschaft habe Selbstvertrauen. Zu dem im Fußball bekannten Spruch: "Wer gegen die Bayern gewinnt, verliert das nächste Spiel!" sagt "Eiche" nichts. Er denke an seine Mannschaft, will die akribisch auf die Begegnung im Holstein Stadion vorbereiten.

Der KSC trifft - nach der Partie gegen Greuther Fürth - schon wieder auf ein absolutes Topteam der 2. Bundesliga. Die rund 700 Kilometer lange Reise geht für die Badener in den hohen Norden zum Tabellendritten Holstein Kiel. Das Team der "Störche" ist eine der Überraschungsmannschaften der Saison. Allerdings wurde Eichner von der starken Leistung der Kieler nicht überrascht.

Kieler Kader blendend zusammengestellt

Schon vor der laufenden Spielrunde erklärte Eichner, dass die Kieler für ihn "ein Aufstiegskandidat" sind. Der Kader der Störche ist ohne teure Stars, mit Augenmaß, mit einem klaren Plan, mit viel Fleiß und wenig Geld, blendend zusammengestellt. Dass die Kieler im Aufstiegsrennen mitmischen, ist der Beleg für seriöse Aufbauarbeit der sportlich Verantwortlichen.

Faktisch heißt das: 29 Punkte sind auf dem Konto. Das Torverhältnis: 24 zu 14. 23 Treffer wurden von innerhalb des Strafraumes erzielt. Vier Kopfballtreffer und ein Tor nach einem Standard wurden markiert. Verschuldet wurde ein Elfmeter, aber schon fünf Elfmeter wurden den Kielern zugesprochen - allesamt verwandelt. Alexander Mühling verwandelte vier davon sicher - also Achtung KSC: Im Strafraum klug, clever und mit Bedacht zur Sache gehen.

Heimbilanz nicht angsteinflößend

Mittelfeldmann Mühling ist mit insgesamt sechs Treffern bester Torschütze der Störche. Nummer zwei: Janni Serra mit vier, dann Fin Bartels mit drei Treffern. Die Kieler sind auf dem Feld keine Lämmer, eher kompromisslose Kampfmaschinen. 30 Verwarnungen sowie drei Platzverweise belegen das. Die Heimbilanz der Kieler ist hingegen nicht angsteinflößend. In dieser Tabelle belegt der KSC-Gegner Position sieben, hat in acht Heimspielen 14 Punkte geholt.

Hat seinen Vertrag bei Holstein Kiel verlängert: Alexander Mühling bleibt am Ball.
Alexander Mühling | Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Das Torverhältnis mit nur zwölf zu zehn Tore macht dem KSC durchaus Mut. Die Auswärtsbilanz der Störche dagegen ist blendend: Rang zwei, sieben Spiele – starke 15 Punkte! 1,6 Treffer pro Partie schafften die Holstein-Profis, mussten 0,9 Tore im Schnitt hinnehmen. Aber in sechs Spielen blieb man ohne Gegentor - prima Bilanz. 55 Prozent Ballbesitz – das kommt dem KSC entgegen.

Drei Ex-KSC'ler im Holstein-Kader

Denn die Badener haben die Kugel nicht gerne lange in Ballbesitz. 82 Prozent Passgenauigkeit beweisen Kiels fußballerische Qualität. Ex-KSC-Profi Jonas Meffert stand in 15 Partien in der Startelf, ist unverzichtbar. "Meffo", der sich immer gerne an die KSC Zeit erinnert und – außer bei direkten Duellen - dem Wildparkclub die Daumen drückt, ist mit 170,58 Kilometer der laufstärkste Profi in Liga zwei, 11,41 Kilometer pro Partie spulte er ab. Karlsruhes Bester auf diesem Terrain? Marco Thiede, mit 158,53 Kilometer, etwas weniger. Insgesamt legten die Kieler 1.706,11 Kilometer zurück - unwesentlich mehr als der KSC mit 1.695,65 Kilometer.

Jonas Meffert auf dem Spielfeld.
Jonas Meffert auf dem Spielfeld. | Bild: Uwe Anspach/Archiv

Mit Jannik Dehm steht ein Profi im Kieler Kader, der im Wildpark ausgebildet wurde. Der 24 Jahre alte Rechtsverteidiger ist - wie Marvin Wanitzek - in Bruchsal geboren. Dehm war von 2012 bi 2015 bei den Blau-Weißen, kam in einem Zweitligaspiel zum Einsatz. Auch Fabian Reese stand im Wildpark unter Vertrag, absolvierte zehn Spiele, brachte es auf insgesamt 491 Einsatzminuten. Reese und Meffert gaben bei den Kielern gegen den KSC die meisten Torvorlagen.

Jannik Dehm und Reutlingens Daniel Schachtschneider (r.) im Duell.
Jannik Dehm und Reutlingens Daniel Schachtschneider (r.) im Duell. | Bild: Daniel Maurer

Die Gesamtbilanz der Pflichtspiele sieht für die Badener sehr schlecht aus. Drei Begegnungen gab es bisher - alle drei wurden verloren. Torverhältnis dabei: drei zu neun. Aber: Die Formkurve spricht für den KSC. Die Eichner-Elf gewann zuletzt zwei Mal in Folge – die Kieler ergattern in diesem Zeitraum nur einen Zähler.

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  •   brosi13
    (577 Beiträge)

    17.01.2021 15:27 Uhr
    Ich lach' mich tot...
    ...der KSC ist besser als die Bayern! zwinkern)))))))))))))) Die können froh sein in dieser Saison nicht auf den KSC zu treffen!!!! [bJungs, ihr seid einfach wunderbar][/b]
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12417 Beiträge)

    17.01.2021 15:30 Uhr
    volle
    Zustimmung.

    grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12417 Beiträge)

    16.01.2021 15:06 Uhr
    und was lernen wir daraus?
    glaube keiner Statistik, die Du nicht selbst "gegriecht" hast!

    Egal, es zählt nur der Erfolg.

    Forza, KSC !!!

    grinsen
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