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Karlsruhe "Auf ein Neues": KSC will gegen Aue endlich wieder im Wildpark gewinnen - die Facts zum Spiel

Der Karlsruher SC ist zurück im Liga-Alltag. Gegen die Kickers aus Würzburg gab es ein spätes 2:2 Unentschieden. Die nun sechste Partie in Folge, bei der kein Heim-Dreier gefeiert werden konnte. Lange enttäuscht dürfen die KSC-Profis darüber nicht sein. Schon am Montagabend steht die nächste Partie im Wildpark auf dem Programm. Zu Gast diesmal: Erzgebirge Aue. Die "Veilchen" konnten das Hinspiel deutlich für sich entscheiden und kommen mit einer Menge Selbstvertrauen in die Fächerstadt. Warum die Partie trotzdem mit einem KSC-Dreier enden könnte? Peter Putzing hat die Facts zum zweiten Nachholspiel.

Man sah Trainer Christian Eichner nach dem mageren 2:2 des KSC gegen Würzburg, gegen den abgeschlagenen Tabellenletzten, an - dass er stinksauer war. Doch er stellte sich, wohl wissend um die Kadermöglichkeiten, vor die Mannschaft. "Nach zwei Wochen Abstinenz rund 117 Kilometer abgerissen - da gebührt der Mannschaft ein großes Kompliment."

Kaum Torgefahr in Halbzeit zwei

Aber der Coach bekannte auch: "Wir hatten in der zweiten Halbzeit keinen Abschluss, der mir in der Erinnerung blieb."  Soll heißen: Seine Elf war total torungefährlich. Das gelte es zu verbessern, denn: Gegen Aue soll endlich wieder einmal im Wildpark dreifach gepunktet werden.

Christian Eichner (KSC Trainer) gibt Anweisungen vom Spielfeldrand.
Christian Eichner (KSC Trainer) gibt Anweisungen vom Spielfeldrand. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Gegen Aue - auf ein Neues! Wir werden wieder versuchen ein Heimspiel zu gewinnen", so Eichner, der hinzufügt: "Aue ist immer sehr unangenehm zu bespielen, das haben wir im Hinspiel erlebt. Diese Mannschaft hat Qualität im Umschaltspiel, hat viel Erfahrung auf dem Platz. Das ist eine von noch sechs Hammerpartien, die uns bevorstehen."

Die "Veilchen" kommen mit breiter Brust in den Wildpark. Am vergangenen Spieltag gewannen die Auer erstmals seit nach 15 sieglosen Jahren bei der Eintracht in Braunschweig. Der Trainer des KSC-Gegners, Dirk Schuster, gibt sich bodenständig, aber auch selbstbewusst: "Unser Anspruch ist es, jedes Spiel zu gewinnen." Aber besonders wichtig ist für den Coach, der seit Jahren seinen Lebensmittelpunkt in Karlsruhe-Durlach gefunden hat:

Das sagt Dirk Schuster

"Wir müssen nach der Partie in den Spiegel schauen können, dürfen uns nichts vorzuwerfen haben", so Schuster, der für den KSC 167-mal in der ersten Bundesliga spielte. "Schu" weiß, dass Aue seit sechs Pflichtspielen vom KSC nicht besiegt wurden. Die Badener sind nur gegen den FC Heidenheim länger sieglos.

Der Aues Trainer Dirk Schuster gestikuliert vor Beginn des Spiels.
Der Aues Trainer Dirk Schuster gestikuliert vor Beginn des Spiels. | Bild: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Aber: Im Wildpark hat der KSC von den sechs zuletzt gegen die Erzgebirgler ausgetragenen Zweitligaspielen keines gegen das Team aus dem Erzgebirge verloren. Gegen keine andere Mannschaft aus dem Unterhaus ist der KSC im Wildpark so lange ohne Niederlage.

Fakt ist aber auch: Die Eichner-Elf ist seit sechs Heimspielen sieglos. Nur in der Saison 99 / 2000 gab es eine längere sieglos Serie. Hoffnungen, dass es einen KSC Sieg geben könnte, ruhen auf Kyoung-Rok Choi. Der Koreaner erzielte in der laufenden Saison fünf Tore - allesamt bei Heimspielen.

Fünf KSC-Siege in 21 Zweitligaspielen gegen Aue

Die Fakten in Sachen Laufstärke: Die KSC-Profis legten in 28 Spielen 3.161, 66 Kilometer zurück. Die Auer in 30 Begegnungen 3.420,35 km. Im Schnitt liefen die Veilchen rund einen Kilometer mehr als der Fächerstädter. John-Patrick Strauß ist mit 11,32 Kilometer im Schnitt pro Partie bester Auer. Beim KSC führt diese Liste Marco Thiede mit 10,72 Kilometern pro Begegnung an.

Zweikampf zwischen Marco Thiede (KSC 21) und Dimitrij Nazarov (Erzgebirge Aue 10) am Ball.
Zweikampf zwischen Marco Thiede (KSC 21) und Dimitrij Nazarov (Erzgebirge Aue 10) am Ball. | Bild: Tim Carmele

Überraschend ist der von "transfermarkt.de" festgelegte Gesamtwert der beiden Vereinskader. Aue: 14,35 Millionen Euro, KSC: 14,68 Millionen Euro. Die höhere Beurteilung des KSC könnte daran liegen, dass Leihspieler wie zum Beispiel Philip Heise oder Kevin Wimmer hoch taxiert wurden.

Von insgesamt 21 Spielen in der zweiten Bundesliga gewann der KSC fünf, spielte in sechs Begegnungen remis. Auf Seiten der Gäste hat Dimitrij Nazarov KSC-Erfahrung. Er stand drei Jahre in der Fächerstadt unter Vertrag, absolvierte 83 Spiele für die Blau-Weißen, erzielte dabei zehn Treffer und wurde zweimal des Feldes verwiesen.

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  •   Brefka
    (25 Beiträge)

    26.04.2021 16:54 Uhr
    Mangelnde Mentalität bei mangelndem Können ...
    Leider wird es wieder nicht reichen ... Und im kommenden Jahr spricht alles für Abstieg. Wider Erwarten kann Eicherä der Mannschaft nicht dauerhaft die nötigen Impulse geben.
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  •   ka76199
    (227 Beiträge)

    26.04.2021 20:27 Uhr
    Haben wir das
    in der Glaskugel gelesen???
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  •   Krunemer
    (270 Beiträge)

    26.04.2021 22:58 Uhr
    Der hat keine
    Glaskugel, babbelt nur dumm.
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  •   schwarzvoraugen
    (4038 Beiträge)

    26.04.2021 23:16 Uhr
    Mit der Mentalität
    war er so falsch gar nicht gelegen.
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  •   ka76199
    (227 Beiträge)

    27.04.2021 01:08 Uhr
    Die fand ich nicht so schlimm, denn
    nach einem wackligen Anfang haben sie schon dagegen gehalten. Wo's fehlt , sind Ideen und seit der Hofmann kriselt, Spieler mit Zug zum Tor. Und wenn man im Prinzip niemand hat, der Tore schießt wird's eben schwierig Spiele zu gewinnen.
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  •   Ringo.Ginsterburg
    (159 Beiträge)

    26.04.2021 15:08 Uhr
    Der Grundstein
    war bereits Chois Volleyschuss am Freitag - immerhin das erste Heimspieltor nach (gefühlt) einem Vierteljahr(hundert). Darauf darf man heute gerne aufbauen. grinsen
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12440 Beiträge)

    26.04.2021 12:35 Uhr
    wenn nicht heute -
    wann dann will der KSC einen Grundstein für die erwünschte Heimstärke / Heimserie legen ???

    KSC forecver !!!

    grinsen
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