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Karlsruhe KSC gegen Sandhausen: Der "kleine Bruder" ist erwachsen - die Facts zum Spiel

Nach der Länderspielpause ist vor der Liga: Am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) empfängt der Karlsruher SC den SV Sandhausen. Es ist Derbyzeit im Wildpark. Lange galt der SVS als "Dorfklub", doch der Verein aus dem Hardtwald ist erwachsen geworden - und hat den KSC in einigen Bereichen überholt. Die Fakten zum Spiel.

Es ist bitter. Sehr bitter. Der Traditionsverein Karlsruher Sport Club wurde vom "Dorfklub" Sandhausen - überholt. Manche sagen sogar: Abgehängt…

Sandhausen konstant in Liga zwei

Während der Club aus dem Hardtwald seit acht Jahren in der 2. Bundesliga Stammgast ist, immer mehr zum stabilen Zweitligisten wurde, dümpelten die Karlsruher derweil einige Jahre in der 3. Liga dahin oder kämpften in Liga zwei um den Klassenerhalt.

Während der kommende KSC-Gegner durch fleißige und kluge Personal- und Transferpolitik die Kaderqualität erhöhte und die Kasse füllte, schlitterte der KSC durch Missmanagement in Richtung Insolvenz.

Dass die Sandhäuser die gut gefüllte Kasse auch nutzen, das musste der KSC vor wenigen Tagen schmerzhaft akzeptieren. Denn: Der SVS kann problemlos Transfers tätigen, von denen der KSC im Moment nur träumen darf… Beispiel gefällig? Alexander Esswein, Offensivspieler mit fast 200 Erstligaeinsätzen, war auf dem Markt. Beim KSC hätte man Esswein allzu gerne verpflichtet, es wurde heftig über ihn diskutiert…

SVS-Neuzugang Alexander Esswein hat 196 Bundesligaspiele auf dem Buckel.
SVS-Neuzugang Alexander Esswein hat 196 Bundesligaspiele auf dem Buckel. | Bild: Andreas Gora/dpa

Aber: Klamme Kasse - keine Kohle. Esswein ging zum SVS, könnte schon am Samstag im Wildpark gegen den KSC auflaufen… „Für meinen Kollegen Koschinat ist diese Verpflichtung so etwas wie das Tüpfelchen auf dem „i“ im Kader“, sagt dazu KSC Trainer Christian Eichner. Auch aktuell weisen die Sandhäuser eine bessere Saisonbilanz als der KSC vor.

Der SVS belegt Rang vier, hat nach drei Spielen sechs Zähler auf dem Konto, hat vier Tore erzielt, aber auch drei Gegentreffer zugelassen. Nur einen weniger als der KSC. Fakten, die es erfordern, dass der KSC das Team, das oft als der „kleine Bruder“ abgetan wurde, absolut ernst nimmt.

Vier ehemalige SVS-Profis im KSC-Kader

Die Zahl derer im KSC Kader, die über Sandhausen-Erfahrung verfügt, wurde kleiner. Damian Roßbach und Manuel Stiefler stehen nicht mehr im Wildpark unter Vertrag. Der 1,94 Meter Hüne Daniel Gordon, Ex-Kapitän David Pisot und Angreifer Malik Batmaz aus dem KSC-Kader haben eine Vergangenheit in Sandhausen. Auch der in dieser Saison bisher konstanteste KSC Spieler, Marco Thiede, trug schon das Trikot des SVS.

Daniel Gordon und David Pisot haben beiden eine Sandhäuser-Vergangenheit.
Daniel Gordon und David Pisot haben beiden eine Sandhäuser-Vergangenheit. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auf Seiten der Gäste gibt es aktuell lediglich einen Profi, der schon das Trikot des „Blau-Weißen“ Profiteams trug: Philipp Klingmann. Doch „Klinge“, der sympathische Rechtsverteidiger, der noch immer Kontakt zu ehemaligen KSC-Kollegen pflegt, ist im Moment nur Ergänzungsspieler.

Im erweiterten Kader des SVS steht mit dem 20 Jahre alten Yves Borie ein Karlsruher Urgestein. Der Mittelfeldmann, dessen Familie noch in Karlsruhe lebt, war bis 2016 im Nachwuchs des KSC aktiv, wechselte dann nach Sandhausen, wo er inzwischen in der U23 Spielpraxis sammelt und hofft, bald sein Zweitligadebüt geben zu dürfen.

Mit wenig Ballbesitz zum Erfolg

Taktisch überlässt Sandhausen dem Gegner den Ball und damit die Initiative. Nur 38 Prozent Ballbesitz in dieser Spielrunde belegen das eindrücklich. Alle Tore, die der KSC Gegner bisher markierte, wurden von innerhalb des Strafraums erzielt. 1,3 Treffer pro Partie sind eine ansprechende Bilanz. Etwas überraschend: Ein Kopfballtreffer gelang bisher nicht und das, obwohl etliche der SVS Profis größer als 1,90 Meter sind.

46 Fouls pro Spiel begingen die Nordbadener. Der KSC kann sich auf eine harte Gangart der Elf von Trainer Uwe Koschinat einstellen. Die Gesamtbilanz spricht für die Fächerstädter. Von elf Aufeinandertreffen gewann der KSC fünf, drei Partien endeten remis.

Sandhausens Trainer Uwe Koschinat.
Sandhausens Trainer Uwe Koschinat. | Bild: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Im letzten Spiel im Februar 2020 besiegte der KSC den SV Sandhausen mit 2:0 in. Es war der einzig richtig gute Auftritt des Winternachkaufs Änis Ben Hatira. Im Heimspiel zuvor, im September 2019, behielt der KSC mit einem 1:0 die Oberhand: Torschütze war Manuel Stiefler gegen seine Ex-Kollegen.

Heimbilanz sehr positiv

Die Heimbilanz spricht für den KSC, in fünf Spielen musste man nur einmal das Feld als Verlierer verlassen. Der Rest: drei Siege, ein Unentschieden. Damit ein weiterer Heimsieg dazukommt, muss man seitens der KSC Defensive auf einen SVS Angreifer besonders achten: Daniel Keita-Ruel, denn der erzielte schon drei Treffer.

Daniel Keita Ruel vom SV Sandhausen konnte diese Saison schon dreimal Jubeln.
Daniel Keita Ruel vom SV Sandhausen konnte diese Saison schon dreimal Jubeln. | Bild: Daniel Karmann/dpa

Bester Torschütze in der Gesamthistorie auf Seiten des KSC ist der Grieche Dimitrios Diamantakos. Drei Spiele - drei Treffer. Gefolgt von Manni Bender und Sergej Kirjakow, die beide zwei Tore gegen den SVS erzielten.

Die meisten Spiele gegen Sandhausen im KSC Trikot haben Ex-Keeper Dirk „Orle“ Orlishausen und Abwehrmann Daniel Gordon absolviert. Beide kam auf sieben Derby-Einsätze. Manuel Torres kam sechsmal zu Zug, der Japaner Hiroki Yamada durfte in fünf Begegnungen für den Wildparkclub ran.

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  •   Ichregmichnemmeuff
    (364 Beiträge)

    16.10.2020 15:17 Uhr
    Joooooo.....
    ...doch, aber als Rückstellungen für unnötige Prozesse des Prozesshansel!
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  •   Ichregmichnemmeuff
    (364 Beiträge)

    16.10.2020 09:57 Uhr
    Joooooo.....
    ...Putzigs( grinsen ) Statistik ist für den A...., wenn morgen kein Sieg errungen wird! zwinkern
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