Karlsruhe "Die wollen attackieren": Tabellen-Überflieger Paderborn im KSC-Gegnercheck

Am kommenden Samstag (Anpfiff 13 Uhr) trifft der Karlsruher SC auf den SC Paderborn im Wildpark. 14 Mal standen sich die Badener und die Ehemaligen der 1. Bundesliga bereits gegenüber. Neun Mal musste sich der KSC bisher geschlagen geben. Ein harter "unangenehmer" Gegner, der dem Zweitligisten einiges abverlangen wird. ka-news.de hat die Facts zum Spiel.

Tempo, Tempo und nochmals Tempo - das verlangt Paderborns Trainer Steffen Baumgart von seinen Spielern. Der 48 Jahre alte gebürtige Rostocker hat es seinen Spielern eingehämmert, dass es bei Ballgewinn immer schnell und schnörkellos in Richtung gegnerischem Tor geht.

KSC-Cheftrainer Christian Eichner weiß das, warnt auch daher vor dem kommenden Gegner, dem SC Paderborn. "Wir wissen was auf uns zukommt. Ich habe für Paderborn allergrößte Wertschätzung: Die gehen mit offenem Visier ran, die wollen attackieren, die wollen kicken.“ Eichner hofft, dass seine Mannschaft "den Schwung der Erfolge mitnimmt, dass es ein schönes Fußballspiel wird.“

Christian Eichner (KSC Trainer) nachdenklich.
Christian Eichner (KSC Trainer) nachdenklich. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Paderborn belegt aktuell 3. Platz

Allen im Wildpark ist klar: Jetzt trifft der KSC auf ein Team, das eine andere Qualität hat, als das zuletzt bei St. Pauli und auch Braunschweig der Fall war. Erstliga-Absteiger Paderborn trumpft mächtig auf. Die Badener erwarten das "Team der Stunde“ in Liga zwei. Den SC Paderborn, der drei Spiele in Serie gewann.

Das ehemalige Erstliga-Team nimmt so langsam im Fußballunterhaus richtig mächtig Fahrt auf, stürmt mit Macht in Richtung Tabellenspitze. In den sechs zuletzt ausgetragenen Begegnungen blieben die Westfalen ungeschlagen, erzielten bisher 1,8 Tore pro Partie im Schnitt - kassierten aber nur 0,9 Treffer.

Vier Spiele überstand die Elf ohne Gegentor. Der 26 Jahre alte Keeper Leopold Zingerle ist seit nunmehr 247 Minuten ohne Gegentreffer und zeichnet sich zudem als "Elfmeter-Killer“ aus. Von den 14 Treffern fielen 13 innerhalb des Strafraums, dreimal trafen SCP-Profis per Kopf. Nach einem Standard gelang dem KSC-Gegner bisher noch kein Tor.

Der KSC zu Spielbeginn.
Bild: Carmele|TMC Fotografie

15 kassierte gelbe Karten belegen die "Einsatzfreude“ beim samstäglichen Gast im Wildparkstadion. Vier Elfmeter gab es für Paderborn, drei wurden direkt verwandelt, einer per Nachschuss. 78 Prozent Passgenauigkeit, 53 Ballbesitz – Fakten, die den KSC nicht sonderlich erschrecken.

Gefährlich: Srbeny und Führich 

Im KSC-Kader steht mit Angreifer Babacar Guèye ein Ex-Paderborner, beim Gast hat Offensivspieler Marco Terrazzino KSC-Erfahrung. 14 Mal trafen beide Mannschaften in der 2. Bundesliga aufeinander. Der KSC gewann fünf Partien, spielte einmal remis.

Paderborns Dennis Srbeny (r) und Christopher Antwi-Adjej feiern das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0.
Paderborns Dennis Srbeny (r) und Christopher Antwi-Adjej feiern das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0. | Bild: Friso Gentsch/dpa

Positiv: Der KSC ist im Wildpark seit 2010 unbesiegt. Besondere Beachtung müssen die KSC-Profis Dennis Srbeny schenken. Der 26 Jahre alte Angreifer war in acht Einsätzen schon fünfmal erfolgreich. Neben Srbeny sorgt Außenbahnspieler Chris Führich für Furore. Die beiden Offensivspieler haben gehörigen Anteil am Aufschwung.

Paderborns Chris Führich und Norman Theuerkauf von Heidenheim (l-r.) in Aktion.
Paderborns Chris Führich und Norman Theuerkauf von Heidenheim (l-r.) in Aktion. | Bild: Stefan Puchner/dpa

Der im Januar aus Norwich an die Pader zurückgekehrte Mittelstürmer Srbeny harmoniert mit dem erst im Sommer von der BVB-Reserve verpflichteten Führich bestens. Gemeinsam kommt das Duo auf neun Tore und fünf Assists.

KSC schlug ligaweit die meisten Flanken

Die besten Torschützen im Trikot der Badener bisher, mit jeweils zwei Toren: Giovanni Federico, Alexander Iashvili und Edmond Kapllani. Für die Fächerstädter absolvierte der Elsässer Gaetan Krebs acht Einsätze gegen den SCP. Godfried Aduobe brachte es auf sieben, Eichner auf sechs Spiele gegen die Westfalen.

Der KSC hatte im Laufe dieser Saison auch etliches Pech, traf achtmal Aluminium - kein anderes Team in der Liga hörte es häufiger krachen. Die Badener spielen oft über die Außenpositionen, schlugen ligaweit die meisten Flanken – weit über hundert. Mittelfeldmann Lukas Fröde ist ein Kandidat für die erste Gelb-Sperre eines KSC-Profis, er steht bei vier Verwarnungen.

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