15  

Karlsruhe Enttäuschung beim KSC: Stagnation im Abstiegskampf

Erneut kommt der Karlsruher SC im Abstiegskampf der 2. Liga nicht über ein Remis hinaus. Anders als zuletzt zeigen die Badener eine eher mäßige Leistung beim 1:1 gegen St. Pauli. Die Pfingsttage kommen Trainer Eichner darum nicht ungelegen.

Christian Eichner macht aus seiner Unzufriedenheit derzeit kein Geheimnis. Die Enttäuschung sitze "tief drin", sagte der Trainer des Karlsruher SC nach dem 1:1 gegen den FC St. Pauli. Denn das dritte Unentschieden in Serie bringt den KSC im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga nicht voran.

Anstatt auf einen direkten Nicht-Abstiegsplatz vorzurücken, verharren die Badener vorerst auf dem Relegationsrang. "Insofern müssen wir uns wieder mit einem Unentschieden zufriedengeben und jetzt mal zwei Tage die Birne abschalten", sagte Eichner.

Eichner: "Muss für Punkte sorgen, nicht für Unterhaltung"

Über die Pfingsttage geht es auch für den 37-Jährigen darum, den Kopf freizubekommen. Unter dem jungen Coach waren zuletzt deutliche Fortschritte beim KSC zu erkennen, allerdings fehlen die Siege. Eichner selbst fasste dieses Dilemma so zusammen: "Ich bin als Trainer dafür zuständig, nicht nur für Unterhaltung zu sorgen, sondern auch für Punkte - und da fehlen heute zwei."

Er beschrieb damit auch ein über weite Phasen schwaches Kellerduell mit den Hamburgern. Die Gäste waren im Wildparkstadion durch einen Treffer des Ex-Karlsruhers Dimitrios Diamantakos in Führung gegangen (55. Minute), Jerôme Gondorf (57.) glich für Karlsruhe aus.

Enttäuschte Blicke bei Philipp Hofmann (KSC 33).
Enttäuschte Blicke bei Philipp Hofmann (KSC 33). |

KSC-Profi Änis Ben-Hatira war kurz nach der Pause mit einem Foulelfmeter an Torwart Robin Himmelmann (48.) gescheitert. In der 79. Minute hätte KSC-Torjäger Philipp Hofmann per Kopfball beinahe noch für den Siegtreffer gesorgt, scheiterte aber ebenfalls an Himmelmann.

Trotz der angespannten Situation im Abstiegskampf sieht Mittelfeldspieler Lukas Fröde den KSC unter Eichner "deutlich stabiler und deutlich näher dran, die Spiele zu gewinnen. Es fehlt halt immer so ein Quäntchen."

Wunden lecken

Der frühere Bundesligist ist zwar seit vier Spielen ohne Niederlage, holte dabei aber nur einen Sieg. "Wir hatten die Möglichkeit gehabt, wieder näher an das Feld heranzurücken", sagte Eichner. Stattdessen treten die Badener auf der Stelle.

Immerhin hat der Trainer nun eine Woche Zeit, sein Team auf das nächste Spiel am kommenden Sonntag beim FC Erzgebirge Aue vorzubereiten. "Jetzt müssen wir schauen, dass wir die Wunden lecken", sagte Eichner. "Darum ist eine ganze Trainingswoche ganz gut."

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Links
Rechts
Das könnte Sie auch interessieren
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (15)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Der Kommentarbereich wird 7 Tage nach Publikationsdatum geschlossen.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Ljungqvist
    (18 Beiträge)

    01.06.2020 21:29 Uhr
    Bleibt doch mal vernünftig
    Ich schreibe sonst nie, aber was ich hier immer für Kommentare lese, lässt mich doch an der durchschnittlichen Intelligenz des KSC-Fans zweifeln. Gewinnen sie, ist alles super toll, verlieren sie, ist alles absolut schlecht. Lasst dem Eichner Zeit, er macht das ganz gut und holt das optimale aus dem Kader.
    Sollen wir uns am SC Freiburg (Christian Streich, Volker Finke jahrelang dabei, egal ob Auf- oder Abstieg) oder am Hamburger SV (Trainerkarussell und Chaos par excellence) orientieren?

    Ein Verein kann nur durch Kontinuität in ruhigere Fahrwasser kommen. Ob 2. oder 3. Liga, sie sollen dem Eichner einen 2 Jahresvertrag geben und alles Schritt-für-Schritt aufbauen.
    Bitte denkt doch nicht immer so kurzfristig. Keiner hier hat auch nur den geringsten Einblick. Also bleibt vernünftig, bodenständig und mit langfristiger Ausrichtung kann es dann auch mal wieder nach ganz oben gehen.
    Diese ständigen Motzereien helfen null ein Umfeld zu schaffen, für das sich jeder Spieler reinhängt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Vika
    (233 Beiträge)

    01.06.2020 23:04 Uhr
    Wäre
    Ja schön wenn sich jeder Spieler reinhängt,aber die Realität sieht anderst aus,oder schaust du die Spiele auf der Playstation, das was ich in der letzten Zeit gesehen habe war leider anderst als Abstiegskampf
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Ljungqvist
    (18 Beiträge)

    02.06.2020 15:43 Uhr
    genau das meine ich
    Dass sich die Spieler nicht reinhängen ist eine Unterstellung und eine Verallgemeinerung. Wie bei jedem Arbeitnehmer hat man mal einen besseren und mal einen schlechteren Tag (ich hoffe für dich deine Arbeitsleistung wird nicht jeden Tag von tausenden Zuschauern bewertet...). Das Problem ist, dass jeder meint er könnte einschätzen ob sich ein Spieler reinhängt oder nicht. Vielleicht liegt es machmal auch einfach an den limitierten Möglichkeiten, private Probleme oder was auch immer. Emotionen sind schön und gut. Rein emotionale Entscheidungen sind jedoch noch nie ein guter Ratgeber gewesen. Weder in der Politik, noch im beruflichen Umfeld.
    Es zählen Fakten (% der gewonnen Zweikämpfe, Passquote, Laufleistung etc.). Emotionen kann man haben als Zuschauer. Aber sie sollten das Umfeld nicht negativ beeinflussen.
    Gehst du lieber in eine Firma arbeiten wo über alles und jeden (auch dich!) nur gemeckert wird, oder bist du lieber bei jemandem der deine Fehler ruhig analysiert + dich motiviert?
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Vika
    (233 Beiträge)

    01.06.2020 23:07 Uhr
    Und
    Natürlich ist alles gut wenn sie gewinnen und es wäre schlimm wenn es egal wäre Wenn niemand motzt bei Niederlagen, das sind Emotionen und da merkt man das man am Verein hängt,es ist schlimm wenn niemand mehr motzt und kein Interesse am Verein hat
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Ljungqvist
    (18 Beiträge)

    02.06.2020 15:46 Uhr
    Äpfel mit Birnen
    Motzen, meckern und am "Verein hängen" haben nichts miteinander gemein. Oder motzt du über jeden Fehler den deine Familie, Freunde etc. machen weil du sie ach so sehr magst? Ein komisches Zeichen von Zuneigung und zeugt nicht gerade von einem glücklichen Leben.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Vika
    (233 Beiträge)

    01.06.2020 14:47 Uhr
    Bei
    Abstieg weg ,bei drin bleiben 1 jahr Vertrag und wenn's gut läuft kann man verlängern,aber bitte jetzt nicht wieder 3 Jahres Vertrag sonst bezahlen wir da auch wieder nur
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Kraichgauer80
    (113 Beiträge)

    01.06.2020 11:53 Uhr
    Mit dem vorhandenen
    Personal müssen wir jetzt durch. Immer auf CE draufzuhauen bringt nichts, immerhin hat er den Mut gehabt den Posten zu übernehmen und dafür hat er meinen Respekt. Wer weis welchen Trainer OK sonst in den Wildpark geholt hätte, vermutlich mit dem gleichen Ergebnis nur gleich mit nem 3 Jahresvertrag und somit teurer. Der Vergleich mit P. Meister wird ihm nicht gerecht, die Ergebnisse waren unterirdisch und die Interviews genauso. Mit dem Trainer dann noch in die 3. Liga zu starten war fatal. Wenn die Spiele auch schlecht waren mit etwas Glück und weniger Eigensinnigkeit in Hannover oder einem verwandelten Elfer gegen Pauli würden wir mit mind. 2 Punkte mehr dastehen, dann würde die Punkteausbeute nach der Zwangspause besser aussehen und wir wären im grünen Bereich.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   magi1969
    (5 Beiträge)

    01.06.2020 12:32 Uhr
    Kein Trainer für die Zukunft
    Mir fehlt bei ihm die Leidenschaft gewinnen zu wollen, der analysiert sich den Wolf und zieht daraus keine Schlüsse. Es ist Zeit den Spielern in den allerwertesten zu treten, denn es ist 5 vor 12. Den Gegner über den grünen Klee loben hat noch niemand vor dem Abstieg bewahrt.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   teflon
    (2989 Beiträge)

    01.06.2020 11:30 Uhr
    Eichners Hauptproblem ist, dass er zu nah an den
    sogenannten "Profis" dran ist und diese im Kumpel Eiche keine Respektsperson sehen. Daher bekommt er den bräsigen Haufen auch nicht zum Laufen - er hat es bei der Übernahme versäumt, den Saustall aufzuräumen und klare Ansagen zu machen. Jetzt tanzen ihm die Abgezockteren auf der Nase rum und dokumentiere ihre Lustlosigkeit durch Arbeitsverweigerung- mit dem Wissen, dass sie das nächste Spiel eh wieder auf dem Platz stehen. Das er keine Erfahrung hat, liegt in der Natur der Sache- von AS konnte er wirklich nichts lernen .Alleine für diesen beschissenen Kader gehört OK asap an die Luft gesetzt und Eichner kann ganz fix folgen - spätestens dann, wenn das nächste Spiel verloren geht, ist der Abstieg eine sehr wahrscheinliche Sache. Wenn man jetzt nicht beim sportlichen Führungspersonal (auch beim Scouting) und im Kader gewaltig das Ausmisten anfängt, geht das Elend nächstes Jahre genauso weiter. Und dann wird aus Liga 3 ganz schnell Liga 4 oder noch weniger .
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  • unbekannt
    (906 Beiträge)

    01.06.2020 10:54 Uhr
    Er hat`s erkannt!
    Seine launigen Interviews, seine unterhaltsamen Pressekonferenzen sind wirklich prima und gut anzuhören! In diesem Punkt ist er schon ein Riesentalent und glänzt wirklich mit einer starken Außendarstellung, die letztendlich nicht nur ihm, sondern auch dem Verein zugute kommt.
    Eichners Problem (und das hat er ja augenscheinlich erkannt) sind seine Ergebnisse und Resultate auf dem Platz. Dort spielt sich die Wahrheit ab und nicht in Interviews oder PKèn. Und leider muss man feststellen, dass es spielerisch und ergebnistechnisch auch unter ihm zu keiner Verbesserung kam. Natürlich hat auch er unter der katastrophalen Kaderzusammenstellung des Sportdirektors zu leiden. Aber letztendlich ist Eichner das schwächste Glied in der Kette und da fallen dann "großspurige" Interviews ohne Substanz einem gerne auf die Füße. Eichner wird seinen Weg gehen...ob weiterhin beim KSC wage ich zu bezweifeln, denn die Herukulesaufgabe Nichtabstieg wird er wohl kaum bewältigen...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 (2 Seiten)

Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden.