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Karlsruhe Die KSC-Facts zum Match gegen Braunschweig: Rückkehrer Hofmann gegen anfällige Defensive

Am Samstag tritt der Karlsruher SC gegen Eintracht Braunschweig an. Für die Truppe von Christian Eichner ist es die zweite Auswärtspartie in Folge und wie in Hamburg besteht wieder die Möglichkeit, den Gegner in der Tabelle hinter sich zu lassen. Wie das gelingen soll erklärt Peter Putzing in den Facts zum Spiel.

Das Ausgangslage vor der Partie in Braunschweig ist exakt so, wie sie für den KSC beim FC St. Pauli war: Durch einen Auswärtssieg am Gegner in der Tabelle vorbeiziehen, so etwas Ruhe einkehren lassen. Mit dem 3:0 bei den Kiezkickern gelang das beeindruckend.

Braunschweig an der Hamburger Straße bisher unbesiegt

Machbar erscheint dieses Vorhaben erneut allemal, denn der Aufsteiger belegt Rang 14, ist in der Tabelle der 2. Bundesliga nur eine Position vor dem KSC platziert, hat nur einen Zähler mehr auf dem Konto. Die Bilanz das Gastgebers bisher: Zwei Siege, zwei Remis, drei Niederlagen. Die beiden Siege feierten die Braunschweiger im "Eintracht Stadion" an der Hamburger Straße.

In den drei bisher ausgetragenen Heimspielen sind die Braunschweiger noch ohne Niederlage: Zwei Siege, ein Remis, erreicht mit fünf zu drei Toren.

Eichner heizt Konkurrenzkampf an

KSC-Cheftrainer Christian Eichner hat in der Länderspielpause, und somit in der Vorbereitung auf die Partie bei der Eintracht, allen Profis immer wieder klar gemacht, dass er "jeden im Kader mitnimmt, dass jeder, der sich im Training positiv zeigt, eine Chance erhält." So will er den Konkurrenzkampf hochhalten, die Qualität des Kaders in der Breite nutzen.

Christian Eichner (KSC Trainer) beim Auftakttraining, klammert den Ball.
Christian Eichner (KSC Trainer) beim Auftakttraining, klammert den Ball. | Bild: Tim Carmele

Der Coach heizt den Kampf an, gibt keinem aus dem Team, trotz des 3:0 Auswärtssiegs, einen Freifahrtschein, beim Spiel in Braunschweig zu ersten Elf zu gehören. "Die Trainingsleistung wird belohnt. Daher kann das alles in Braunschweig anders aussehen", so Eichner, der ergänzt: "Jeder muss wissen: Es geht nur gemeinsam! Keiner ist größer als die Mannschaft!" Besonders wichtig war und ist ihm, "dass wir zu null gespielt haben."

Zum anderen: "Dass wir drei verschiedene Torschützen hatten! Da wollen wir unberechenbar sein, wollen das Toreschießen auf viele Schultern verteilen", sagt der KSC Coach und erinnert sich dabei an die einst Mantra-mäßig vorgetragenen Worte seines großen Förderers und Lehrmeisters Ex-Cheftrainer Ede Becker. "Ede hat immer und immer wieder gefordert, dass jeder torgefährlich sein muss."

BTSV ist defensiv anfällig

Tore in Braunschweig erzielen? Das scheint absolut möglich. Der KSC Gegner blieb bisher nur in einem Spiel ohne Gegentreffer, kassierte gar zwei Gegentore im Schnitt. Torverhältnis gesamt: acht zu 14. Pro Partie erzielte die Mannschaft vom 41 Jahre alten Trainer Daniel Meyer im Schnitt 1,1 Treffer.

Von acht Toren wurden sieben von innerhalb des Strafraums erzielt, dazu zählen zwei Kopfballtreffer und ein Elfmetertor. 43 Prozent Ballbesitz - 68 Prozent Passgenauigkeit, beides nicht furchterregend für die KSC Profis.

Bilanz spricht für KSC

41 Spiele gingen bisher zwischen beiden Clubs über die Bühne. Die Badener gewannen 37 Prozent - 15 Partien und spielten zehn Begegnungen remis. Während Braunschweig dabei 64 Treffer erzielte, trafen die Fächerstädter 57 Mal ins Braunschweiger Netz.

Oskar Zawada: Spielte von Januar 2017 bis Januar 2018 beim KSC.
Oskar Zawada: Spielte von Januar 2017 bis Januar 2018 beim KSC. | Bild: Caro Reisenauer

Bei Platzverweisen führen die Wildparkprofis: zweimal rot, viermal gelb rot. Im Mai 2017 ging die bis dato letzte Zweitligapartie in Braunschweig mit 1:2 verloren. Beim KSC damals dabei: Top-Flop Oskar Zawada, der war ein richtig teurer Winternachkauf, wurde als Torjäger verpflichtet - obwohl Zawada vor seinem Wechsel in den Wildpark nicht ein Tor im Profifußball erzielt hatte.

Gefährlicher Kobylanski fällt aus

Große Beachtung müssen die Karlsruher dem Braunschweiger Kapitän Martin Kobylanski nicht schenken. Der ist zwar bester Torschütze beim Gegner mit fünf Toren, zudem bereitete der Offensivspieler noch zwei Treffer vor. Er wird gegen den KSC aber nicht mit dabei sein.

Der Braunschweig Martin Kobylanski (l) traf zum 2:2 gegen Nürnberg.
Der Braunschweig Martin Kobylanski (l) traf zum 2:2 gegen Nürnberg. | Bild: Swen Pförtner/dpa

Bester Torschütze aller Zeiten bisher beim KSC ist der verstorbene Hans Cieslarczyk mit vier Toren, gefolgt von Edmond Kapllani mit zwei Treffern. Überraschend ist, dass Ex-Toptorjäger Emanuel Günther in dieser Rangliste nicht auftaucht, obwohl er die meisten Einsätze im KSC Trikot gegen Braunschweig absolvierte: Zehn.

Hofmann spielt gegen die Vergangenheit

Eintracht Abwehrchef Dominik Wydra stand beim KSC unter Ex-Trainer Markus Kauczinski auf der Einkaufsliste. Der Deal klappte nicht. Geklappt hat hingegen die Verpflichtung von KSC Lebensversicherung Philip Hofmann, den Ex-KSC-Trainer Alois Schwartz unbedingt im Wildpark haben wollte.

Philipp Hofmann erzielte für die "Löwen" zwölf Tore.
Philipp Hofmann erzielte für die "Löwen" zwölf Tore. | Bild: Peter Steffen/Archivbild

Der 27 Jahre alte Torjäger absolvierte für Braunschweig 53 Begegnungen, erzielte dabei zwölf Tore und bereitete sechs Treffer vor. In der Zeit von Januar 2018 bis Ende Juni 2019 sah er im Eintracht Trikot in 3.928 Einsatzminuten neun gelbe Karten.

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Kommentare (6)
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  •   Apu
    (131 Beiträge)

    21.11.2020 12:52 Uhr
    Niederlage
    Nach einem super Auftritt kommt ein schlechter Auftritt, also weiß man was gegen Braunschweig zu erwarten ist
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  •   ka76199
    (64 Beiträge)

    21.11.2020 15:12 Uhr
    Bla, Bla, Bla....
    Und jetzt ?
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  •   107
    (587 Beiträge)

    20.11.2020 20:02 Uhr
    "Keine Atempause, Geschichte wird gemacht,
    es geht voran !"
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  •   Gevatter
    (400 Beiträge)

    20.11.2020 10:57 Uhr
    Wenn man schon Journalismus betreibt,
    dann aber sollte es aber einigermaßen Aktuell und seriös sein. In YouTube konnte man gestern schon hören, dass Kobylanski nicht spielt. Und den unsäglichen Umzugswagen von Hofmann steht immer noch drin. Peinlich!!!
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  •   melotronix
    (3275 Beiträge)

    20.11.2020 10:21 Uhr
    mein Gott Ka-news
    ..ihr wollt informieren. Da reicht es für den geneigten Laien einmal im Netz zu schauen um festzustellen das:

    Sechs Spieler fehlen

    ist euch eigentlich gar nichts peinlich?
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  •   haenger
    (509 Beiträge)

    20.11.2020 09:17 Uhr
    Facts?
    Bzgl. "gefährlicher Kobylanski", der spielt doch am Samstag nicht? So steht das auf jeden Fall in der Onlinepräsemz der größten deutschen Fußballzeitschrift.
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