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Karlsruhe Erfolgreicher KSC-Reisetross erwartet "Vollgasveranstaltung" in Paderborn - die Facts zum Spiel

Der KSC-Tross darf wieder reisen. Diesmal lautet das Ziel am Freitagabend Paderborn. Eine gewisse Freude wird bei den Profis des Karlsruher SC trotz langer Fahrt aufkommen. Schließlich konnten die letzten fünf Auswärtsspiele allesamt siegreich gestaltet werden, während zu Hause im heimischen Wildpark Flaute herrscht. Ob gegen den SCP der sechste Sieg gelingt? Peter Putzing hat die Facts zur Partie, die um 18.30 Uhr angepfiffen wird.

Heimspiele? Darauf freut sich eigentlich jeder Club. Beim Karlsruher Sport Club ist das im Moment allerdings nicht so. Da sind alle froh - wenn auch hinter vorgehaltener Hand - nach zwei Heimspielen auf dem "Acker Wildparkstadion", wieder auf gegnerischem Geläuf antreten zu können. Denn: Auch im vierten Heimspiel in Folge gelang den Badenern kein Sieg.

Schwäche im Königsdrittel, Präsent in der Innenverteidigung

Gegen Aufsteiger Eintracht Braunschweig reichte es nur zu einem 0:0. Man habe "im letzten Drittel, dem Königsdrittel, vieles vermissen lassen. Aber defensiv arbeiten wir richtig stark. Wir haben einen guten Torwart, eine gute Innenverteidigung die Präsenz zeigt", so Trainer Christian Eichner.

Christian Eichner (KSC Trainer) beobachtet die Trainingseinheit vom Spielfeldrand.
Christian Eichner (KSC Trainer) beobachtet die Trainingseinheit vom Spielfeldrand. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auf die Abwehrarbeit seiner Mannschaft kann sich Eichner absolut verlassen. "In der Rückrunde haben wir erst drei Gegentore bekommen", sagt der KSC Coach - auch mit ein wenig Stolz. Sein Team hat seit drei Spielen kein Gegentor kassiert.

Richtig positiv beim KSC: in den letzten zwölf Begegnungen gab es nur eine Niederlage. Und: auswärts haben die Fächerstädter fünf Spiele in Serie gewonnen. Daher geht das Team mit viel Zuversicht in die Partie beim SC Paderborn.

Fußballlehrer Eichner ist froh, dass die Partie in Paderborn schon am Freitag angepfiffen wird. Da habe man gar nicht die Zeit, lange über das Spiel gegen Braunschweig nachzudenken. "Die Konzentration geht in Richtung Paderborn. Dort erwartet uns eine Vollgasveranstaltung. Wir werden mit aller Macht versuchen in Paderborn vor des Gegners Hütte gefährlich aufzutauchen."

Paderborn schlägt St. Pauli

Entgegen kommt dem KSC, dass beim SCP eine Mannschaft auf dem Feld steht, die den Ball will, die aktiv ist und nicht abwartend agiert. Die Statistik sagt: Paderborn hat 56 Prozent Ballbesitz, der Mittelwert der Liga liegt einiges darunter.

Lukas Fröde (KSC 4) schießt den Ball im Hagelschauer
Lukas Fröde (KSC 4) schießt den Ball im Hagelschauer | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Es geht gegen einen Gegner der den Ball will. Paderborn spielt mit offenem Visier. Das wird unterhaltend", so "Eiche", der sich auf die Partie freut und hofft, "dass wir dort die Qualität auf den Platz bekommen, die uns so oft in dieser Saison ausgezeichnet hat."

Nach Ablauf der Gelbsperre kehrt Kapitän Jerome Gondorf in die Startelf zurück, wird wieder den Takt im Mittelfeld angeben. Durch die Rückkehr von "Jego" muss wohl Lukas Fröde beim Erstliga-Absteiger Paderborn wieder auf die Bank. Paderborn gewann das Montagsspiel des 25. Spieltags in Hamburg beim FC St. Pauli - der Mannschaft der Stunde in der Liga - 2:0. Es war für die Ostwestfalen der neunte Saisonsieg.

Jerome Gondorf (KSC 8) kniet in der Hocke.
Jerome Gondorf (KSC 8) kniet in der Hocke. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

In Heimspielen ist die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart treffsicher. Der SCP hat nur in einem der zwölf Heimspiele kein Tor erzielt. Das Team des 49 Jahre alten gebürtige Rostockers erzielt im Schnitt gegen den KSC 0,4 Tore. Der KSC ist treffsicherer, erzielt 0,6 Tor pro Partie gegen die Westfalen. Führt der KSC auswärts mit 1:0, dann gewinnt die Eichner Elf exakt 80 Prozent der Begegnungen. Beachtenswert: Die Badener treffen auswärts durchschnittlich 1,8-mal pro Partie. Führt Paderborn in einem Heimspiel mit 1:0, werden 70 Prozent der Begegnungen gewonnen.

Guèye gegen den Ex-Klub

Die Heimbilanz des SC Paderborn in den letzten acht Spielen gegen den KSC: Sechs Siege, zwei Niederlagen - Unentschieden gab es nicht. Im Kader der Mannschaft aus der Universitätsstadt in NRW steht mit Offensivspieler Marco Terrazzino ein Profi mit KSC-Erfahrung. Beim KSC steht mit Angreifer Babacar Guèye ein Ex-Paderborner unter Vertrag.

David Pisot (KSC 5) mit gestrecktem Bein im Duell mit Babacar Gueye (KSC 24) um den Ball.
David Pisot (KSC 5) mit gestrecktem Bein im Duell mit Babacar Gueye (KSC 24) um den Ball. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Besondere Beachtung müssen die Karlsruher Spieler Paderborns Profis Dennis Srbeny schenken. Der 26 Jahre alte Angreifer, der im Januar 2020 aus Norwich an die Pader zurückgekehrte, erzielte elf Tore, brachte es dazu auf vier Assists.

Die Gastgeber sind enorm laufstark, legen pro Partie 115,06 Kilometer zurück. Der Ligaschnitt liegt bei 114,58 Kilometern. Die Zweikampfquote. 49 Prozent - Ligaschnitt liegt bei 50 Prozent. Beste Torschützen im Trikot der Badener bisher, mit jeweils zwei Toren: Giovanni Federico, Alexander Iashvili und Edmond Kapllani.

Für die Fächerstädter absolvierte der Elsässer Gaetan Krebs - inzwischen Jugendtrainer bei Racing Straßburg - die meisten Einsätze gegen den SCP: acht. Godfried Aduobe brachte es auf sieben, Trainer Eichner auf sechs Spiele gegen die Westfalen.

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Kommentare (6)
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  •   schwarzvoraugen
    (4110 Beiträge)

    19.03.2021 19:26 Uhr
    Wow
    für mich die beste HZ in dieser Saison.

    Klasse Pressing, tolle Kombinationen, super Lauffreudigkeit.

    Chancenverwertung muss noch verbessert werden. Flanken Heise und Thiede müssen genauer werden.

    Weiter offensiv bleiben, nur nicht verwalten.
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  •   Winzer
    (49 Beiträge)

    19.03.2021 18:13 Uhr
    Aufstellung
    Mit Ausnahme letzter Woche fast immer dieselbe Aufstellung und Ausrichtung zu Anfang. Eine eher defensivere Ausrichtung fand ich bis zum sicheren Klassenerhalt absolut gut, so wurden regelmäßig 1-3 Punkte eingesammelt. Aber jetzt wäre doch die beste Zeit, auch schon für die nächste Saison ein bisschen zu experimentieren. Und für den Aufstieg müsste es jetzt sowieso nochmal richtig rund gehen. Wie wäre es z.B. mal mit Kother und Batmaz in der Startelf? Wie soll Hofmann Tore schießen, wenn er sich am Mittelkreis erstmal den Ball erkämpfen muss und sich gerade in den letzten Spielen offensichtlich dort aufreibt?
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  •   107
    (767 Beiträge)

    19.03.2021 16:36 Uhr
    Ich brauch mir nur die aktuelle Tabelle zu betrachten und schon wachsen mir Flügel.
    Flüüüüüüügel,und das ganz ohne diese Brause.
    Nach Paderborn fahren, dort clever kicken und mit 3 Punkten nachhause fahren.
    Da kommt Freude auf.

    p.s.: auf dem Dach der "Benteler-Arena" in Paderborn sind tatsächlich Solarzellen montiert.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12535 Beiträge)

    19.03.2021 13:36 Uhr
    Auswärtssieg, sonst nix!
    Hinfahren, 3 Punkte einsammeln und mitnehmen.
    Gesund zurückkommen!

    KSC forever !!!

    grinsen
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  •   schwarzvoraugen
    (4110 Beiträge)

    19.03.2021 11:03 Uhr
    Wir spielen immer gegen die Mannschaft der Stunde
    oder gegen den Bezwinger der Mannschaft der Stunde, was es dann noch aussichtsloser macht...

    Der Zug nach oben ist nach den sehr verhaltenen Vorstellungen gegen Mannschaften aus den unteren Tabellenregionen abgefahren. Fürth hat gegen die vermeintlich unbesiegbaren Regensburger demonstriert weshalb sie zurecht dort oben stehen. Es ist ganz einfach die Umsetzung des Anspruchs und der Selbstverständlichkeit ein solches Spiel zu gewinnen.

    Unsere IV bitte nicht zu hoch loben. Der Spielaufbau ist nach wie vor sehr verbesserungsbedürftig, auch immer wieder mit übelsten Ballverlusten. Kobald noch immer zu zögerlich im 1 gegen 1.

    Es gilt jetzt noch die Saison erfolgreich zu Ende zu spielen. Das gesetzte Punkteziel von 50 Punkten ist dabei das absolute Minimum. Ich würde auf jeden Fall Goller in der Anfangsposition sehen, der rackert und kämpft, kommt über rechts wie über links, gefällt mir einfach.
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  •   Kemp
    (50 Beiträge)

    19.03.2021 09:44 Uhr
    Auswärts die Bayern der 2.Liga.........
    ....mit dem Selbstverständnis auch in Paderborn einen 3er einzufahren.
    Gondorf bringt den Mentalitätsgigantismus zurück ins Spiel- Hofi trifft- Gersbeck hält 3 Unhaltbare -2:0 Sieg..oder?
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