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Karlsruhe KSC-Analyse zum Saisonfinale in Fürth: Mit Leidenschaft und Wille die Klasse gehalten

Der Karlsruher SC spielt auch in der kommenden Saison wieder in der zweiten Liga. Die Eichner-Elf gewann am Sonntagnachmittag ihre Partie bei Greuther Fürth mit 2:1. Da der 1. FC Nürnberg bei Holstein Kiel nicht über ein 1:1 hinausgekommen ist, haben die Blau-Weißen die Franken in der Tabelle überholt und schließen die Runde auf Platz 15 ab - direkter Klassenerhalt.

Christian Eichner brachte im Vergleich zur 3:3-Aufholjagd gegen Bielefeld drei neue Spieler in die Startelf: Für Marc Lorenz, Änis Ben-Hatira und Dirk Carlson spielten diesmal Marco Djuricin, Dominik Kother und Damian Roßbach im leeren Fürther Ronhof.  

Und der Start hätte nicht schlimmer laufen können für den Karlsruher SC: Bereits nach zwei Minuten zappelte der Ball im Gehäuse von Benjamin Uphoff. Über die rechte Seite kann Roßbach die Flanke nicht verhindern und der Fürther Daniel Keita-Ruel kann relativ ungestört aus kurzer Distanz einköpfen. Die frühe kalte Dusche.Und nur wenige Momente später kam das Zwischenergebnis aus Kiel. Die Nürnberger haben das 1:0 erzielt - zu diesem frühen Zeitpunkt waren die Karlsruher fünf Punkte hinter den Franken. 

Erster Profitreffer für Kother

Die erste nennenswerte Tormöglichkeit hatte nach sieben Minuten Top-Torjäger Philipp Hofmann. Damian Roßbach bediente den 27-Jährigen, dessen Kopfball knapp am Kasten vorbeigeht. Die ersten 20 Minuten hatten die Gastgeber mehr von der Partie.

Doch nach 21 Zeigerumdrehungen durften die Badener jubeln: Nach einem Eckball gewinnt Hofmann sein Kopfballduell und bringt den Ball Richtung Tor. Am linken Pfosten wartet Dominik Kother und erzielt aus kurzer Distanz seinen ersten Profitreffer überhaupt. Der Treffer war umstritten, da sich Hofmann beim Zweikampf ein wenig bei seinem Gegenspieler aufstützte - doch der Schiedsrichter ließ das Tor gelten. 

Dominik Kother (KSC19)
Dominik Kother. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zum Ende des ersten Durchgangs hatten Kother (41. Minute) und Gondorf (42.) die Möglichkeit ihre Farben in Führung zu bringen. Die Kleeblätter in den ersten 45 Minuten mit mehr Spielanteilen - die besseren Chancen hatten die Gäste.

Hofmann sicher vom Punkt

Nach dem Seitenwechsel war das Spiel ausgeglichener und beide Teams wollten den Sieg. Nach rund einer Stunde wurde Marvin Wanitzek im Strafraum der Fürther zu Fall gebracht. Der Unparteiische zeigte auf den Punkt - auch hier etwas umstritten, da schwer zu erkennen war ob ein Foulspiel vorlag und ob der Kontakt innerhalb oder außerhalb war. Hofmann schob unbeeindruckt davon den Ball ins linke untere Eck. "Philipp Hofmann ist für mich einer der Männer der Saison", sagt Trainer Christian Eichner nach dem Spiel.

Philipp Hofmann (KSC 33) am Ball im Angriff vor dem Ggegnerischen Tor.
Philipp Hofmann (KSC 33) am Ball im Angriff vor dem Ggegnerischen Tor. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Keine zehn Minuten später die frohe Kunde aus dem hohen Norden, Holstein Kiel hat den Ausgleichstreffer gegen die Nürnberger gemacht - der KSC hätte bei diesen Ergebnissen den direkten Klassenerhalt dank des besseren Torverhältnisses sicher. Im Anschluss spielte der KSC souverän den Sieg runter und schaute anschließend bangen Blickes nach Kiel.

Als auch dort der Schlusspfiff ertönte kannte der Jubel von Mannschaft und Trainerteam keine Grenzen. "Die Mannschaft hat in den vergangenen Wochen nicht den Glauben verloren und immer versucht ihr Bestes zu geben", so Eichner. 

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Kommentare (9)
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  •   RainerBu
    (1083 Beiträge)

    30.06.2020 08:32 Uhr
    der Schiri
    hatte ein Herz für den Club , der die Punkte dringender brauchte und Fürth hat sicher nicht 100 Prozent reingehauen . Nach Rückstand . Also vorne braucht der KSC mehr Torgefahr ,kann nicht alles an Hofmann hängen und hinten auch mehr Tempo und Jugend . Gordon sollte Reserve machen. Also in einem Spiel bzw öfter haut(e) der KSC nach eigenem Anstoß die Kugel einfach weit nach vorne. Sagt schon Einiges aus , man fühlt sich wohl nicht so sicher im Ball halten, im Kombinationsspiel.
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  •   Rigoletto
    (2 Beiträge)

    29.06.2020 20:00 Uhr
    Alle Fans von Hofmann
    Auf dem schönen Bild ganz oben ist zu sehen, dass die komplette Fürther Mannschaft Fans von Hofmann sind. Jedenfalls trägts jeder Fürther auf der Brust...
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  •   Deisyy
    (308 Beiträge)

    29.06.2020 18:13 Uhr
    dem Schiri sollte der KSC ein Denkmal errichten
    für seine fantastische Arbeit und für seine weisen Entscheidungen zwinkern grinsen zwinkern
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  •   steely
    (148 Beiträge)

    29.06.2020 13:24 Uhr
    Ich freu mich wie bolle
    Über den Verbleib in Liga 2.
    Auch meinen eigenen unkenrufen zum Trotz...die haben einfach Mal gezeigt daß sie kämpfen können.
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  •   Karlsruher
    (192 Beiträge)

    29.06.2020 12:02 Uhr
    Dankerts
    Kommentar heute in den BNN beurteilt Kreutzers Arbeit ziemlich treffend
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  •   sauerbraten
    (2077 Beiträge)

    29.06.2020 09:12 Uhr
    Es fuehlt sich gut an, dass der Ausgang
    der demnaechst steigenden Playoffs, nun andere beschaeftigt und uns voellig am Arsch vorbeigehen kann. Trotzdem sollten wir bei aller berechtigter Freude, jetzt die Bodenhaftung nicht verlieren und bei unserer Gesamtbeurteilung realistisch bleiben. WIr haben gestern keine Meisterschaft geholt und auch keinen Europapokal gewonnen - wegen 2 mickrigen Toerchen sind uns die Relegationsspiele und der moegliche Abstieg in die Drittklassigkeit - es waere der Dritte in der Aera Kreuzer gewesen, erspart geblieben. Auch mir ist es nicht entgangen, dass OK gestern den Freudentraenen nahe war und ich nehme es ihm auch ab, dass ihm der KSC am Herzen liegt, aber in der Summe kann man mit seinem WIrken einfach nicht zufrieden sein, auch wenn in seine Amtszeit ein paar Transfers fielen, die sich als Volltreffer entpuppten. Die Liste der Fehlschlaege, uber die Jahre hinweg, ist einfach zu lang und auch Hofmann, Uphoff & Pourie, koennen das nicht aufwiegen. Es sei nur an die letzte Abstiegssaison......
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  •   steely
    (148 Beiträge)

    29.06.2020 13:26 Uhr
    Hoffentlich
    Sehen das die verantwortlichen genauso....ansonsten treffend formuliert
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  •   sauerbraten
    (2077 Beiträge)

    29.06.2020 09:26 Uhr
    ....erinnert, als er in der WInterpause
    7, oder 8 neue Leute holte und abgestiegen sind wir dann doch und der Wiederaufstieg klappte dann auch erst im zweiten Versuch. Ich bleibe dabei, dass ein Club, wie der KSC, in der dritten Liga nix verloren hat und es kann auch nicht der Anspruch sein, sich mit einer Fahrstuhlmannschaft, die zwischen Liga 2 und 3 unterwegs ist, zufrieden zu geben. Wir haben in der Aera Kreuzer zuviel Kohle in den Sand gesetzt, zuviel Zeit in Liga 3 verbracht und sind deswegen, im Vergleich zu anderen Zweitligisten, die eigentlich nicht mal unsere Kragenweite haben, ins Hintertreffen geraten. Ob der Mann, der mit seinem Handeln, ein grosses Stueck dazu beigetragen hat, den KSC in die Scheisse zu reiten, jetzt auch der Mann sein kann, der fuer eine bessere Zukunft sorgt, wage ich jedenfalls zu bezweifeln und von daher, kann ich die Aussagen, die heute in der BNN zu Kreuzer zu lesen sind, nur begruessen.
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  •   Schmarow
    (919 Beiträge)

    29.06.2020 11:51 Uhr
    Tabula Rasa
    Egal wie das am Ende zustande kam (Wille, Dusel, Schiedsrichter, usw.), jetzt sollte im Verein aufgeräumt werden, auf allen Positionen. Nochmal kann man sich nicht darauf verlassen, dass alles zu unseren Gunsten läuft. Mit diesen Entscheidungsträgern läuft es eher auf eine FCK Situation hinaus. Ich hoffe, der neue Präsident hat noch genug Zeit, weiteren Schaden abzuwenden und die Weichen zu stellen, solange noch nicht alles verbaut ist mit langfristigen Verträgen und Transferausgaben.
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