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Karlsruhe Blau-Weiß gegen die Lilien: Kann der KSC Darmstadt in der Tabelle überholen?

Am Sonntag (Anpfiff 13.30 Uhr) steht für den Karlsruher SC die Partie gegen den SV Darmstadt 98 auf dem Programm. Lange Zeit waren die "Lilien" die Underdogs des deutschen Fußballs. Doch nach einem zweijährigen Ausflug ins deutsche Oberhaus entwickelte sich ein solider Zweitligist. ka-news.de wirft einen genauen Blick auf die Mannschaft vom Böllenfalltor. Die Facts zum Spiel.

Das Ziel ist klar: Gegen Darmstadt 98 soll der zweite Heimsieg in Serie her. KSC-Trainer Christian Eichner ist zuversichtlich, dass das klappen könnte, warnt gleichzeitig aber vor den Lilien: "Darmstadt war mit die beste Mannschaft der Rückrunde der vergangenen Saison, die haben sich fußballerisch sehr gut entwickelt, haben mit Markus Anfang einen Trainer, der für eine klare Philosophie steht. Da kommt eine Herausforderung auf uns zu."

Mit viel Ballbesitz auf Platz elf 

Die Philosophie von Coach Anfang: Er lässt Ballbesitzfußball spielen. Das belegen beeindruckende Zahlen: Die Lilien kommen in den bisherigen Begegnungen auf 61 Prozent Ballbesitz! Ein Wert, den in der Liga nur wenige Teams toppen.

Beerbte zur aktuellen Saison bei Darmstadt 98 Dimitrios Grammozis: Markus Anfang.
Beerbte zur aktuellen Saison bei Darmstadt 98 Dimitrios Grammozis: Markus Anfang. | Bild: Arne Dedert/dpa

Doch tabellarisch wirkte sich diese Strategie bisher nicht sonderlich positiv aus. Die Hessen belegen in Tabelle der 2. Bundesliga Rang elf, haben sechs Punkte auf dem Konto. Mit einem Heimdreier könnten die mäßig gestarteten Karlsruher die Gäste gar im Ranking überholen. Sicher eine Zusatzmotivation für die Eichner-Elf.

Darmstadt trifft und kassiert viel

Die Darmstädter waren offensiv erfolgreich, aber defensiv anfällig. Im Schnitt wurden 1,6 Tore pro Partie erzielt, aber auch 1,6 Treffer pro Partie kassiert. Sieben der acht Treffer erzielten die 98er von innerhalb des Strafraums, drei davon per Kopf.

Dass die Abwehr der Gäste nicht sattelfest ist und zudem bisweilen etwas ungestüm zur Sache geht, belegt auch die Tatsache, dass schon zwei Elfmeter verursacht wurden. Beim 2:2 gegen St. Pauli wurde deutlich, dass das umformierte Lilienteam noch nicht gefestigt ist, denn die Hessen verspielten ein 2:0-Führung.

Lukas Grozurek (KSC 27) im Zweikampf um den Ball.
Lukas Grozurek (KSC 27) im Zweikampf um den Ball. | Bild: Markus Gilliar (GES-Sportfoto)

Die Mannschaft von Coach Anfang beendet eine anstrengende englische Woche, wenn die Begegnung beim KSC am Sonntag im Wildpark angepfiffen wird: Vergangenen Mittwoch trat der SVD beim VfL Osnabrück an. Da zuvor bei Osnabrück Corona-Infektionen festgestellt wurden, musste die Partie verlegt werden. Die Begegnung endete 1:1, Darmstadt hat sich dieses Auswärtsremis redlich verdient, kassierte aber wieder einen späten Gegentreffer.

Ein Trio mit KSC-Vergangenheit

Ein Trio im Gästekader kann auf KSC-Erfahrung zurückblicken: Spielmacher Marvin Mehlem - er spielte elf Jahre beim KSC - und Außenverteidiger Matthias Bader wurden ebenfalls im Wildpark ausgebildet.

Marvin Mehlem (l) spielte fast seine gesamte Jugendzeit beim KSC.
Marvin Mehlem (l) spielte fast seine gesamte Jugendzeit beim KSC. | Bild: Thomas Frey/dpa

Auch Torhüter Florian Stritzel stand beim KSC von 2014 bis 2017 im Wildpark unter Vertrag, kam aber über den Status des Ersatztorhüters nie hinaus. Einer in den Reihen des KSC erlebte bei den Hessen eine tolle Zeit: Kapitän Jerôme Gondorf.

Für Gondorf ein Treffen mit der Vergangenheit

Der Mittelfeldmann brachte es auf 140 Einsätze für die 98er. 62 davon in der ersten Bundesliga. Der 32-Jährige erzielte 13 Treffer für Darmstadt und bereitete 20 Tore vor. Der Spielführer des KSC führt noch eine Statistik bei den Lilien an: Kein Akteur im Trikot der Hessen kassierte gegen die Badener mehr Verwarnungen als Gondorf.

Für Jerome Gondorf wird es am Wochenende ein besonderes Spiel: Für Darmstadt absolvierte er 62 Spiele in der Bundesliga.
Für Jerôme Gondorf wird es am Wochenende ein besonderes Spiel: Für Darmstadt absolvierte er 62 Spiele in der Bundesliga. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Bester Torschütze beim KSC: Emanuel Günther. Der Mittelstürmer erzielte bei seinen zwölf Einsätzen - KSC-Rekord - vier Tore für die Blau-Weißen. Von den bisher 25 ausgetragenen Begegnungen gewann der KSC 15, in zwölf Heimspielen kassierte der Wildparkclub nur eine Niederlage.

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Kommentare (23)
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  •   107
    (582 Beiträge)

    01.11.2020 17:16 Uhr
    Arne Aarnink aus Nordhorn war bestimmt Manuel Gräfes Klassenbester.
    Gegen elf Fußballer kann man gewinnen aber gegen einen Schiedsrichter nicht.
    Ohne im Kölner Keller nachzufragen diese Entscheidung zu treffen ist maßlos.
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  •   ka76199
    (61 Beiträge)

    01.11.2020 16:19 Uhr
    Wenn ich dieses Geschwätz über den
    Trainer wieder lese. Die Mannschaft hat gekämpft wie der 😈. Darmstadt ist eben eine spielerisch starke Mannschaft , aber das Spiel hätte man genau so gut gewinnen können. Der Elfmeter war nichts anderes als eine Frechheit, aber diese Regel wird man wohl nie in den Griff bekommen.
    Und über Sieg oder Niederlage entscheidet eben manchmal der Schiedsrichter.
    Vielleicht züchtet man ja irgendwann "armlose" Fußballspieler....
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  •   Wahrheit
    (357 Beiträge)

    01.11.2020 15:49 Uhr
    Elfer
    Der Elfer war eine Frechheit, das hat mit regelkonform nix zu tun. Kobald hat keine Chance den Arm weg zu nehmen, probiert es sogar noch und bekommt rot.
    Dieser arrogante Schiri hat nicht mal den VAR angerufen. Die Krönung war dann der verzögerte Anlauf von Kempe.
    Regelwidrig und hätte nicht zählen dürfen.
    Zum KSC: wo sind die Abwehrtürme? 2 Standardkopfbälle die nicht verteidigt werden konnten hätte es zu Gordons Zeiten nicht gegeben.
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  •   sauerbraten
    (2205 Beiträge)

    01.11.2020 15:41 Uhr
    Boah, da faellt es echt schwer, die
    richtigen Worte zu finden. Wenn man der Mannschaft ueberhaupt einen Vorwurf machen kann, dann ist es das Ausnutzen der Torchancen, die heute zweiflelos ausreichend vorhanden waren. Ansonsten hat der Einsatz gestimmt und auch spielerisch sah das zeitweise recht ordentlich aus. Wenn ich heute irgendetwas beim KSC zu kritisieren habe, dann hoechstens, dass Eichner zu lange mit den Wechseln gewartet hat - es wurde sehr viel Aufwand betrieben und man konnte nach ner Stunde schon erkennen, dass einige, koerperlich an Grenzen stiessen. Da haette frueher fuer mehr Frische gesorgt werden muessen. Zum Elfer faellt mir gar nix ein - aus nem halben Meter wurde dem Kobald beim Wegdrehen die Hand angeschossen - keine Absicht, kein garnix. Wenn das so regelkonform sein soll, dann stimmt was mit der Regel nicht. Selten haben wir so ungluecklich und unverdiend verloren.
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  •   Garrincha
    (657 Beiträge)

    01.11.2020 15:30 Uhr
    Eichner ist noch schlechter wie Schwartz
    die KSC Abwehr ist eine Katastrophe!
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  •   steely
    (245 Beiträge)

    01.11.2020 15:28 Uhr
    Nein definitiv nicht
    Wenn Chancen nicht genutzt werden verliert man wie fast immer in den letzten Sekunden.
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  •   ka76199
    (61 Beiträge)

    01.11.2020 15:25 Uhr
    Wie ich's gesagt habe,
    Glück muss man eben auch haben...🤢
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  •   Garrincha
    (657 Beiträge)

    01.11.2020 15:24 Uhr
    Nein
    mit diesem Trainer nicht!
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  •   Krunemer
    (216 Beiträge)

    01.11.2020 15:30 Uhr
    Du bist
    wirklich der allerletzte Hetzer. Pfui Teufel.
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  •   Garrincha
    (657 Beiträge)

    01.11.2020 15:34 Uhr
    wie kann man nur so dummes Zeug schreiben wie du
    .
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